Wie hart ist das Leitungswasser in Deutschland – und wann lohnt sich ein Wasserfilter?

Leitungswasser gehört in Deutschland zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln. Grundsätzlich besteht daher kein Grund, Leitungswasser pauschal als problematisch anzusehen. Dennoch kann sich das Wasser von Region zu Region deutlich unterscheiden – insbesondere bei der Wasserhärte.
Die Wasserhärte wird vor allem durch den Gehalt an Calcium und Magnesium bestimmt. In Deutschland wird zwischen drei Härtebereichen unterschieden: weich unter 8,4 °dH, mittel bei 8,4 bis 14 °dH und hart über 14 °dH. Die Einteilung ist unter anderem für die Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln relevant.
Wie hart das Wasser ist, hängt unter anderem von der geologischen Beschaffenheit der jeweiligen Region und von der Herkunft des Trinkwassers ab. Deshalb können selbst benachbarte Städte unterschiedliche Werte aufweisen. Für Verbraucher kann es sich daher lohnen, die Wasserhärte am eigenen Wohnort zu kennen.
Hartes Wasser ist nicht automatisch schlechter oder gesundheitlich problematisch. Im Alltag kann es jedoch zu stärkeren Kalkablagerungen kommen, beispielsweise im Wasserkocher, an Armaturen oder in Kaffeemaschinen. Auch beim Geschmack des Leitungswassers gibt es individuelle Unterschiede. Gerade bei regelmäßig genutzten Haushaltsgeräten kann eine geringere Kalkbelastung den Pflegeaufwand reduzieren.
Wie hart das Wasser am eigenen Wohnort ist, lässt sich beim örtlichen Wasserversorger nachschauen. Wer schnell einen Überblick bekommen möchte, kann beispielsweise auf wasser-haerte.de nach Stadt oder Postleitzahl suchen und die Wasserhärte des jeweiligen Ortes anzeigen lassen.
| Bundesland | Wasserhärte |
|---|---|
| Sachsen-Anhalt | 19,2 |
| Berlin | 19 |
| Thüringen | 18,6 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 17,8 |
| Bayern | 16,6 |
| Brandenburg | 16,6 |
| Baden-Württemberg | 15,1 |
| Hessen | 14,9 |
| Nordrhein-Westfalen | 13,4 |
| Schleswig-Holstein | 13,1 |
| Sachsen | 13 |
| Niedersachsen | 12,3 |
| Rheinland-Pfalz | 12,3 |
| Hamburg | 11 |
| Saarland | 9,7 |
| Bremen | 7 |
Wann ist ein Wasserfilter sinnvoll?
Doch wann kann ein Wasserfilter sinnvoll sein? Für viele Haushalte geht es dabei weniger um die Sicherheit des Leitungswassers als um Komfort und persönliche Vorlieben. Wer in einer Region mit hartem Wasser lebt, den Geschmack des Wassers verändern möchte oder Kalkablagerungen im Alltag reduzieren will, kann eine zusätzliche Filterlösung in Betracht ziehen.
Besonders interessant sind kompakte Tisch-Wasserfilter für Mietwohnungen. Sie benötigen keinen festen Einbau in die Wasserleitung und können bei einem Umzug einfach mitgenommen werden. Das macht sie auch für Haushalte interessant, die keine baulichen Veränderungen an ihrer Küche vornehmen können oder keine fest installierte Filteranlage anschaffen möchten.
Moderne Geräte bieten zudem mehr als nur eine Filterfunktion. Einige Wasserstationen kombinieren die Wasseraufbereitung mit Heiß- oder Kaltwasser sowie teilweise mit Sprudelwasser oder Eiswürfeln. Dadurch können sie mehrere einzelne Küchengeräte ergänzen und gleichzeitig Platz auf der Arbeitsfläche sparen.
Wer sich genauer über moderne Umkehrosmose-Wasserfilter und verschiedene Ausstattungen informieren möchte, findet bei Zigbuy einen ausführlichen Vergleich unterschiedlicher Modelle – darunter Geräte mit Heißwasser- und Sprudelfunktion.






