
Ankers neuer Einstiegs-Mähroboter für kleine Gärten: Eufy C15 im Test
Erschwinglich.
Kann Ankers Einstiegs-Rasenmähroboter Eufy C15 die teureren Modelle ärgern? Unser Test des brandneuen Gartenhelfers für unter 1.000 Euro verrät, für wen der Eufy C15 die perfekte Wahl ist - und für wen nicht...Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸 🇳🇱 ...
Eufy C15 Test-Fazit: Sehr guter Einstiegs-Mähroboter für kleine Gärten
Wer einen Mähroboter für kleine Gärten sucht, der einfach einzurichten ist und zuverlässig seine Arbeit macht, der wird hier fündig. Der Eufy C15 hat im Test einen sehr guten Eindruck hinterlassen - vor allem gemessen an seinem günstigen Preis.
Positiv im Test aufgefallen sind unter anderem die einfache Einrichtung ohne RTK oder Begrenzungskabel, die (zumeist) zuverlässige Arbeit sowie die sehr gute Hinderniserkennung. Die größte Schwäche ist (wie bei vielen anderen Mährobotern) der Randschnitt.
Allerdings muss der Garten ein paar Voraussetzungen erfüllen - neben den Abmessungen von maximal 500 Quadratmetern. Im Idealfall ist die Rasenfläche zu allen Seiten geschlossen und weist zudem höchstens leichte Steigungen auf. Denn der Eufy C15 ermöglicht keine manuelle Kartoerung und ist alles andere als eine Bergziege.
Für unter 1.000 Euro inklusive Garage bietet Anker mit dem Eufy C15 einen erschwinglichen Mähroboter für alle, die eine einfache Lösung zum automatischen Mähen kleinerer Rasenflächen suchen. Allerdings wird die Konkurrenz in der dreistelligen Preisklasse immer größer, wie beispielsweise der Ecovacs Goat O1200 LiDAR Pro mit Seitentrimmer oder die noch günstigeren Anthbot M9 bzw. M5 zeigen.
Pro
Contra
Preis & Verfügbarkeit
Der Eufy C15 ist für eine unverbindliche Preisempfehlung von 899 Euro erhältlich, z. B. bei Amazon. Optional bietet der Hersteller für 100 Euro Aufpreis auch eine Version mit Garage im Lieferumfang.
Inhaltsverzeichnis
- Eufy C15 Test-Fazit: Sehr guter Einstiegs-Mähroboter für kleine Gärten
- Ausstattung & Lieferumfang: Auf Wunsch mit Garage
- Einrichten & Wartung: Sofort startklar - aber mit Wartezeit
- App & Bedienung: Mit Live-Video und Real-Ansicht
- Navigation & Hinderniserkennung: Gewohnt zuverlässig
- Mähleistung & Randschneiden: Ohne Randschnitt-Highlight
- Laufzeit & Lautstärke: Erschwinglich nicht nur in der Anschaffung
Im letzten Jahr ist Anker mit dem Eufy E15 und E18 ein beeindruckendes Debut im Mähroboter-Markt gelungen. 2026 folgt nun mit dem Eufy C15 der dritte Rasenroboter, der sich als neue Einstiegsklasse unter den beiden bereits bekannten Modellen positioniert.
Für unter 1.000 Euro verspricht der Hersteller dennoch einen vollwertigen Mähroboter, der es auf kleinere Rasenflächen bis 500 Quadratmeter abgesehen hat. Unser Test verrät, wie gut der Eufy C15 seine Arbeit in der Praxis gemacht hat und worauf Käufer bei diesem Einstiegsmodell verzichten müssen.
Datenblatt Eufy C15 (Vergleich mit E15/E18)
| Eigenschaft/Modell | Eufy C15 | Eufy E15 | Eufy E18 |
|---|---|---|---|
| Fläche | 500 m² | 800 m² | 1.200 m² |
| Navigation und Hinderniserkennung | TrueVision | TrueVision | TrueVision |
| Mähwerk | Mähscheibe | Mähscheibe | Mähscheibe |
| Anzahl Klingen | 3 | 3 | 3 |
| Schnittbreite | 18 cm | 20,3 cm | 20,3 cm |
| Schnitthöhe | 20 - 60 mm | 25 - 75 mm | 25 - 75 mm |
| Schnitthöhe einstellen | manuell | elektrisch | elektrisch |
| Steigung | 32% / 18° | 32% / 18° | 32% / 18° |
| Konnektivität | WiFi, Bluetooth | WiFi, Bluetooth, 4G | WiFi, Bluetooth, 4G |
| Display | nein | nein | nein |
| Akkukapazität | 93 Wh | 93 Wh | 93 Wh |
| Gewicht | k.A. | 12,5 kg | 12,5 kg |
| Abmessungen | 60 x 38,5 x 29 cm | 60,3 x 39,4 x 31,8 cm | 60,3 x 39,4 x 31,8 cm |
| Wasserdichtigkeit | IPX6 | IPX6 | IPX6 |
| Garage im Lieferumfang | optional | ja | ja |
| Anzahl Klingen im Lieferumfang | 3 + 9 | 3 + 9 | 3 + 9 |
| Farbe | Weiß | Weiß | Silber |
| UVP | ab 899 Euro | 1.499 Euro | 1.799 Euro |
Ausstattung & Lieferumfang: Auf Wunsch mit Garage
In vielen Punkten ist der Eufy C15 trotz Einstiegsklasse identisch mit den teureren Modellen E15 und E18. Das gilt vor allem für die Navigationslösung. Der C15 setzt ebenfalls auf die TrueVision-Technologie, navigiert also rein kamerabasiert. Er erfordert weder Begrenzungsdraht oder RTK-Antenne im Garten und setzt auch nicht auf LiDAR, wie es viele andere Drahtlos-Mähroboter der 2026er Generation tun.
Zwei Kameras erfassen gemeinsam mit weiteren Sensoren und KI den Rasen sowie Hindernisse, ermöglichen so laut Herstellerversprechen "startklar in nur 5 Minuten". Ob dies in der Praxis auch wirklich so ist, schildern wir weiter unten in unserem Eufy C15 Test.
Zunächst wollen wir noch die restlichen Ausstattungsmerkmale abarbeiten. Gemäht wird mit einer 18 cm und damit um rund 2 cm schmaleren Mähscheibe mit drei frei schwingenden Klingen. Die Schnitthöhe lässt sich von 20 bis 60 mm einstellen, allerdings nur manuell. Dies sind einige der wenigen Unterschiede zurr E-Serie, die eine elektrische Anpassung der Schnitthöhe bieten.
Beim Lieferumfang gibt es zwei verschiedene Varianten. Die günstigere für 899 Euro UVP kommt nur mit der Ladestation samt Erdschrauben sowie neun Ersatzklingen. Alternativ bietet Eufy den C15 gegen 100 Euro UVP-Aufpreis mit Garage an - sprich einem Kunststoff-Dach, dass mit vier werkzeuglosen Schrauben auf die Ladestation geschraubt wird und so den Mähroboter vor Wind und Wetter schützt.
Einrichten & Wartung: Sofort startklar - aber mit Wartezeit
Anker verspricht, wie bereits erwähnt, dass der Eufy C15 binnen 5 Minuten startklar sein soll. So ganz stimmt das nicht. Startklar zum Mähen ist der Mähroboter nicht so schnell, aber immerhin bereit zum Kartieren. Gerade die Version ohne Garage ist wirklich schnell aufgebaut: Mähroboter und Zubehör aus dem Karton auspacken, Ladestation an geeignetem Ort im Boden arretieren, Stromkabel mit Ladestation und Steckdose verbinden sowie den Eufy C15 einschalten und in die Station stellen - fertig.
Damit ist aber nur die halbe Miete erledigt. Denn nun kommt die App-Verbindung samt anschließender Kartierung. Ist bereits ein Account in der Eufy-App vorhanden, kann direkt über "Gerät hinzufügen" der C15 verbunden werden. Ansonsten ist eine kurze Registrierung erforderlich. Im Test hat der Verbindungsaufbau zwischen Roboter, WLAN und App keine Probleme gemacht. Eine 4G-Option gibt es nicht.
Nun folgt noch der Kartierungsvorgang. Der unterscheidet sich durchaus von vielen anderen Robotern. Denn, wie schon bei den teureren Modellen Eufy E15 und E18, ist auch beim günstigeren Einstiegsmodell C15 keine manuelle Kartierungsfahrt erforderlich. Stattdessen kümmert sich der Mähroboter alleine um die Erschließung der Rasenfläche und dem Anlegen der virtuellen Karte. Hierfür erkundet er mit seinen Kameras die Umgebung, erkennt automatisch den Rasen und scannt so Meter für Meter ab, bis eine vollständig geschlossene Karte vorliegt.
Womit wir indirekt auch schon bei einem Problem angekommen sind, was auch schon im Vorjahr bei den beiden Schwestermodellen aufgefallen war. Ist die Rasenfläche zu allen Seiten hin abgeschlossen, hat der Eufy C15 nach unseren Test-Eindrücken keinerlei Probleme. Anders sieht dies aus, wenn es beispielsweise keinen abgetrennten Übergang zu den Gärten der Nachbarn gibt oder Rasenbereiche aus anderen Gründen (z. B. Blühinsel) ausgespart werden sollen.
Soll nur ein bestimmter Teil einer großen Rasenfläche kartiert und nicht erst im Anschluss eine Sperrzone angelegt werden, ist ein kleiner Trick erforderlich. Hat der Mähroboter die Grenze erreicht, kann der Kartierungsvorgang pausiert werden. Über die Bearbeitung der bis dahin angelegten Teilkarte lässt sich dann eine Sperrzone bzw. eine virtuelle Grenze ziehen. Ohne die finale Karte ist die Positionierung allerdings teils nicht so einfach. Bei Bedarf kann der Sperrbereich aber später auch noch in der Kartenverwaltung angepasst werden. Wenn die Kartierung bei Bedarf stückweise manuell übernommen werden könnte, ließen sich solche Szenarien einfacher handhaben.
In unserem rund 250 Quadratmeter großen und leicht verwinkelten Testgarten hat die Kartierung gut 50 Minuten gedauert - also in etwa so lange wie auch bei E15 und E18. Je nach Grundstücksgröße muss man sich also nach dem Auspacken noch eine Zeit gedulden, bis der Eufy C15 das erste Mal mähen kann. Das ist definitiv kein Startrekord, aber dank dem Verzicht auf RTK und Begrenzungsdraht auf jeden Fall extrem einsteigerfreundlich - vor allem bei geschlossenen und einfach gestalteten Rasenflächen, für die der Eufy C15 primär gemacht ist.
App & Bedienung: Mit Live-Video und Real-Ansicht
Die Eufy App hatte im vergangenen Jahr bereits einen guten Eindruck hinterlassen. Wer mehrere Geräte des Herstellers hat, kann diese alle über eine App verwalten - auch den C15. Wie üblich wird auf der Übersicht die aktuelle Karte dargestellt, auf der während des Mähens der Live-Fortschritt sichtbar wird. Über ein kleines Icon am rechten Bildschirmrand sind verschiedene Mähparameter einstellbar.
Neben Fahr- und Klingengeschwindigkeit, Fahrtrichtung auf der Karte sowie dem Bahnabstand ist hier auch der Abstand beim Randmähen einstellbar. Hier lässt sich zwischen -15 bis +15 cm wählen, wie weit der Roboter die Rasenkante überschreiten darf. Das ist praktisch bei ebenerdigen Übergängen beispielsweise zu Terrassen und Wegen. Leider lässt sich der Wert aber nur für die gesamte Zone einstellen, nicht aber für einzelne Randbereiche. Das lösen manch andere Hersteller noch besser, beispielsweise der Anthbot M9.
Oben rechts gibt es das übliche Icon zum Öffnen des Einstellungen-Menü. Hier warten neben der Kartenverwaltung, Zeitplan für automatisiertes Mähen sowie dem Mähverkauf verschiedene Optionen zum Anpassen. Dazu zählen unter anderem die Lautstärke der Sprachaussage (auch in Deutsch möglich), die Aktivierung und Deaktivierung der Regenerkennung sowie verschiedene Laborfunktionen, die es noch nicht zur Serienreife geschafft haben.
Beim Eufy C15 lässt sich nur eine Karte erstellen. Diese kann aber mehrere Zonen samt Verbindungspfaden enthalten. Auch Sperrzonen, Keine-Mäh-Zonen sowie erzwungene Fahrzonen lassen sich kreieren. Insgesamt ist die Kartenverwaltung recht einfach gehalten, passend zu einem Einstiegsmodell. Spannend ist neben der Möglichkeit des Live-Videos während der Fahrt (nach Aktivierung) die Möglichkeit neben der Standard- auch eine "Real"-Ansicht des Gartens anzeigen zu lassen, wobei dies auch eher rudimentär ist.
Alternativ zur App ist der Eufy C15 auch über die fünf Tasten (Stop, Power, Start/Pause, Home, OK) am Mähroboter selbst bedienbar. In jedem Fall hier vorgenommen werden muss die Einstellung der Schnitthöhe, die über das große Drehrad auf der Oberseite erfolgt. Ein Display gibt es nicht. Der Akkustand wird über einen kleinen LED-Streifen dargestellt.
Navigation & Hinderniserkennung: Gewohnt zuverlässig
Eufy setzt bei seinen mittlerweile drei Mähroboter auf das TrueVision-System, das primär auf zwei KI-Kameras basiert. Dies hatte schon im vergangenen Jahr im E15 und E18 einen guten Eindruck hinterlassen. Auch das neue Einstiegsmodell C15 hat im Test zumeist zuverlässig gearbeitet. Der Mähroboter ist weitestgehend systematisch und flächendeckend in Bahnen über unsere zwei Testflächen gefahren. Die Kletterfähigkeit ist überschaubar. Dafür sind viele Engstellen aufgrund der kompakten Abmessungen kein Problem.
Ganz frei von Problemen waren unsere Praxiserfahrungen aber nicht. Einmal ist der Rasenmäher-Roboter jenseits der Rasenfläche an einer kleinen Steinkante mit anschließendem 10-cm-Abgrund "abgestürzt", hat also den kartierten Bereich um einige Zentimeter verlassen. Auch die aktivierte Labor-Funktion "Erkennung und Vermeidung gefährlicher Bereiche" in den Einstellungen hat dies nicht verhindert. Ansonsten hat der Eufy C15 aber zuverlässig seine Bahnen gezogen und ist ohne weitere Vorkommnisse seiner Arbeit nachgegangen.
Komplett zuverlässig hat im Test die Hinderniserkennung des Eufy C15 gearbeitet - so wie schon im Vorjahr in den beiden E-Modellen. Neben allen natürlichen Hindernissen auf den Testflächen (abgesehen vom einmaligen Fauxpas am "Abgrund") wurden auch unsere Testobjekte stets erkannt - darunter eine Igelattrappe, ein Stück Gartenschlauch sowie ein Tennisball. Gerade die beiden Letztgenannten haben manch andere und auch deutlich teurere Rasenmähroboter bereits scheitern lassen.
Mähleistung & Randschneiden: Ohne Randschnitt-Highlight
Auch an der Mähleistung gibt es beim Eufy C15 nicht viel zu kritisieren. Das Mähwerk fällt mit 18 cm zwar sehr klein aus, was natürlich zu Ungunsten der Fläche pro Stunde geht. Letztendlich wurde das Gras auf unseren Testflächen aber ordentlich auf die eingedrehte Länge gekürzt. Hier unterscheidet sich der preiswerte Mähroboter nicht großartig von teureren Modellen, auch wenn diese teils mit mehr Power aufwarten.
Die Spreu vom Weizen trennt sich 2026 beim Randschneiden. Einige (meist teurere) Rasenroboter bieten in diesem Jahr durch ein Seitenmähwerk oder einen Trimmer spezielle Lösungen für Rasenkanten. Abgesehen von den Einstellungsmöglichkeiten in der Eufy App (siehe oben) gibt es vergleichbares im C15 nicht.
Die Mähscheibe sitzt rund 10 cm vom Rand entfernt mittig unter dem Roboter. Dazu kommen die Ungenauigkeiten bei der Navigation, die hier durch eine manuelle Kartierung zudem auch nicht selbst beeinflusst werden können. Das Ergebnis ist ein gut 10 bis rund 20 cm ungemähter Rand, wenn der Rasen von nicht ebenerdigen Übergängen umschlossen ist.
Laufzeit & Lautstärke: Erschwinglich nicht nur in der Anschaffung
Anker wirbt mit 200 Quadratmeter pro Akkuladung. Diesen Wert konnte der Eufy C15 im Test sogar noch etwas toppen. Rund 250 Quadratmeter hat er mit Standardeinstellungen in gut drei Stunden gemäht, bis er mit 10 Prozent Restladung den Weg zur Ladestation eingeschlagen hat. Dort hat er in knapp unter zwei Stunden wieder "vollgetankt", wobei rund 100 Wh durch unser Messgerät geflossen sind.
Gemeinsam mit einem überschaubaren Stromverbrauch von ca. 2 W im Standby an der Ladestation ergibt sich in unserem Vergleich ein Stromverbrauch von nur rund 3,5 kWh im Monat. Hierfür setzen wir das dreimalige Mähen pro Woche von 500 Quadratmetern an. Der Eufy C15 ist also nicht nur in der Anschaffung erschwinglich, sondern auch im Unterhalt. Ebenfalls positiv: Mit rund 57 dB (gemessen aus 1 m Abstand, auch abhängig von der Mähintensität) ist der Eufy C15 dank seines kleinen Mähtellers zudem relativ leise.
Ist der Eufy C15 laut unserem Test nicht der passende Rasenroboter ohne Draht für den eigenen Garten?
Dann hier viele weitere Modelle in unserer Mähroboter-Bestenliste 2026 entdecken!
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

































