Poco hat das F9 Ultra und das F9 Pro vorgestellt. Beim F9 Ultra, über dessen Launch wir heute bereits separat berichtet haben, handelt es sich um die globale Version des Redmi K100 Pro Max, während das F9 Pro dem Redmi K100 Pro entspricht. Beide Redmi-Modelle sind im August in China auf den Markt gekommen.
Die F8-Serie ist am 26. November 2025 erschienen, die F9-Reihe folgt bereits am 1. September 2026 und damit im jährlichen Produktzyklus rund drei Monate früher. Qualcomm stellt seinen nächsten Flaggschiff-Chip üblicherweise auf dem Snapdragon Summit Ende September vor. Die F9-Serie erscheint somit kurz vor dieser Ankündigung und verpasst die nächste Chipgeneration vollständig.
Beide Smartphones nutzen daher den Snapdragon 8 Elite Gen 5, der bereits im vergangenen November im F8 Ultra zum Einsatz gekommen ist. Poco zufolge hat die Beibehaltung der bestehenden Plattform dazu beigetragen, die Preise während der anhaltenden Speicherknappheit niedrig zu halten.
Zumindest das F9 Pro profitiert von dieser Entscheidung. Während das F8 Pro im vergangenen Jahr noch den älteren Snapdragon 8 Elite genutzt hat, ist das diesjährige Pro-Modell mit demselben Snapdragon 8 Elite Gen 5 wie das Ultra ausgestattet. Damit entfällt der Leistungsunterschied, der bei der vorherigen Generation zwischen beiden Modellen bestanden hat.
Am deutlichsten unterscheiden sich die globalen Modelle bei der Akkukapazität von ihren chinesischen Pendants. Beim F9 Pro stehen 6.330mAh den 8.580mAh des K100 Pro gegenüber. Damit fällt die Kapazität um 2.250mAh beziehungsweise etwas mehr als ein Viertel geringer aus. Auf Grundlage eigener Labortests gibt Poco für das Ultra dennoch eine Laufzeit von zwei Tagen und für das Pro einen ganzen Tag an.
Ein Xiaomi-Vertreter hat erklärt, dass die kleineren Akkus auf die Einhaltung internationaler Vorgaben zurückzuführen seien. Die geringere Kapazität sei erforderlich, um die Geräte weltweit anbieten zu können. Welche konkreten Standards oder Märkte dafür ausschlaggebend sind, hat das Unternehmen nicht näher erläutert.
Bei den globalen Modellen entfällt außerdem das Ladegerät. Obwohl beide Smartphones kabelgebundenes Laden mit 100 Watt unterstützen, liegt ihnen kein Netzteil bei.
Das Xiaomi-Smartphone kombiniert den Hauptprozessor mit dem separaten Grafikchip VisionBoost D8, der Bildraten von bis zu 185 FPS ermöglichen soll. Diese Angabe gilt allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Laut Poco wird der Wert in ausgewählten Spielen unter internen Testbedingungen erreicht. Mehr als 20 Titel unterstützen die Bildrate nativ, bei fünf weiteren Spielen kommt Smart Frame Rate Upscaling zum Einsatz. In der Praxis hängen die Bildraten unter anderem vom jeweiligen Spiel, den Grafikeinstellungen, der Temperatur und den Netzwerkbedingungen ab.
Das neue Xiaomi-Handy besitzt zudem ein 185Hz schnelles HyperRGB-AMOLED-Panel mit vollständiger RGB-Subpixelstruktur. Das Display des F9 Pro ist 6,59 Zoll groß und soll im regulären Betrieb eine Spitzenhelligkeit von 4.500 Nits sowie bei HDR-Inhalten bis zu 10.000 Nits erreichen. Zudem verfügen beide über die TÜV-Rheinland-Zertifizierung "Quadruple Eye Care" im Rahmen von Xiaomi Vision Care.
Für die Audiowiedergabe setzt Poco seine Zusammenarbeit mit Bose fort. Beim F9 Pro kommen zwei Lautsprecher mit geschlossenem Resonanzraum zum Einsatz, ein Subwoofer fehlt. Für beide Modelle stehen zwei Klangprofile zur Wahl.
Ein spezieller Spielmodus hebt die Lautstärke von Schritten an, um deren Richtung besser erkennen zu können. Die Funktion wird ab September per OTA-Update für ausgewählte Titel bereitgestellt. Beide Smartphones unterstützen kabelgebundenes Laden mit 100 Watt und kabelloses Laden mit 50 Watt. Andere Geräte lassen sich mit bis zu 27 Watt über ein Kabel oder mit 22,5 Watt kabellos aufladen. Kabellose Ladegeräte sind separat erhältlich.
Das F9 Pro nutzt stattdessen eine beweglich gelagerte 50MP-Telekamera mit 2,5-fachem Zoom, die bereits aus einer Entfernung von 10 Zentimetern fokussieren kann. Eine Ultraweitwinkelkamera wird in der Pressemitteilung auffälligerweise nicht erwähnt.
Preis und Verfügbarkeit
Das F9 Pro ist in Weiß, Aurora Green und Schwarz erhältlich. Die Rückseite der Variante Aurora Green leuchtet im Dunkeln und lädt sich sowohl im Sonnenlicht als auch unter Innenbeleuchtung auf. Mit einem separat erhältlichen Laserpointer lassen sich darauf Muster zeichnen. Die Ausführung mit 12GB RAM und 256GB Speicher kostet 899 Euro, für 12GB RAM und 512GB Speicher werden 999 Euro verlangt. Zum Verkaufsstart sinken die Preise vorübergehend auf 739 beziehungsweise 799 Euro.














