Testfazit zum Nuki Smart Lock Ultra
Das Nuki Smart Lock Ultra überzeugt als Premium-Türschloss der 5. Generation durch seine kompakte Bauweise, den mitgelieferten Universalzylinder und die nahtlose Integration in Smart-Home-Systeme wie Apple Home, Google Home oder Alexa via Matter und Thread.
Trotzdem fallen Schwächen ins Gewicht: Der neue Bürstenmotor ist leiser als beim Vorgänger, erreicht aber im Gentle-Modus immerhin 63 dB(A) und wird in schnelleren Modi bis 72 dB(A) laut, was nachts stören kann. Die Akkulaufzeit von rund fünf Monaten bei intensiver Nutzung ist solide, doch der fest verbaute Akku lässt keine Nutzerwechsel zu und zwingt bei Defekten zum Herstellerkontakt.
Die App bietet umfangreiche Optionen wie 200 Nutzerberechtigungen, Auto-Unlock und Protokolle; vereinzelte Zuverlässigkeitsprobleme beim Schnapper-Rückzug oder fehlende Push-Benachrichtigungen nach Keypad-Fehlversuchen mindern das Sicherheitsgefühl. Mit 349 Euro plus optionalem Keypad (159 Euro) liegt der Preis im oberen Segment. Für technisch ambitionierte Haushalte ist die Anschaffung durchaus lohnenswert und kann im Alltag eine echte Bereicherung sein.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Das Nuki Smart Lock Ultra kann direkt im Online-Shop von Nuki gekauft werden, ist aber auch bei allen größeren Elektronikhändlern wie MediaMarkt oder Amazon erhältlich.
Inhaltsverzeichnis
- Testfazit zum Nuki Smart Lock Ultra
- Spezifikationen: Nuki Smart Lock Ultra
- Gehäuse und Ausstattung - Smart Lock Ultra kommt mit Matter-Support
- Installation und Bedienung - Umfangreiche Konfiguration des Nuki Smart Lock möglich
- Alltag und Akkulaufzeit - Nuki Smart Lock ist smart und zuverlässig
- Optional mit Nuki Keypad 2
Das Smart Lock Ultra ist Nukis Premium-Version seines elektronischen Türschlosses der 5. Generation und mit 349 Euro nicht ganz günstig, jedoch ist im Lieferumfang ein Universalzylinder enthalten, damit es an jeder Tür installiert werden kann. Das Produkt wird in Österreich entwickelt und innerhalb der EU gefertig.
Das neue Türschloss soll seinen Vorgängern in allen Belangen überlegen sein: Es ist kompakter, schneller, sicherer, leiser und lässt sich einfach ins Smart Home einbinden. Wir haben den Test gemacht.
Spezifikationen: Nuki Smart Lock Ultra
| Stromversorgung | Lithium-Polymer-Akku (9,7 Wh, 11,1 V, 870 mAh) |
| Gewicht | 250 g |
| Maße | 57 mm Durchmesser, 58 mm Tiefe |
| Konnektivität | Bluetooth 5.4 LEWLAN IEEE 802.11 b/g/n (2,4 GHz)Thread IEEE 802.15.4 (2,4 GHz) |
| Betriebtstemperatur | 10 - 40 °C |
| Lieferumfang | Smart Lock Ultra, 2 Basis-Ringe, 1 Universal Schließzylinder, Montageplatte, Inbusschlüssel, Ladekabel (2 m) |
| Erhältlich seit | 12.11.2024 |
| Firmaware-Version | 5.6.9 |
| UVP | 349 Euro |
Gehäuse und Ausstattung - Smart Lock Ultra kommt mit Matter-Support
Das Nuki Smart Lock Ultra besteht aus Kunststoff und Edelstahl. Es hinterlässt sowohl einen soliden als auch optisch ansprechenden Eindruck. Der Basisring liegt in den Farben Weiß und Schwarz bei. Anders als bei der Pro-Version muss kein Schlüssel im Schloss stecken bleiben, sondern es wird ein modularer Universal-Schließzylinder mitgeliefert, welcher sich passend zur Tür zusammenstecken lässt (Innen: 30 - 67,5 mm, Außen: 30 - 55 mm).
Das smarte Türschloss wird im Nahbereich über Bluetooth gesteuert, lässt sich aber auch ins WLAN oder mittels Thread mit Matter ins eigene Smart Home einbinden. Dadurch funktioniert das Nuki Smart Lock Ultra auch mit Apple Home, Google Home, Samsung SmartThings und Amazon Alexa.
Installation und Bedienung - Umfangreiche Konfiguration des Nuki Smart Lock möglich
Über die Nuki App wird der Nutzer Schritt für Schritt durch den Installationsprozess geführt. Das dauert zwar eine Weile, wird aber auch für Laien verständlich erklärt und schlüssig bebildert. Das modulare System des Schließzylinders ist ein wenig kleinteilig, was dessen wertigen Gesamteindruck jedoch nicht schmälert. Außerdem besitzt dieser eine 3-Sterne-SKG-Zertifizierung und gilt damit als besonders sicher und hält selbst Einbruchsversuchen mit schwerem Werkzeug mindestens fünf Minuten Stand. Drei passende Schlüssel liegen ebenfalls bei.
Zwischen der Bodenplatte und dem Smart Lock befindet sich ein Kunststoffzahnrad, welches bei älteren Modellen brechen kann. Sollte dies der Fall sein, wird dies von Nuki kostenlos ausgetauscht. Smart Locks, die seit Oktober 2025 ausgeliefert werden, sind davon nicht betroffen.
Das Nuki Smart Lock Ultra lässt sich über die App steuern, welche im Apple App Store, Google Play Store und der Huawei AppGallery verfügbar ist. Wer eine Smartwatch mit Apple Watch OS oder Google Wear OS nutzt, kann dort ebenfalls eine App installieren und die Uhr zur Steuerung nutzen. Ältere Huawei Watches funktionieren ebenfalls und auch zahlreiche Garmin-Uhren bieten eine passende App, jedoch funktionieren die Apps für Huawei und Garmin nicht alleinstehend, sondern benötigen weiterhin das Smartphone, um das Schloss zu steuern. Optional lässt sich auch ein Nuki Keypad (siehe weiter unten) oder einer der Schlüssel nutzen, um das Schloss zu öffnen beziehungsweise zu schließen.
Das Smart Lock Ultra kann bis zu 200 individuelle Berechtigungen beziehungsweise Nutzer verwalten, deren Zugang sich individuell konfigurieren und auch zeitlich begrenzen lässt. Die App bietet zudem Protokolle, Zeitsteuerung, Auto Unlock und Lock’n’Go.
Alltag und Akkulaufzeit - Nuki Smart Lock ist smart und zuverlässig
Das Nuki Smart Lock Ultra besitzt einen neuen Bürstenmotor, der besonders leise sein soll. Im Vergleich zum Vorgänger stimmt das auch, aber vor allem nachts, wenn alles still ist, kann das Schloss auch im Gentle-Modus recht laut sein, wir messen bis zu 63 dB(A) (Messabstand: 1 m). Im Standard-Modus sind es 70 dB(A), mit Insane bis zu 72 dB(A). Letzteres wird auch hochfrequenter und dadurch unangenehmer. Dessen Vorteil ist aber, dass das Schloss enorm schnell geöffnet beziehungsweise geschlossen wird. Nuki spricht hier von einer Verdreifachung der Geschwindigkeit. Im Test haben wir meistens dauerhaft Gentle aktiv gelassen, dies lässt sich aber mit dem Nachtmodus nur zeitweise aktivieren. In summa kann das Smart Lock sehr schnell sein, ist dann aber auch laut.
Geladen wird der interne Akku mittels eines magnetischen Anschlusses. Wer keine Steckdose in der Nähe hat, kann auch einfach eine Powerbank nutzen. Ein Ladevorgang dauert etwa zwei Stunden. Wird die Türe währenddessen geöffnet und das Kabel kommt auf Spannung, fällt es einfach vom Nuki Smart Lock ab, sodass nichts beschädigt werden kann. Der Nachteil des internen Akkus ist, dass dieser Fest verbaut ist und ein Wechsel durch den Nutzer nicht vorgesehen ist.
Der Akku liefert rund 9,7 Wh und soll ein halbes Jahr durchhalten. Wir kommen bei intensiverer Nutzung in einem 4-Personnen-Haushalt auf etwas mehr als fünf Monate.
Im Alltag präsentiert sich das Nuki Smart Lock Ultra als zuverlässig. In seltenen Fällen kommt es vor, dass beim Aufschließen der Schnapper nicht zurückgezogen wird, aber spätestens im zweiten Versuch war das dann kein Problem mehr. Praktisch ist zudem im Urlaub oder auf Geschäftsreise temporäre Zugangsberechtigungen vergeben zu können. Wer das Ganze mit einer smarten Videotürklingel kombiniert, kann jemanden auch schon mal ins Haus lassen, wenn er nicht vor Ort ist, da der Zugriff aus der Ferne problemlos möglich ist.
Optional mit Nuki Keypad 2
Wer nicht jedes Mal sein Smartphone zücken möchte oder keine Smartwatch besitzt, der kann zum Öffnen des Smart Lock Ultra auch ein optionales Nuki Keypad 2 (UVP: 159 Euro, hier bei Amazon kaufen) benutzen. Es erlaubt das Öffnen der Tür per Fingerabdruck oder Code.
Das Keypad kann mittels einer kleinen Bodenplatte angebracht werden, welche sich entweder anbohren oder per Klebestreifen befestigen lässt. Es ist gemäß IP54 wetterfest und widersteht Außentemperaturen zwischen -20 und +70 °C, verbindet sich mittels Bluetooth mit dem Smart Lock und wird über vier AAA-Batterien mit Strom versorgt, welche eine Laufzeit von mindesten 12 Monaten gewährleisten sollen.
Die Nuki App führt uns schnell und unkompliziert durch die Einrichtung des Keypad 2. Es kann bis zu 200 Zutrittcodes und 20 Fingerandrücke verwalten.
Im Alltag präsentiert es sich als sehr zuverlässig und der kapazitive Fingerabdruckscanner liefert hohe Erkennungsraten, benötigt meistens jedoch etwas mehr Druck. Über die Zurücktaste kann die mit dem Nuki Smart Lock verbundene Tür auch abgeschlossen werden. Wer an dieser Stelle Schabernack befürchtet, kann diese Funktion deaktivieren.
Fehleingaben des Codes oder nicht erkannte Fingerabdrücke werden im Protokoll der Nuki App gespeichert. Hier wäre es noch wünschenswert, wenn es nach mehreren Fehleingaben hintereinander eine Push-Benachrichtigung geben würde, um versuchte Zugriffe durch Dritte einfacher erkennen zu können.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.






















