Das Unplugged Up Phone nimmt Datenschutz ernster als fast alle Konkurrenten. Das beginnt schon beim Gehäuse, denn ein kleiner Schieberegler an der linken Seite trennt die Stromversorgung von allen Komponenten, sodass es keine Möglichkeit mehr gibt, ohne physischen Zugriff auf die Hardware auf die darauf gespeicherten Daten zuzugreifen.
Für eine breitere App-Kompatibilität setzt das Up Phone zwar auf Android, allerdings auf die Open-Source-Version des Betriebssystems ohne Google-Dienste. Durch umfassende Software-Anpassungen sollen Tracker blockiert werden, während systemweit ein VPN aktiviert werden kann. Unplugged bietet auch einen verschlüsselten Cloud-Dienst zum Synchronisieren von Daten sowie eine Open-Source-Firewall. Apps können über einen unregulierten Store bezogen werden, der nicht aufzeichnet, welche Apps von welchen Nutzern geladen wurden.
Den Fokus auf Privatsphäre lässt sich Unplugged allerdings teuer bezahlen. Denn das Up Phone kostet 989 US-Dollar, und bietet trotzdem nur einen veralteten MediaTek Dimensity 1200, ein nach IP53 zertifiziertes und damit nicht wasserfestes Gehäuse und einen kleinen 4.300 mAh Akku, der über USB-C mit 33 Watt oder drahtlos mit 15 Watt geladen werden kann.
Immerhin verbaut Unplugged ein 6,67 Zoll 1.080p+-AMOLED-Display, 8 GB RAM, 256 GB Flash-Speicher samt microSD-Slot und einen Fingerabdrucksensor im Sperrbutton. Neben der 108 MP Hauptkamera gibts eine 8 MP Ultraweitwinkel-Kamera, eine 5 MP Makro-Kamera und eine 32 MP Selfie-Kamera.
Preise und Verfügbarkeit
Das Unplugged Up Phone wird in den USA für 989 US-Dollar (ca. 850 Euro) angeboten, das Smartphone wird derzeit nicht nach Europa geliefert. Nähere Informationen zum Privatsphäre-Smartphone sind auf der Webseite von Unplugged zu finden.















