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AVM Fritz!WLAN Repeater 600, 1200, 1750E, 2000 und 3000 im Test

Klaus Hinum 👁, Katja Steyrleuthner, 10.12.2019

Please Repeat! Mit der Fritz!WLAN Repeater Familie bietet AVM eine Reihe von kleinen Geräten zur schnellen und einfachen Erweiterung der Reichweite des WLAN-Netzwerkes an. Im Test betrachten wir die vier neuen und einen Repeater der älteren Serie und klären welcher sich für welchen Einsatz eignet.

Nachdem wir uns im Test der Fritz!Box 7590 bereits den älteren Fritz!Repeater 1750e angesehen haben, hatten wir nun die Gelegenheit  die neuesten Repeater von AVM zu testen. Diese rangieren vom kleinen 600er um etwa 40 Euro (bei Amazon) über den 1200er um etwa 60 Euro (bei Amazon) und dem 2400er um etwa 80 Euro (bei Amazon) bis zum 3000er Topmodell um etwa 115 Euro (bei Amazon). Das Design der Repeater ist dezent, stilsicher und sollte dadurch in die meisten Wohnungen passen. Bis auf das Topmodell werden die Boxen direkt in eine Steckdose gesteckt. Die Verarbeitung unserer Testgeräte von AVM is ohne Tadel und die Materialwahl angemessen.

Name WLAN LAN Preis (Amazon)
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 3000 3 Funkeinheiten: 5 GHz AC 1.733 MBit/s + 5 GHz AC 866 MBit/s + 2.4 GHz N 400 MBit/s 2x Gigabit 115 Euro
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 2400 2 Funkeinheiten: 5 GHz AC 1.733 + 2.4 GHz N 600 MBit 1x Gigabit 80 Euro
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 1750E 2 Funkeinheiten: 5 GHz AC 1.300 + 2.4 GHz N 450 MBit 1x Gigabit 66 Euro
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 1200 2 Funkeinheiten: 5 GHz AC 866 + 2.4 GHz N 400 MBit 1x Gigabit 60 Euro
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 600 1 Funkeinheit: 2.4 GHz N 600 MBit kein 39 Euro
 
 

WLAN Repeater - Wofür?

Ein WLAN Repeater ist gedacht um ein bestehendes WLAN in der Reichweite zu erweitern. Dies bietet sich an um z.B. das WLAN auch in ein zusätzliches Stockwerk zu bringen oder auch das WLAN im Garten oder der Garage zu erweitern. Viele moderne Autos können z.B. Updates per WLAN beziehen, haben aber keine leistungsstarken Antennen verbaut. Hier bietet es sich an einen Repeater direkt in der Garage oder vor dem Parkplatz anzuschließen. Die aktuellen Modelle von Tesla sind hier als Beispiel zu nennen.

Für diese Szenarien schließt man den Repeater entweder auf halber Strecke, mit noch gutem Empfang an eine Steckdose und der Repeater baut ein Mesh-Netz auf, das für das Endgerät unsichtbar ist. Das heisst es bleiben die bestehenden Netzwerknamen und die Geräte nutzen automatisch den Repeater / Router mit dem besten Empfang. Alternativ kann man alle Repeater ab dem 1200 mit LAN Anschluss auch per LAN-Brücke mit dem Router verbinden und somit eine perfekte Verbindung erstellen.

Installation und Einrichtung

In Verbindung mit einem Fritz!Box Router ist die Erstinstallation denkbar einfach. Man schließt den Repeater einfach in der Nähe des Routers an und drückt nach dem Hochfahren den Knopf auf dem Repeater und danach den Connect/WPS Knopf auf der Fritz!Box. Nun verbinden sich die beiden Geräte und speichern die Verbindung. Somit kann man nun einfach den Repeater an einem beliebigen Ort anbringen. Wenn man einen anderen Router mit dem Repeater verbinden möchte oder die Verbindung per LAN herstellen will, muss man das Web-Interface des Repeaters und Routers nutzen um die Einstellungen zu treffen. Die Repeater sind z.B. direkt über fritz.repeater erreichbar, wenn man sich in ihr WLAN einloggt. Die mitgelieferte Anleitung weist die Installationsschritte klar auf und auch das Webinterface ist gut umgesetzt. In unserem Test klappte eigentlich alles einwandfrei. Ab und zu mussten wir die erste Verbindung per Knopfdruck wiederholen, da es nicht beim ersten Mal geklappt hat. Die Positionierung und Empfangsstärke kann mit der Fritz!App WLAN (für Android und IOS erhältlich) überprüft und getestet werden.

Performance

Die Performance der Repeater ist klarerweise abhängig von der Distanz, örtlichen Gegebenheiten (auch benachbarte WLANs) und dem Endgerät. In unserem Test haben wir mit dem Topmodell 3000 und dem sehr schnellen Apple MacBook Pro 15 (schnelle Broadcom ac WLAN-Karte) die selben 800 MBit/s gemessen wie direkt am Router (iperf3 Test wie in unseren Notebook- und Smartphonetests). Mit einer aktuellen Intel ax200 basierenden Netzwerkkarte (Asus PCE-AX58BT) waren es jedoch nur 144/47 Mbit/s im 5 GHz Band (2,4 GHz Band 118 / 48 Mbit/s). Hier dürfte es wohl noch Treiberprobleme geben. Die Verbindung war aber auch hier stabil.

Mit der AVM eigenen Fritz!App WLAN Anwendung haben wir außerdem noch die verschiedenen Router mit einem iPhone XS Max aus 3m Distanz mit direktem Sichtkontakt zum Reapeater getestet. Überraschenderweise war hier der Repeater 2400 die schnellste Variante. Der 3000er und alte 1750E schafften aber auch minderschnelle 200 MBit/s. Die günstigeren Produkte schafften zwar höhere Maximalraten, begannen aber bei 0 und erreichten dadurch geringere Durchschnittswerte.

Basisstation min max avg
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 3000 188 Mbit/s 202 Mbit/s 199 Mbit/s
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 2400 218 Mbit/s 224 Mbit/s 220 Mbit/s
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 1750E 200 Mbit/s 200 Mbit/s 200 Mbit/s
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 1200 0 Mbit/s 257 Mbit/s 128 Mbit/s
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 600 0 Mbit/s 282 Mbit/s 164 Mbit/s
AVM Fritz!Box 7590 0 Mbit/s 200 Mbit/s 171 Mbit/s

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch der Repeater spiegelt ganz klar die Leistungsfähigkeit wieder. Wenn man nicht die maximale Leistung und Bandbreite benötigt, kann sich also ein Griff zu den günstigeren Modellen doppelt auszahlen.

Name Stromverbrauch Idle Stromverbrauch Benchmark Stromverbrauch max. Stromkosten im Jahr 30ct/kwH Idle
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 3000 5,3 W 6,4 W 7,8 W 13,9 Euro
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 2400 3,4 W 4,7 W 5,4 W 8,9 Euro
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 1750E 3,2 W 3,4 W 3,9 W 8,4 Euro
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 1200 2,7 W 3,1 W 3,4 W 7,1 Euro
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 600 1,4 W 2,4 W 2,4W 3,7 Euro

Fazit

Besonders wer bereits einen Fritz!Box Router besitzt, kann mit den Fritz!WLAN Repeatern schnell und einfach sein WLAN erweitern. Für viele Anwendungen, wie das Auto ins WLAN zu bekommen, reicht bereits die günstigste Variante, der WLAN Repeater 600. Dieser punktet auch mit dem geringsten Stromverbrauch im Test. Möchte man auch performantere Geräte wie Smartphones oder Notebooks schneller anbinden, empfehlen sich die schnelleren Varianten wie der 2400er oder 3000er. Diese bieten auch Gigabit LAN Ports mit denen man z.B. Geräte ins WLAN bekommt, die keine WLAN-Funktion bieten. Außerdem kann man eine schnelle LAN-Verbindung nutzen um den Repeater weiter weg anzuschließen.

Name Preis (Amazon)
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 3000 115 Euro
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 2400 80 Euro
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 1750E 66 Euro
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 1200 60 Euro
AVM Fritz!WLAN Mesh Repeater 600 39 Euro
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Autor: Klaus Hinum, 10.12.2019 (Update: 10.01.2020)
Klaus Hinum
Klaus Hinum - Founder, CTO - @klaushinum
Als Gründer von Notebookcheck und Tech-Enthusiast kümmere ich mich hauptsächlich um technische Themen und auch die Weiterentwicklung unserer Plattform. Direkt nach dem Doktorat in Informatik startete ich Vollzeit bei Notebookcheck durch.