Notebookcheck

iPad Taschen und Sleeves im Test - Teil 3

J. Simon Leitner, 16.12.2010

iPortfolio. Im dritten und letzten Test unserer iPad-Reihe fühlen wir einer ganzen Palette an Klapp-Taschen mit oder ohne Standfunktion auf den Zahn. Wie sieht es aus mit der Schutzfunktion für das iPad und wie ist es um die Verarbeitungsqualität und den dafür veranschlagten Preis bestellt?

Insgesamt 11 Taschen haben wir uns dieses Mal genauer angesehen und hinsichtlich der gewohnten Kriterien Style, Qualität, Features, Schutz und Preis begutachtet und bewertet. Vorteil dieser Taschenkategorie im Vergleich zu den Schalenlösungen im zweiten Test und den Sleeves im ersten Teil unserer Testserie ist, dass diese das iPad zugleich komplett umschließen und schützen, als auch das iPad nach dem Aufklappen des Deckels direkt verwendet werden kann, ohne dieses zuvor aus der Hülle zu nehmen. Zudem bieten einige Lösungen auch diverse Standfunktionen an, die das Tippen am Tablet aber auch das Konsumieren von Inhalten wesentlich vereinfachen.

Stilgut Perlrosa Etui

Link: Herstellerinformationen

„Perlrosa – sytisches Etui“ liest man im Titel beim Hersteller. Zu Recht, das rosafarbene Etui hebt sich deutlich von der übrigen Stilgut-Palette ab. Als Material kommt offenbar Kunstleder zum Einsatz, das an seiner Außenseite eine besondere Struktur aufweist, die dem Etui je nach Lichteinfall einen seidig schimmernden Glanz verleiht. Ein breiter Magnetverschluss hält die Mappe sicher zusammen, lässt sich im Gegenzug aber auch komfortabel öffnen. Im Inneren finden wir im Deckel ein Einschubfach, das einzelne Zettel aufnehmen kann. Das iPad wird durch ein Paar Lederschlaufen und ein Paar Gummibänder fixiert. Das Einsetzen und Herausnehmen des Tablets funktioniert einwandfrei. Zudem sitzt das Device trotz der Schlaufenlösung überraschend fest. Etwas nervig empfanden wir, dass der Kopfhöreranschluss, egal wie man das iPad in der Tasche fixierte, entweder von einem Gummiband, oder einer Lederschlaufe teils verdeckt war, und dieses bei Bedarf zur Seite gezwängt werden musste. Über die Möglichkeit das iPad in bestimmten Winkeln zu fixieren verfügt diese Tasche leider nicht.
Verarbeitungstechnisch positioniert sich dieses Case auf hohem Niveau. Nach einigen Wochen im Test zeigten sich allerdings geringfügige Abriebstellen an den Ecken des Buges.

Der formstabile Deckel als auch die Rückseite der Tasche schützen das iPad vor Druck und zu einem gewissen Grad auch vor Stößen. Für den Schutz vor Verschmutzung und Abnutzungserscheinungen eignet sich diese Schutzhülle durchaus, im Falle eines Sturzes bietet Sie allerdings nur geringen Schutz, insbesondere bei einem Aufschlag auf den Kanten.

Die pinke Hülle kann vor allem in Punkto Style überzeugen. Die Lederoptik zieht im richtigen Licht mit einem dezenten Schimmern die Blicke auf sich. Alternative Farbvarianten sind nicht verfügbar, sind für das Zielpublikum aber wohl auch nicht notwendig. Kombiniert mit der richtigen Handtasche wird man sich so schnell nicht wieder von seiner „Stilgut Perlrosa“ trennen wollen. Amazon listet dieses Etui ab 59 Euro. Für Style und Qualität muss man eben etwas tiefer in die Tasche greifen. Unsere Wertung:
Style: 5/5, Qualität: 4/5, Features: 2/5, Schutz: 3/5, Preis: 1/5 - Gesamt 3/5 Punkte

» Das Stilgut Perlrosa Etui ist derzeit ab 59,- bei Amazon.de erhältlich

Stilgut Slimcase Leder

Link: Herstellerinformationen

Echtes Leder soll es sein? Dann sind sie möglicherweise beim Stilgut Slimcase an der richtigen Adresse. Dieses kombiniert eine robuste Kunststoffschale mit den haptischen Qualitäten eines Leder-Portfolios. Das Einsetzen des iPads in die Schale bedarf schon einiges an Kraftaufwand. Dann krallen sich die Kunststoffecken um das iPad und halten dieses fest. Wie fest, das mussten wir schmerzlich erfahren, als wir unseren Tablet-PC dann mal wieder befreien wollten. Ohne Zuhilfenahme von diversen Werkzeugen sind umgebogene und abgebrochene Fingernägel vorprogrammiert.
Ausgezeichnet gefallen hat uns die Möglichkeit, das iPad in zwei verschiedenen Winkeln zu fixieren. Dies erleichtert die Fingereingabe teils deutlich, oder ermöglicht entspanntes Zurücklehnen beim Betrachten eines Videos. Verarbeitungstechnisch spielt das Slimcase in der obersten Liga. Echtes, robustes Rindsleder gepaart mit sauberen Nähten lassen keinen Raum für Kritik. Dennoch, was sehen wir da im Bereich der Kunststoffkrallen? Einen ertastbaren Grat. Das hätte angesichts des sehr guten Gesamteindrucks nun wirklich nicht sein müssen.

Die umfassende Schutzfunktion des Stilgut Slimcase sehen wir als durchaus gegeben. So können nicht nur Gebrauchsspuren, Schmutz und mögliche Displaykratzer erfolgreich abgehalten werden, auch gegen Druck und Stöße kann die Hülle etwas entgegen setzen. Durch den festen Sitz in der Kunststoff-Schale und die massiven Ecken, könnte die Hülle auch im „Worst-Case“, sprich einem Sturz zu Boden, das schlimmste verhindern.

Die Lederoptik dominiert den Auftritt dieser Hülle. Die markanten hellen Ziernähte unterstützen diesen Eindruck, der Ledergeruch sorgt für das Tüpfelchen auf dem i. Stilgut bietet das Slimcase entweder in Schwarz, oder aber auch in einem Hellbraun, stilecht als „Cognac“ bezeichnet, an. Wie das „Perlrosa“ liegt auch das Slimcase bei 59 Euro im Amazon Online-Store. Unsere Bewertung lautet wie folgt:
Style: 5/5, Qualität: 4/5, Features: 4/5, Schutz: 5/5, Preis: 1/5 - Gesamt 3.8/5 Punkte

» Das Stilgut Slimcase Leder ist derzeit ab 59.- bei Amazon.de erhältlich

Stilgut Ultraslim Case

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Weiter geht es mit einem weiteren Produkt aus dem Hause Stilgut, genannt „Ultraslim Case“. Wie man bei Stilgut hier die Messlatte ansetzt können wir zwar nicht nachvollziehen, so ist unserem Ermessen nach das Ultraslim Case nicht wirklich schlanker als das Slimcase. Allerdings bietet es doch ein gänzlich anderes Konzept was die Halterung des Tablets als auch die möglichen Features betrifft. Das iPad wird hier in den Unterteil der Tasche eingeschoben und von zwei mit Kunstleder bezogenen Krallen gehalten. Zusätzlich sorgen Halterungen an den Ecken für einen festen Sitz des iPads.
Will man nun das iPad in einem Winkel seiner Wahl fixieren, klappt man dieses zur Hälfte aus der Unterschale heraus und stellt es in die entsprechende Einkerbung auf der Innenseite des Case-Deckels. Das Ultraslim Case kennt hier insgesamt fünf verschiedene Winkel, von leicht angehoben für angenehmes Tippen bis hin zu nahezu senkrecht bei der Betrachtung von Videos und Präsentationen. Verarbeitungstechnisch rangiert auch das Ultraslim Case auf dem hohen Niveau der übrigen Stilgut Produkte. Mögliche Schwächen konnten von uns nicht ausgemacht werden.

Die formstabile und gepolsterte Unterschale bzw. Deckel schützen das iPad gut vor Verschmutzung, Gebrauchsspuren und Druck. Auch mäßige Stöße kann das Case durchaus verkraften. Die Ecken des Pads sind ebenso gut geschützt, allerdings dürfte der Schutz im Falle eines Sturzes etwas geringer ausfallen als etwa bei der Slimcase-Variante. Der Verschluss krallt sich um die Seitenkante und ist für unseren Geschmack teils etwas zu mühsam zu öffnen.

Auch das Ultraslim Case von Stilgut setzt auf eine gediegene Lederoptik und spricht damit wohl eher Geschäftsleute an. Auch der Preis zeigt eindeutig in diese Richtung: 59 Euro müssen für das Ultracase Slim von Stilgut au den Tisch geblättert werden. Alternative Farbvarianten gibt es zu diesem Produkt nicht. Folgend unsere Wertung:
Style: 5/5, Qualität: 5/5, Features: 5/5, Schutz: 4/5, Preis: 1/5 - Gesamt 4/5 Punkte

» Das Stilgut Ultraslim Case ist derzeit ab 59,- bei Amazon.de erhältlich

Stilgut Folio Tasche

Link: Herstellerinformationen

In Leder geht es weiter, diesmal wieder aus tierischer Quelle. Die Stilgut Folio Tasche will nach dem Vorbild eines Notebooks aufgeklappt und nahezu stufenlos im (Öffnungs)winkel angepasst werden. Das iPad muss zuvor zwischen zwei mit Gummibändern verbundene Lederteile eingeschoben werden. Mittels einer Klettverschluss-Lasche wird dieses dort fixiert. Ähnlich dem Prinzip beim Ultraslim Case kann der Tablet dann in etwa seiner mittleren Achse gekippt werden, und die freie Unterkante auf die Innenseite des Taschenumschlages gesetzt werden. Ein schmaler Klettverschlussstreifen sorgt dann auch hier für ausreichend Halt.
Vom Prinzip her funktionierte dieses Konzept eigentlich ganz gut. Nicht so gut gefallen hat uns allerdings der etwas wackelige Charakter, den die Tasche in der Standfunktion nicht ablegen kann. Zudem steht der Umschlag im geschlossenen Zustand etwas ab und muss durch ein Gummiband in Position gehalten werden. Die Verarbeitung ist auf hohem Niveau, vergleichbar mit den vorhergehenden Produkten.

Die Folio-Tasche schützt das iPad zuverlässig gegen Gebrauchsspuren, Schutz und auch vor Druck und Stößen. Da das Tablet allerdings nicht fest in einer Hülle sitzt, und lediglich von Gummibändern in Position gehalten wird, ist auch hier der Sturzschutz als vernachlässigbar zu beschreiben.

Auch beim Folio geht es in erster Linie um die Leder-Optik, die einen Hauch von Business versprüht. Man kann hier allerdings zwischen zwei Farbvarianten, chocolate und schwarz, wählen. Im Vergleich zu seinen „Slim“-Kollegen wirkt das Folio beinahe schon klobig. Auch die abstehende Ledereinfassung des iPads vermochte uns im Test nicht zu überzeugen, da man hier immer wieder mit den Fingern anstößt. „100% Passgenauigkeit“ wie auf der Herstellerseite zu lesen gilt unserer Ansicht nach für die beiden Slim-Lösungen, nicht allerdings für das Folio. Der Einheitspreis von 59 Euro reiht das Stilgut Folio auf einer Ebene mit seinen Kollegen. Unsere Wertung:
Style: 3/5, Qualität: 5/5, Features: 4/5, Schutz: 3/5, Preis: 1/5 - Gesamt 3.2/5 Punkte

» Das Stilgut Folio ist derzeit ab 59.- bei Amazon.de erhältlich

Stilgut Scarsela „Luxusledertasche“

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Gleich vorweg: Auch die „Scarsela“ versprüht nicht wirklich mehr oder weniger Luxus als die anderen Taschen von Stilgut, dies bestätigt auch der Preis. Raten Sie mal – Richtig, 59 Euro. Auch hier darf man sich dafür an dem duftenden Leder erfreuen. Die Scarsela kombiniert die Art der Halterung des iPads der Folio mit dem Ständermechanismus der Slimcase. Heraus kommt eine weitere elegante Hülle von Stilgut, die eine ganze Reihe an Einsatzmöglichkeiten birgt. Das Tablet wird aufgrund des Wegfallens der Gummibänder besser in Position gehalten und auch insgesamt fällt die Scarsela deutlich schlanker aus als das Folio. Möglicher Kritikpunkt wäre auch hier, dass die Lederränder rund um das iPad nicht immer komplett anliegen. Dass alle Ports und Buttons gut erreichbar sind, versteht sich von selbst.
Im Gegensatz zu Slimcase verzichtet diese Taschenlösung auf eine Schlaufe zum Verschließen und setzt auf zwei kleine Magneten die den Deckel in geschlossener Position halten sollen. Ihre Zugkraft bewerten wir aber als überaus gering. Rascher klappt allerdings das Umbauen in die Standfunktion als bei der Slimcase Losung, da hier der Deckel lediglich in die vorgesehene, abstehende Lasche eingehängt werden muss.

Die Schutzfunktion bewerten wir etwas besser als bei der Folio-Tasche, da das iPad durch umlaufende Lederteile in Position gehalten wird. Deckel sowie Unterseite der Hülle schützen vor Abnutzungserscheinungen und mäßigem Druck und Stößen. Auch hier wird kein ausreichender Fallschutz in Form stabiler Kanten geboten.

Wie beim Slimcase stehen auch bei der Scarsela zwei verschiedene Farbvarianten zur Wahl. Entweder im klassischen Schwarz oder alternativ auch im hellen Cognac sollte die Hülle jedem Leder-Liebhaber gerecht werden.Unsere Bewertung lautet wie folgt:
Style: 4/5, Qualität: 5/5, Features: 4/5, Schutz: 3/5, Preis: 1/5 - Gesamt 3.4/5 Punkte

» Die Stilgut Scarsela ist derzeit ab 59.- bei Amazon.de erhältlich

Hama Portfolio „Arezzo“

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Weiter geht es mit einer Portfolio-Lösung von Hama. Hier wird allerdings nicht auf eine Lederoptik gesetzt, sondern vielmehr auf ein schlichtes Kunstfasergewebe, das einen eher technoiden Charakter verleiht. Auf Ziernähte oder Einlagen zur Ablage von Zetteln usw. wird verzichtet, ebenso auf eine Vorrichtung das iPad vor dem unbeabsichtigten Herausrutschen bei umgeklappter Hülle zu bewahren. Entgegen den Poduktfotos auf der Herstellerseite zeigte unser Testexemplar eine Ausnehmung für den Home-Button als auch für den Helligkeitssensor des iPads. Der Deckel wird durch zwei Magneten in geschlossener Position gehalten. Alle Anschlüsse und Buttons rund um das iPad bleiben gut erreichbar.
Auch beim Arezzo können wir eine teils stark abstehende Umrandung beim Display des Tablets beobachten. Dies sieht nicht nur unschön aus, es stört teilweise auch bei der Bedienung des iPads.

Das Portfolio bietet einen guten Schutz gegen Kratzer und Verschmutzungen, zeigt sich mit der glatten Kunstfaseroberfläche auch selbst sehr widerstandsfähig gegen Abnutzungserscheinungen. Stöße und Druck können bis zu einem gewissen Grad absorbiert werden, bei dem Gedanken an einen Sturz muss sich das Arezzo aber geschlagen geben. Zu gering fällt der Kantenschutz aus und zu wenig fest wird das iPad in Position gehalten.

Bei Amazon finden wir insgesamt drei verschiedene Farbvarianten. Zum einen unser schwarzes Exemplar, weiters eine weinrote Variante als auch ein grau-silbernes Portfolio. Preislich positioniert sich das Hama Arezzo mit 16-18 Euro, je nach Anbieter und Farbvariante, im unteren Feld. Unsere Bewertung lautet wie folgt:
Style: 3/5, Qualität: 4/5, Features: 2/5, Schutz: 3/5, Preis: 5/5 - Gesamt 3.4/5 Punkte

» Das Hama Portfolio „Arezzo“ ist derzeit ab 16.- bei Amazon.de erhältlich

Dicota PadBook

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Passend zum PadCover bietet Dicota auch das PadBook, das sich mit einem ähnlichen Stoff-Design von den Lösungen anderer Marken absetzen will. Die Vorderseite des PadBooks ziert ein Stoffbezug aus Wolle und Acryl mit einer schwarz-weißen Fischgräten-Struktur. Die Rück- und Innenseiten sind nicht aus blauem Nylon wie beim PadCover sondern ebenso aus einem schwarzen Kunstfasermaterial gefertigt. Verarbeitungstechnisch gibt es nichts auszusetzen, allerdings sitzt der Deckel für unseren Geschmack etwas zu wackelig und auch der Magnetverschluss hält nur mit überaus geringer Zugkraft.
Das iPad selbst wird in eine Lasche an seiner Unterkante eingesetzt und mit einem Gummizug an der Oberseite fixiert. Dieser verfügt auch über eine kleines Loch für den Helligkeitssensor, der aufgrund der flexiblen Gummilaschen gerne immer wieder unter das umliegende Material rutscht und so trotzdem verdeckt wird. Dicota integriert im PadBook zwei Standfunktionen. An der Rückseite der Hülle können zwei Stützen ausgeklappt werden (magnetisch gehalten) und das iPad in zwei Positionen am Tisch abgestellt werden.

Der Umschlag des PadBooks ist an sich sehr formstabil und kann punktuellen Druck gut verteilen. Auch gegen Abnutzungserscheinungen und leichte Stöße schützt das Cover zuverlässig. Im Falle eines Sturzes kann das PadBook kaum überzeugen. Dazu fehlt zum einen ein zuverlässiger Kantenschutz, eine stramme Fixierung des iPads als auch eine sichere Verschlusslösung des Portfolios selbst.

Entgegen dem alternativen pinken Outfit beim PadCover ist das PadBook nur in der vorliegenden Schwarz/Weiß Kombination verfügbar. Der Einsatz eines blauen Futterals hat sich auf die Innenseite der magnetischen Verschlusslasche beschränkt. Insgesamt zeigt das PadBook dennoch ein attraktives äußeres, wirkt allerdings irgendwie sehr „british“, Burlington und Co seien gegrüßt. Mit einem Preis ab 33 Euro will sich die Hülle auch eindeutig vom billigen Einstiegssegment absetzen. Unsere Bewertung:
Style: 4/5, Qualität: 4/5, Features: 4/5, Schutz: 3/5, Preis: 3/5 - Gesamt 3.6/5 Punkte

» Das Dicota PadBook ist derzeit ab 33.- bei Amazon.de erhältlich

Artwizz SeaJacket Leather

Link: Herstellerinformationen

Auch der Zubehör-Anbieter Artwizz hat für Leder-Freunde ein entsprechendes Produkt im Programm. Das SeaJacket Leather besteht aus echtem Leder und untermauert dies auch mit einem passenden Geruch. Haptisch fühlen sich die Oberflächen samtig weich und durchaus hochwertig an. Dennoch, insgesamt will sich bei uns trotzdem kein Glücksgefühl einstellen. Die Hülle wirkt unförmig und will sich auch nicht so recht an unser iPad anpassen. Teils abstehende Lederränder rund um das Display und ein nicht satt aufliegender Displaydeckel tragen dazu ihren Teil bei.
Der Deckel dient gleichzeitig als Ständer und kann das iPad wie etwa schon bei der Slimcase-Lösung von Stilgut in zwei verschiedenen Positionen fixieren. Nicht überzeugen konnte uns die Überdeckung des Home-Buttons, der schon sehr tief gedrückt werden muss um auch anzusprechen, als auch die tiefe Lage des On/Off-Tasters.

Die Schutzfunktion des SeaJacket Leather beschränkt sich unserer Meinung nach auf Gebrauchsspuren und Verschmutzung. Gegen Druck auf das sensible Display des Tablets hat die Tasche wenig entgegen zu setzen, liegt der Deckel doch nur im inneren Bereich des Bildschirmes auf und gibt einwirkende Druckkräfte direkt an diesen weiter. Auch im Falle eines Sturzes bietet das SeaJacket Leather einen nur unzureichenden Schutz.

Alternative Farbvarianten sind zu diesem Casing nicht verfügbar. Das Design ist geprägt von den Echtlederoberflächen, vermochte uns aber aufgrund der abstehenden Teile nicht wirklich zu überzeugen. Ob sich dies mit der Zeit der Verwendung bessert ist fraglich, denn Leder gibt eher etwas nach als das sich der Sitz verbessert. Preislich liegt das SeaJacket Leather ab etwa 40 Euro ebenso in der Oberklasse. Unsere Wertung:
Style: 3/5, Qualität: 3/5, Features: 4/5, Schutz: 2/5, Preis: 3/5 - Gesamt 3.0/5 Punkte

» Das Artwizz SeaJacket Leather ist derzeit ab 40.- bei Amazon.de erhältlich

Cool Bananas TimeLess

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Cool Bananas bieten in der Kategorie der Klapp-Taschen mit oder ohne Standfunktion ebenso eine Reihe an Produkten. Den Start macht eine braune Kunstledertasche, die sich in erster Linie durch ihren Deckel der nicht über die Breitseite aufklappt, von den meisten alternativen Lösungen unterscheidet. Als Material der Wahl kommt hier Kunstleder und eine Art Nylongeflecht zum Einsatz. Auf diverse Standfunktionen wird hier ebenso verzichtet wie auf ein mögliches Staufach für Kleinkram, etwa Visitenkarten.
Das iPad wird von oben in die Tasche eingeschoben, wobei es keine Vorrichtung zur Fixierung des Tablets gibt. Dennoch, die Hülle sitzt straff und das iPad neigte zumindest nicht in den ersten Tagen der Verwendung zum Herausrutschen. Alle Schnittstellen und Schalter sind gut erreichbar, der On/Off-Taster allerdings nur im aufgeklappten Zustand, was bei der Bedienung aber nicht weiter stört. Kopfhörer können auch im zugeklappten Zustand angeschlossen werden, allerdings muss man sie beim Öffnen abziehen, was schon eher nervig werden könnte. Der Deckel wird durch zwei kleine Magneten in zugeklappter Position gehalten.

Die Schutzfunktion gegen Schmutz, Gebrauchsspuren wie etwa Kratzer oder Schleifspuren aber auch Druck und leichte Stöße erfüllt das TimLess unserer Ansicht nach überzeugend. Der Deckel ist sowohl ausreichend formstabil und besitzt zudem eine weiche Polsterung. Im Falle eines Sturzes wird das iPad zwar durch stabile überstehende Lederecken geschützt, dennoch könnten speziell die Ecken des Tablets am Boden aufschlagen und so zu Beschädigungen führen.

Cool Bananas bietet zwei verschiedene Ausführungen der Timless Klapp-Ledertasche an. Hier wäre etwa unsere braune Variante zu nennen, alternativ ist diese auch in Schwarz verfügbar. Preislich liegt diese Schutzhülle ab attraktiven 18 Euro. Hier unsere Wertung:
Style: 4/5, Qualität: 4/5, Features: 2/5, Schutz: 4/5, Preis: 5/5 - Gesamt 3.8/5 Punkte

» Das Cool Bananas TimeLess ist derzeit ab 18.- bei Amazon.de erhältlich

Cool Bananas TheBook

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„TheBook“ bezeichnet treffend die meisten Vertreter der Klasse der aufklappbaren iPad-Taschen. Wie viele Kollegen bedient sich auch TheBook der gediegenen Lederoptik um möglichst hochwertig zu wirken, auch wenn schließlich nur ein Lederimitat zum Einsatz kommt. Die Haptik beurteilen wir dennoch als ansprechend und auch bei den Nähten gibt es keinen Grund zur Kritik. Etwas mühsam gestaltete sich das Einsetzen des iPads, da die dafür vorgesehenen Schlaufen überaus eng ausgelegt sind. Dafür sitzt dieses dann auch absolut fest im Umschlag.
Die Hülle bietet an der Innenseite des Deckels ein Staufach für einzelne Zettel und eine Schlaufe für die Fixierung eines Stiftes oder Kugelschreibers. Nicht so gut gefallen hat uns, dass wahlweise der Kopfhöreranschluss oder der On/Off-Schalter, je nach Ausrichtung des iPads beim Einsetzen, durch die Lederschlaufen an der rechten Seite bedeckt wird. Auch fehlt eine Möglichkeit zum Fixieren der Verschlussschlaufe, die im geöffneten Zustand etwas störend unkontrolliert absteht.

Auch hier gilt: die Schutzfunktion gegen Abnutzungserscheinungen, Verschmutzung, leichte Stöße und Druck ist als Gut zu bewerten. Sollte das iPad allerdings einmal zu Boden gehen, könnten auch hier die empfindlichen Kanten zu Schaden kommen, trotz des vorbildlich festen Sitzes des Device in der Hülle.

„Das Buch“ gibt es ausschließlich im schwarzen Lederoutfit. Alternative Farbvarianten werden bisweilen nicht angeboten. Positiv überrascht werden wir abermals beim Preis: bereits ab 23 Euro ist die Hülle zu haben, ein mehr als faires Angebot. Unser Bewertung lautet wie folgt:
Style: 4/5, Qualität: 4/5, Features: 2/5, Schutz: 4/5, Preis: 4/5 - Gesamt 3.6/5 Punkte

» Das Cool Bananas TheBook ist derzeit ab 23.- bei Amazon.de erhältlich

Cool Bananas TheRamp

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Auch wenn der Name etwas hart klingen mag, die Oberfläche aus weichem Kunstleder fasst sich angenehm samtig an. Leider tendiert der lederartige Überzug etwas zu Faltenbildung, was den Qualitätseindruck insgesamt etwas trübt. Auf den ersten Blick beinahe unerkannt bleibt die integrierte Standfunktion durch einen abknickbaren Deckel. Dieser wird dann mit der Verschlussschlaufe auf der Rückseite fixiert und kann das iPad so in zwei verschiedenen Winkeln halten.
Wie bei allen vergleichbaren Taschenkonzepten, hat auch TheRamp mit einer nicht durchgängig satt aufliegenden Umrandung beim Display zu kämpfen. Sehr deutlich ist dies auf der Seite des Buges zu erkennen, wo die Umrandung nur locker auf dem iPad aufliegt und teils mehrere Millimeter weit absteht. Fixiert wird das Tablet durch zwei darunter liegende Gummibänder.

Während die Rückseite des Umschlages eine stolze Dicke aufweist, gibt sich der Deckel eher dünnwandig und kann das Display nur geringfügig vor Druckbelastung schützen. Gegen Verschmutzung und Abnutzungserscheinungen ist das iPad allerdings auch hier sicher verwahrt. Der Sturzschutz fällt vernachlässigbar aus, da die Kanten des iPads kaum geschützt werden und direkt am Untergrund aufschlagen könnten.

Interessant die Farbauswahl. TheRamp ist nämlich lediglich in braun, sorry „Cognac“, verfügbar. Attraktiv allerdings auch hier der Preis: Amazon listet die Tasche ab 25 Euro. Unsere Bewertung lautet nach den genannten Beobachtungen wie folgt:
Style: 4/5, Qualität: 3/5, Features: 4/5, Schutz: 3/5, Preis: 4/5 - Gesamt 3.6/5 Punkte

» Das Cool Bananas TheRamp ist derzeit ab 25.- bei Amazon.de erhältlich

Fazit

Auch in der Disziplin der Klapptaschen mit oder ohne Standfunktion lagen unsere Ergebnisse teils sehr eng beisammen. Dennoch, es gibt unserer Meinung nach im getesteten Feld insgesamt doch einen verdienten Sieger sowie zwei zumindest empfehlenswerte Hüllen. Platz eins gebührt dem Ultraslim Case aus dem Hause Stilgut. Diese Lösung kombiniert guten Schutz für das iPad mit zusätzlichen verschiedenen Standfunktionen und befindet sich hinsichtlich Qualität und Verarbeitung auf höchstem Niveau. Etwas schmerzhaft ist allerdings der Preis: Mit 59 Euro muss man schon vergleichsweise tief in die Taschen greifen.

Neben dem Ultraslim Case können wir zwei weitere Taschen als „Empfehlenswert“ hervor heben. Zum einen wäre dies die TimeLess-Lösung von Cool Bananas, die zu einem besonders attraktiven Preis von unter 20 Euro ein hochwertiges Äußeres bietet und auch der Schutz des iPads nicht zu kurz kommt. Verzichten muss man hier aber auf diverse Standfunktionen.

Weiters können wir im Resümee das Stilgut Slimcase aus echtem Leder positiv vermerken. Mit einer robusten Kunststoff-Unterschalle in Verbindung mit hochwertigen Lederapplikationen und zwei verschiedenen Standvarianten lässt auch diese Lösung nahezu jegliche Kritik von sich abprallen. Einziger Wehrmutstropfen auch hier: Startpreis ab 59 Euro.

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Autor: J. Simon Leitner, 16.12.2010 (Update:  6.06.2013)
J. Simon Leitner
J. Simon Leitner - Founder, Editorial Director - @simleitner
Nach meinem Studium an der TU-Wien widmete ich mich als Mitbegründer vollends dem Projekt Notebookcheck. Seit Commodore C64 und Atari 1040 ST sind Computer fester Bestandteil meiner täglichen Aktivitäten. Meinen Energieausgleich finde ich vor allem bei sportlichen Aktivitäten in freier Natur.