Notebookcheck

Test HDU-701 HDD Docking Station SuperSpeed USB 3.0

Von: Tobias Winkler, 15.08.2010

Intern-extern Verbinder.

Wer viel mit internen SATA-Festplatten hantiert, findet mit der Typhoon Festplatten Docking Station eine komfortable Lösung, um das sonst umständliche Ein- und Ausbauen zu umgehen. Wie gut das funktioniert haben wir getestet.

Egal ob Notebook oder PC, in der Regel benötigt man zum Austausch interner Festplatten einen Schraubenzieher, ein geöffnetes Gehäuse und auch etwas Zeit. Mit dieser Umständlichkeit will Typhoons Lösung brechen und bietet eine Dockingstation um interne 2,5“ und 3,5“ Laufwerke schnell und komfortabel einbinden zu können. Auch der generelle Ersatz externer Festplatten scheint möglich, hat man bei mehreren Geräten doch einen erheblichen Platz- als auch Preisvorteil.

Gehäuse

Die Dockingstation besteht aus schwarzem Kunststoff mit recht pflegeleichter Oberfläche und ist regelrecht auf den praktischen Nutzen reduziert. Hochglanzlackierte Stellen findet man ebenso wenig wie peppige Designelemente.

Die Öffnung mit SATA Schnittstelle ist von der Oberseite her erreichbar und lässt sich mit einer vertikal aufgestellten Festplatte bestücken. 2,5“ Geräte passen durch die vorhandene Öffnung, 3,5“ Geräte klappen den Deckel nach unten hin weg und vergrößern damit beim Einschieben den notwendigen Schacht. Die Festplatten werden nur durch die SATA- und Stromversorgungs-Schnittstelle gehalten. Eine weitere Befestigung ist nicht vorgesehen. Bewegt man den Dock, so provoziert man ein Wackeln der Massenspeicher, was auf Dauer sicherlich zu einem Ausleiern oder Lösen der Schnittstelle führen kann. Zu einem schnellen Lösen führt der an der Oberseite integrierte Auswurfknopf. Dieser arbeitet im wahrsten Sinne des Wortes und schleudert insbesondere 2,5“ Festplatten einige Millimeter in die Höhe. Hier sollte man also empfehlenswerterweise mit der zweiten Hand die Platte beim Auswurf festhalten, um mögliche Beschädigungen an den Schnittstellen zu vermeiden.

Transferraten

An der Rückseite befinden sich der Netzanschluss, die USB 3.0 Schnittstelle und der Netzschalter. Kurz nach dem Anschließen am USB 3.0 Port kann die Dockingstation verwendet werden. Festplatten werden dann in der Regel per hotplug erkannt und erscheinen kurz nach dem Einschub im System. Wir haben im Test 2,5“ Festplatten von Samsung (HM500JI, 5400 U/min, 320GB), von Toshiba (MK3256GSY 7200 U/min 320GB, und MK3265GSX 5400 U/min 320GB) und von Fujitsu (MHZ2160BJ G2 160GB, 7200 U/min) verwendet. Zudem haben wir ein SSD von Kingston (SSD Now SNV125-S2 30GB) mit in den Test einbezogen.

Nur das Kingston SSD reizt mit 150 MB/s die Leistungsgrenze am Desktop-PC aus

 

Die maximale Schnittstellenperformance konnten wir mit den konventionellen Festplatten nicht ausreizen, da die maximale Übertragungsgeschwindigkeit des schnellsten Modells bei etwa 90 MB/s liegt. Zudem konnten wir bisher an den getesteten Notebooks und ExpressCards mit USB 3.0 Schnittstelle keine höheren Übertragungsraten als 120 MB/s feststellen. Erst das Solid State Drive von Kingston bleibt mit 150 MB/s am Desktop-PC mit MSI 880GMA-E45 Mainboard hinter den Möglichkeiten (185 MB/s) zurück. Damit kann die Typhoon HDD Docking Station zum einen ihre volle Geschwindigkeit derzeit nur an Desktop-Rechnern erreichen und zum anderen nur durch Solid State Drives bis an die Leistungsgrenze gebracht werden.

Hinsichtlich der Stromversorgung gab es beim Testgerät im Unterschied zu Verbatims Store`n`go Portable Hard Drive und dem Festplatten-Gehäuse HDU-700 von Typhoon (je nach Bestückung) keine Probleme, da die Stromversorgung über einen eigenen Netzanschluss gewährleistet wird.

Fazit

Die Typhoon Festplatten-Dockingstation mit USB 3.0 Anbindung ist eine interessante Lösung für Intensiv-Nutzer interner SATA-Festplatten. Die Handhabung ist unkompliziert und komfortabel. Unschön wirkt dabei allerdings die etwas labile Befestigung der Festplatten, die lediglich durch die Schnittstellen und eine Anlehnung an die Schachtwände erfolgt. Die Haltbarkeit im Dauerbetrieb muss die Docking Station also erst noch unter Beweis stellen. Im rein stationären Betrieb sollte man mit sensibler Handhabung und Achtsamkeit aber keine Probleme bekommen. 

HDU-701 HDD Docking Station bei Amazon - ab 34,99 Euro

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Im Test: Typhoon HDD Docking Station USB 3.0
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Für den Desktop-Einsatz gedacht, lassen sich sowohl 3,5" als auch 2,5" Laufwerke andocken
Für den Desktop-Einsatz gedacht, lassen sich sowohl 3,5" als auch 2,5" Laufwerke andocken
Mit eigener Stromversorgung und separatem Netzschalter gibt es bei keiner der getesteten Laufwerke über USB 3.0 Stromversorgungsprobleme
Mit eigener Stromversorgung und separatem Netzschalter gibt es bei keiner der getesteten Laufwerke über USB 3.0 Stromversorgungsprobleme
Die im Inneren liegende Schnittstelle ist die einzige Befestigung der Laufwerke, die sonst nur am Gehäuse anlehnen
Die im Inneren liegende Schnittstelle ist die einzige Befestigung der Laufwerke, die sonst nur am Gehäuse anlehnen
USB 3.0 bringt wirklich hohe Übertragungsraten. Vorraussetzung: das Laufwerk ist auch schnell genug
USB 3.0 bringt wirklich hohe Übertragungsraten. Vorraussetzung: das Laufwerk ist auch schnell genug

Shortcut

Was uns gefällt

Einfache Handhabung, gute Transferraten (abhängig vom verwendeten Laufwerk) und eine eigene Stromversorgung mit Netzschalter

Was wir vermissen

eine solidere Festplattenhalterung und eine weniger dynamische Auswurfmöglichkeit um mögliche Schäden an den Schnittstellen zu vermeiden.

Was uns verblüfft

Die einfache und unkomplizierte Handhabung.

Die Konkurrenz

Ähnliche HDD Docking Stationen gibt es beispielsweise von Sharkoon, Digitus Raidsonic und Co.

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Autor: Tobias Winkler, 15.08.2010 (Update:  9.07.2012)