Anker Space Station Dock bietet 240 Hz zum günstigen Preis

Anker hat in China sein Space Station Dock vorgestellt, ein Desktop-Dock mit Unterstützung für hohe Bildwiederholraten, das am 10. September für weniger als 90 US-Dollar (umgerechnet etwa 77 Euro) auf den Markt kommen soll. Das 10-in-1-Gerät setzt auf HDMI 2.1 und DisplayPort 1.4 und erreicht an einem einzelnen Display eine Bildwiederholrate von 4K bei 144 Hz oder 2K bei 240 Hz. Bei gleichzeitigem Betrieb von zwei Bildschirmen sind 4K bei 60 Hz und 2K bei 240 Hz möglich.
Preis und Ausstattung des Anker Space Station Docks
Die Unterstützung von 240 Hz stellt bei dem Preis von 85 US-Dollar (umgerechnet etwa 73 Euro) eine bemerkenswert hohe Bildwiederholrate dar, verglichen mit den meisten Desktop-Hubs in dieser Preisklasse. Zu den besonderen Merkmalen gehört ein integriertes Statusdisplay, das in Echtzeit die Auflösung, Bildwiederholrate, Port-Aktivität und Ladegeschwindigkeit anzeigt.
Sämtliche Informationen lassen sich über die Anker-App oder ein Webportal konfigurieren. Bei den Anschlüssen bietet das Dock ein HDMI-/DisplayPort-Paar für die Bildausgabe, jeweils einen UHS-II-SD- und microSD-Kartensteckplatz, einen USB-C-PD-Anschluss mit 100 W Ladeleistung, einen zweiten USB-C-Anschluss mit 10 Gbit/s, drei USB-A-Anschlüsse – einen mit 10 Gbit/s und zwei mit 5 Gbit/s – sowie einen Gigabit-Ethernet-Anschluss.
Das Dock nimmt insgesamt bis zu 100 W auf, reserviert davon allerdings 20 W für den eigenen Betrieb. Damit bleiben maximal 80 W zum Laden eines angeschlossenen Laptops. Im Vergleich zu Ankers eigenem PowerExpand 9-in-1 PD Dock aus früheren Jahren, das bei zwei 4K-Displays auf 30 Hz begrenzt war und maximal 60 W Ladeleistung bot, stellt das Space Station einen deutlichen Sprung sowohl bei der Bildwiederholrate als auch bei der Stromversorgung dar. Gleichzeitig bringt es mit dem smarten Display eine völlig neue Funktion in Ankers günstigere Produktreihe.
Die Space Station unterbietet Ankers teurere 14-in-1-Prime-Dockingstation. Dieses Modell setzt bei Konfigurationen mit drei Displays auf DisplayLink-Chips anstelle einer nativen Ausgabe mit hohen Bildwiederholraten.
Die Unterstützung von 240 Hz beim Anker Space Station Dock wird auch vom TS4 von CalDigit erreicht. Dabei handelt es sich um ein Thunderbolt-4-Dock, das an einem einzelnen 1440p-Display ebenfalls maximal diese Bildwiederholrate unterstützt, allerdings deutlich teurer ist und auf Thunderbolt statt auf gewöhnliches USB-C setzt.
Ankers Dock verzichtet für den deutlich niedrigeren Preis und einen einfacheren Funktionsumfang auf die höhere Thunderbolt-Bandbreite sowie die Möglichkeit, mehr als zwei Monitore per Daisy-Chain miteinander zu verbinden. Stattdessen konzentriert es sich auf Desktop-Setups mit hohen Bildwiederholraten, die über ein einziges Kabel versorgt werden, und weniger auf teure professionelle Workstations, die mehrere Displays gleichzeitig betreiben müssen.

Quelle(n)
Anker (Weibo)


