Simples, aber „erstaunlich komplexes Strategiespiel“ erstmals für 2 statt 20 Euro auf Steam

Wer Aufbau-Strategie mag, aber keine Lust auf viele Menüs und Mikromanagement hat, ist bei Kingdom Two Crowns an der richtigen Adresse. Der 2018 veröffentlichte Titel mixt Aufbau-Strategie, Tower Defense und Erkundung, verpackt ein angenehm reduziertes Spielprinzip im Pixel-Look. Der Herbst-Sale auf Steam bringt nun erstmals 90 Prozent Rabatt (laut SteamDB), was den regulären Preis von 20 auf 2 Euro drückt.
In Kingdom Two Crowns reitet man auf seinem Pferd durch eine mittelalterliche Fantasy-Welt, sammelt Münzen, wirbt neue Bewohner an und baut aus einem kleinen Lager nach und nach ein befestigtes Königreich. Tagsüber ist vor allem Aufbauarbeit angesagt. Neue Mauern und Türme sichern die Stadt, während Bauernhöfe Geld in die Kasse spülen. Gleichzeitig lohnt es sich, die Umgebung zu erkunden, denn in den Wäldern und Ruinen warten neue Reittiere, Technologien und andere nützliche Entdeckungen. Sobald die Sonne untergeht, wird es ungemütlich. Dann tauchen die sogenannten Habgierigen auf und versuchen, durch die Verteidigung zu brechen und dem Monarchen seine Krone abzunehmen.


Anders als man es von einem Strategiespiel erwarten würde, setzt der Titel jedoch nicht auf eine Top-Down-, sondern auf eine Sidescrolling-Perspektive – und das sorgt für einen ganz anderen Spielfluss. Das Reich wächst ausschließlich nach links und rechts, während man selbst zwischen beiden Seiten hin- und herreiten muss. Dadurch werden Entfernungen und Timing plötzlich wichtig: Wer zu weit erkundet oder zur falschen Zeit auf der anderen Seite des Königreichs unterwegs ist, kann bei einem nächtlichen Angriff schnell in Schwitzen kommen. Zugleich sorgt das Sidescrolling-Konzept auch dafür, dass sich das Strategiespiel gut mit einem Controller spielen lässt – und für das Steam Deck (derzeit 780 Euro auf Amazon) verifiziert ist.
Hinter dem eher simplen Grundkonzept verbirgt sich laut dem Test von GameStar ein „erstaunlich komplexes Strategiespiel“, in dem Ausbau, Verteidigung und Ressourcen ständig gegeneinander abgewogen werden müssen. Zudem heben die Tester die charmante Pixel-Optik und den gelungenen Koop-Modus hervor: Zwei Spieler können sich um unterschiedliche Bereiche des Königreichs kümmern, wodurch zusätzliche taktische Möglichkeiten entstehen – online oder im lokalen Splitscreen. Aufgrund der teils dürftigen Erklärungen, eigenwillig agierenden Untertanen und auf Dauer etwas repetitiven Abläufe hat es insgesamt aber „nur“ für 81 von 100 Punkten gereicht. Die fast 40.000 Steam-Bewertungen sind zu 90 Prozent positiv.
Preisänderungen vorbehalten. Das Angebot war zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels verfügbar, kann aber zeitlich oder mengenmäßig beschränkt sein. Alle Angaben ohne Gewähr.
