Notebookcheck

Test Cooler Master Storm Inferno Gaming-Maus

Felix Sold, 21.12.2010

Heißes Gerät. Cooler Master bringt mit der Inferno eine eigene Gaming-Maus auf den Markt, die unter dem bekannten „Storm“-Label verkauft wird. Für 49 Euro (UVP) bekommt man eine Gaming-Maus mit 4000 DPI Twin-Laser-Sensor, integriertem Speicher und auffälliger Beleuchtung. Ein wahres Gaming-Schnäppchen mit netten Features oder nur eine Maus mit Gaming-Ambitionen?

Microsoft Arc Touch Mouse

Die Inferno Gaming-Maus ist ein Gerät aus der bekannten Storm-Serie von Cooler Master. Dieses richtet sich vor allem an PC-Spieler, wobei das Design der Linie treu bleibt. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 49 Euro liegt die Inferno im preislichen Mittelfeld. Vergleichbare Mäuse im Premium-Segment kosten im Vergleich schnell zwischen 70 und 100 Euro.

Der Lieferumfang ist recht schlank gehalten und es findet sich neben der Maus nur eine Software-CD mit den Treibern und der eigenes entwickelten Software. Die Verpackung macht einen hochwertigen Eindruck und enthält viele nützliche Informationen sowie ein kleines Sichtfenster mit der Möglichkeit die Maus anzufassen.

Technische Daten

  • Abmessungen: 80 x 135 x 40 Millimeter (B x T x H)
  • Gewicht: 170 Gramm inklusive Anschlusskabel
  • 11 Maustasten + Mausrad
  • LED-Beleuchtung der gewählten DPI-Abstufung + LED-Beleuchtung der Maus
  • Abtastung: max. 4000 DPI, Twin-Laser-Sensor (Storm Tactical Laser)
  • Integrierter 128 kb Speicher für Einstellungen
  • Kabelgebunden, vergoldeter USB-A-Stecker

Design und Verarbeitung

Im Bereich Design wollte Cooler Master keine Risiken eingehen und nutzt die übliche Form einer „Desktop“-Maus, wobei die elf verfügbaren Maustasten das Erscheinungsbild dominieren. Durch die kompakte Form, den vertieften Bereich um das Mausrad sowie die Farbgebung (Schwarz, Grau, Anthrazit) wirkt die Maus sehr modern. Hochglänzende Parts frischen die Optik auf, wobei die Front sehr markant ist. Diese ist mit einem feinen Mash-Gitter versehen, wodurch eine „böse“ Optik entsteht und der Slogan „Evoke your Killer Instincts“ unterstrichen wird.

Die verwendeten Materialien beschränken sich ausschließlich auf Kunststoff sowie gummierte Parts. Diese finden sich an den Seiten der Maus, da diese leider keine Ablagemöglichkeiten für den Daumen oder den kleinen Fingern bieten. Der subjektive Eindruck der Verarbeitung und Haptik können überzeugen. Die Stabilität des Gehäuses lässt keinen Anlass und ein „Knarren“ oder „Knacken“ konnten wir nicht feststellen.

Cooler Master Storm-Produkt
Cooler Master Storm-Produkt
Schlichte Farbgebung
Schlichte Farbgebung
Gummierte Seitenteile
Gummierte Seitenteile
Auffällige Beleuchtung
Auffällige Beleuchtung

Features

Die Features und Funktionen der Inferno reichen von nützlichen Einstellungen bis hinzu Schnick-Schnack, den man eigentlich nicht braucht, das Image der Inferno aber unterstreicht. Am nützlichsten erscheint der integrierte Speicher für die Einstellungen.

Weniger nützlich und manchmal störend sind die insgesamt elf verfügbaren Maustasten, die sich über die gesamte Oberfläche verteilen. Aufgrund deren Positionierung und der Form eignet sich die Maus nicht für Linkshänder. Die beiliegende Software von Cooler Master für Microsoft Windows bietet neben der Tastenkonfiguration, die sich je nach Spiel verändern lässt, zahlreiche Funktionen, die keine Wünsche offen lassen. So lassen sich zusätzlich die Scroll-Geschwindigkeit des Mausrads, die Abtastungsraten, die Beleuchtung, eigene Macros sowie Scripte einstellen beziehungsweise einfügen.

Der integrierte Twin-Laser-Sensor bietet eine maximale Abtastung von 4000 DPI, wobei die Inferno-Software feine Abstufungen ab 500 DPI ermöglicht. Im laufenden Betrieb kann die Abtastung über den zentralen Button in fünf Stufen geändert werden. Mit dem Hochleistungs-Laser der Mionix NAOS 5000 kann die Inferno aber nicht mithalten.

Einer auffälligen Gaming-Maus darf die passende Beleuchtung in Rot nicht fehlen. Neben einem Logo bietet die Inferno zahleiche LEDs. In diesem Punkt kann man zwischen vier Modi auswählen: komplette Beleuchtung (Full Color), Intervallbeleuchtung (Breathing), deaktivierte Beleuchtung (Disable) und eine Beleuchtung je Mausklickt, die sich stilvoll Rapid Fire nennt.

Hat man alle Einstellungen individuell getroffen, lassen sich diese in den integrierten Speicher der Maus übertragen. Mit 128 Kilobyte ist dieser nicht sonderlich groß, aber für die Einstellungen und Skripte mehr als ausreichend. Ein weitere Vorteil: ohne Installation der Software lassen sich die Einstellungen an einem anderen Rechner verwenden.

Auch unter Linux (getestet mit Ubuntu 10.10) und Mac OS X (10.6.5) lässt sich die Maus von Cooler Master verwenden, wobei die Software für dieses Systeme nicht angeboten wird und damit der Mehrwert verloren geht. Ein weitere Nachteil ist das fehlende Gewichtsmanagement der Inferno. Diese wiegt samt Kabel 170 Gramm, aber eine leichte Modifikation (+/- 40 Gramm) würde viele Nutzer erfreuen.

Leistung

Twin-Laser-Sensor
Twin-Laser-Sensor mit maximal 4000 DPI

Auch bei der täglichen Nutzung kann die Inferno von Cooler Master überzeugen. Der Tastendruckpunkt und die Haptik sind angenehm, wobei die elf Tasten die Ergonomie unter Umständen stören können. Hat man sich an die Vielzahl gewöhnt und das Nutzen der zahlreichen Möglichkeiten entdeckt, macht das Arbeiten durchaus Spaß. Die Einstellungen der eigenen Software ist sehr umfangreich und jeder Anwendungsbereich wird abgedeckt. Eine Übertragung via Funk entfällt, da die Maus über ein USB-Kabel angeschlossen wird. Für eine fehlerfreie Übertragung wird ein vergoldeter USB-A-Stecker geboten.

Über drei große Pads an der Unterseite werden gute Gleiteigenschaften geboten. Die Form der Maus ist nicht außergewöhnlich und entspricht dem Standard. Personen mit größeren Händen empfinden wahrscheinlich die größere Logitech Performance Maus MX oder das Gaming-Pendant G500 als Angenehmer, da die Auflagefläche größer ist.

Der Twin-Laser-Sensor von Cooler Master leistet mit maximal 4000 DPI eine gute Abtastleistung, die keine Wünsche kaum Wünsche offen lässt. Die Oberflächenerkennung hat bei einer Glasplatte die Grenze erreicht und Geräte mit DarkField-Sensor (wie die Anywhere MX) liegen im Vorteil. Die feine Abstufung über die Software und die fünf direkt anwählbaren DPI-Einstellungen können überzeugen und ein schneller Wechsel ist ebenfalls möglich.

Grüne Taste für DPI-Settings
Grüne Taste für DPI-Settings
Angenehmer Druckpunkt der Tasten
Angenehmer Druckpunkt der Tasten
Vergoldeter Stecker (Kabel: 1,8 Meter)
Vergoldeter Stecker (Kabel: 1,8 Meter)

Konkurrenz

Die Konkurrenz bilden zahlreiche Mäuse auf dem Markt. Vielversprechend sind die bekannte G500 Gaming-Maus vom Peripherie-Hersteller Logitech, die sehr gute Roccat Kone[+] oder die relativ unbekannte, aber überzeugende Mionix NAOS 5000 Maus aus Schweden. Die Logitech G500 ist im Vergleich etwas günstiger zu bekommen und die NAOS mit Gewichtsmanagement liegt mit knapp 70 Euro im gehobenen Segment.

Für mobile Geräte eignet sich beispielsweise die Roccat Pyra. Diese Mini-Gaming-Maus kann trotz Funkübertragung überzeugen. Preislich liegt dieses Produkt auf ähnlichem Niveau.  Die kleine kabelgebundene Ferret (Frettchen) von Speedlink ist mit knapp 20 Euro erheblich günstiger.

Fazit

Nach dem Testzeitraum mit der Cooler Master Storm Inferno Gaming-Maus bleibt ein positiver Eindruck. Die Form ist nicht weiter außergewöhnlich, die Verarbeitung und Gehäusestabilität überzeugen. Die Ergonomie ist durch die Vielzahl an Maustasten und fehlendes Gewichtsmanagement nicht perfekt, aber ausreichend. Auch der Lieferumfang kann nicht vollkommen überzeugen.

Die Leistung des Twin-Laser-Sensor mit einer maximalen Abtastung von 4000 DPI, der integrierte Speicher sowie die umfangreiche Software sind wichtige Pluspunkte, wobei diese nur mit Windows-Betriebssystem genutzt werden kann. Die auffällige Beleuchtung ist Geschmackssache, hinterlässt aber einen guten Eindruck.

Insgesamt ein durchdachtes Produkt mit einigen Schwächen. In der Kombination mit weiteren Produkten der Storm-Serie von Cooler Master ergibt sich ein passendes Bild. Der Preis ist mit 49 Euro (UVP) beziehungsweise 41 Euro im Preisvergleich angemessen, wobei vergleichbare Produkte teilweise günstiger zu haben sind (Logitech G500). Die Cooler Master Storm Inferno bekommt aufgrund dieser Preis-Leistung von uns die Einstufung „Empfehlenswert“.

» Die Cooler Master Storm Inferno Gaming-Maus ist derzeit ab 41,- bei Amazon.de erhältlich


static version load dynamic

Diesen Artikel kommentieren / Antworten:

> Notebook Test, Laptop Test und News > Eigene Testberichte > Sonstige Tests > Test Cooler Master Storm Inferno Gaming-Maus
Autor: Felix Sold (Update:  6.06.2013)