
Preiswerter, kompakter Mähroboter für kleinere Gärten: Anthbot M9 im Test
Drahtlose Kompaktklasse.
Der Anthbot M9 ist ein handlicher Mähroboter, der für kleinere Gärten ausgelegt ist. Unser Test zeigt, welche Stärken und Schwächen er hat und für wen der kompakte Rasenroboter geeignet ist.Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Anthbot M9 Test-Fazit: Preistipp für Gärten bis 1.000 qm
Der Anthbot M9 hat im Test insgesamt einen guten Eindruck hinterlassen. Er präsentiert sich unaufgeregt und unauffällig, hat im Test kaum Probleme und zumeist zuverlässig seine Arbeit gemacht. Überzeugt haben unter anderem die Hinderniserkennung und die systematische Navigation. Nur ein paar kleine Kritikpunkte sind im Test aufgetaucht.
Insgesamt ist der Anthbot M9 nach unseren Eindrücken eine gute Wahl für Gärten bis 1.000 Quadratmeter, die weder großes Gefälle noch allzu viele hohe Objekte umstehend haben. Interessant macht ihn zudem sein Preis von deutlich unter 1.000 Euro.
Eine mögliche Alternative wäre in der Kompaktklasse der Mähroboter beispielsweise der Mammotion Yuka mini, den es 2026 in der zweiten Generation mit LiDAR gibt. Wer nur bis zu 500 Quadratmeter zu mähen hat, greift zum nahezu baugleichen Anthbot M5 oder alternativ zu anderen günstigen Modellen wie dem Eufy C15 oder RoboUp Raccoon 2 SE.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung des Anthbot M9 beträgt 849 Euro. Erhältlich ist er unter anderem direkt beim Hersteller sowie bei Amazon, oft zu einem bereits deutlich günstigeren Preis sowie im Bundle mit Garage oder NetRTK (4G).
Inhaltsverzeichnis
- Anthbot M9 Test-Fazit: Preistipp für Gärten bis 1.000 qm
- Ausstattung & Lieferumfang: Kompakter Mähroboter mit RTK
- Einrichten & Wartung: Kartiert mit KI
- App & Bedienung: Umfangreiche Einstellungen für Karten & Co
- Navigation & Hinderniserkennung: Zumeist zuverlässig
- Mähleistung & Randschneiden: Kompakter Mähroboter auch für enge Gärten
- Laufzeit & Lautstärke: Hat Herstellerangaben übertroffen
Drahtlose Mähroboter gibt es mittlerweile zahlreiche auf dem Markt. Allerdings sind viele Modelle nicht nur recht groß, sondern auch nur für ausladende Rasenflächen ausgelegt. Die hat aber gerade in Städten kaum jemand.
Anthbot bietet mit dem M5 sowie dem M9 recht handliche Mähroboter für kleinere Gärten an. Während der M5 für Gärten bis 500 Quadratmeter ausgelegt ist, mäht der von uns getestete Anthbot M9 bis zu 1.000 Quadratmeter.
Beide Modelle sind weitestgehend baugleich, wie ein Blick auf den Vergleich von Anthbot M5 und Anthbot M9 zeigen. Einzig die Größe des Akkus und damit einhergehend die Flächenauslegung und das Gewicht unterscheiden sich. Somit gelten die Erkenntnisse aus unserem Anthbot M9 Test auch weitestgehend für den Anthbot M5.
Datenblatt (Vergleich Anthbot M9 & M5)
| Eigenschaft/Modell | Anthbot M9 | Anthbot M5 |
|---|---|---|
| Fläche | 1.000 m² | 500 m² |
| Navigation | Full-Band RTK + Dual Vision | Full-Band RTK + Dual Vision |
| Hinderniserkennung | 150° HDR KI-Vision | 150° HDR KI-Vision |
| Mähwerk | Mähscheibe | Mähscheibe |
| Anzahl Klingen | 5 | 5 |
| Schnittbreite | 20 cm | 20 cm |
| Schnitthöhe | 3 - 7 cm | 3 - 7 cm |
| Schnitthöhe einstellen | elektrisch | elektrisch |
| Steigung | 45% / 24° | 45% / 24° |
| Display | nein | nein |
| Akkukapazität | 5 Ah | 2,5 Ah |
| 4G | ja | ja |
| Gewicht | 10,1 kg | 9,8 kg |
| Abmessungen | 49,8 x 39,2 x 25,1 cm | 49,8 x 39,2 x 25,1 cm |
| Wasserdichtigkeit | IPX6 | IPX6 |
| Garage im Lieferumfang | nein | nein |
| Anzahl Klingen im Lieferumfang | 5 + 5 | 5 + 5 |
| Farbe | Grau | Grau |
| UVP | 849 Euro | 749 Euro |
| erhältlich bei | Amazon | Amazon |
Ausstattung & Lieferumfang: Kompakter Mähroboter mit RTK
Der Anthbot M9 setzt, wie auch der M5, auf die klassische RTK-Navigation und nutzt hierbei das mit vielen Satelliten funkende Dual-Vollband-RTK. Es ist eine rund 1,25 m hohe RTK-Antenne im eigenen Garten notwendig, wenn nicht auf das ebenfalls angebotene NetRTK gesetzt wird. Alternativ gibt es den Anthbot M5 (ca. 600 Euro bei Amazon) auch mit LiDAR-Technologie, die 2026 in vielen neuen Mährobotern zum Einsatz kommt, den M9 hingegen nicht. Unterstützt wird die RTK-Technologie von zwei Kameras in der Front, die mit 150° HDR KI-Vision für die Objekterkennung zuständig sind.
Auch sonst präsentiert sich der drahtlose Mähroboter für kleinere Gärten recht klassisch. Gemäht wird mit einem runden Mähteller mit fünf Klingen, der eine überschaubare Schnittbreite von 20 cm aufweist. Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch zwischen 30 und 70 mm einstellen, was in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit ist. Verpackt ist dies in einem mit rund 50 cm Länge, 40 cm Breite und 25 cm Höhe recht kompakten Gehäuse. Dieses lässt sich dank rund 10 kg Gewicht und einem Griff am Heck recht problemlos tragen, wenn erforderlich.
Auch der Lieferumfang ist gängig. Neben dem Mähroboter selbst ist die übliche Ladestation samt Ladegerät und Verlängerungskabel dabei. Ebenfalls im Karton enthalten ist die RTK-Antenne samt zweiteiligem Stab und Erdspieß. Dazu kommen das übliche Zubehör wie ein Satz Ersatzklingen (5 Stück) sowie Erdschrauben samt Werkzeug für die Befestigung der Ladestation. Auf Wunsch bietet Anthbot den M9 auch im Bundle mit einer Garage.
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Somit gibt es den ANTHBOTM9 zum noch günstigeren Preis. Der drahtlose Mähroboter vereint eine kompakte Bauweise mit hoher Leistung und wurde für moderne Gärten entwickelt, bei denen Präzision und Zuverlässigkeit wichtig sind. Sein leistungsstarkes Antriebssystem sorgt für eine zuverlässige Performance selbst bei anspruchsvollen Bedingungen, während hochwertige Sensoren Hindernisse sicher erkennen und einen stabilen sowie zuverlässigen Betrieb gewährleisten.
Einrichten & Wartung: Kartiert mit KI
Der Aufbau des Anthbot M9 erfordert die üblichen Schritte. Nachdem die Ladestation an einer geeigneten Stelle aufgestellt wurde, muss diese mit einer Steckdose verbunden werden. Anschließend muss in der Nähe die RTK-Antenne aufgestellt werden. Diese sollte möglichst freie "Sicht" zum Himmel haben.
Anschließend erfolgt der Verbindungsaufbau zwischen Smartphone, heimischem WLAN-Netzwerk und Rasenroboter über die Anthbot App. Hierfür wird zunächst ein neues Gerät hinzugefügt und dann den Anweisungen auf dem Display befolgt. Wir hatten im Test des Anthbot M9 keinerlei Probleme bei diesen Schritten.
Zum Schluss erfolgt die erforderliche Kartierung des neuen Einsatzgebietes des Mähroboters, sprich die Erkundung der Rasenfläche. Diese kann wahlweise KI-gesteuert automatisch oder manuell erfolgen. Bei der KI-basierten Lösung fährt der Roboter eigenständig den Rasen mit wenigen Zentimetern Abstand am Rand entlang ab. Das hat im Test weitestgehend gut geklappt. Einzig bei einer nah am Rasenrand positionierten Beetinsel hat er sich verfranzt. Hier war ein kurzer Wechsel auf die manuelle Kartierung erforderlich. Bei dieser wird der Anthbot M9 mit zwei virtuellen Joysticks auf dem Display pilotiert, was ordentlich funktioniert. Insgesamt keine Glanzleistung, aber absolut solide.
Dank IPX6 kann der Anthbot für die gelegentliche Wartung mit einem Gartenschlauch gereinigt werden. Für den Klingenwechsel ist ein passender Schraubenzieher im Lieferumfang enthalten, ebenso wie ein erster Satz Ersatzklingen.
App & Bedienung: Umfangreiche Einstellungen für Karten & Co
Die Steuerung und Programmierung des Anthbot M9 erfolgt in gewohnter Manier über die Anthbot App, die bereits bei der Einrichtung zum Einsatz kommt. Sie wartet zwar punktuell mit nicht perfekter und teils gewöhnungsbedürftiger Lokalisierung in deutscher Sprache auf, bietet aber viele Funktionen.
Die Live-Übersicht zeigt beim Mähen in üblicher Manier den Live-Fortschritt. Über das Zahnrad-Icon lassen sich die Mäheinstellungen ändern. Neben der Mähanzahl (ein- oder zweimal), der Mähhöhe (in 5-mm-Schritten) sowie der frei einstellbaren Mährichtung ist auch die Hinderniserkennung in drei Stufen anpassbar. Dazu weiter unten in unserem Anthbot M9 Test mehr.
Die Kartenverwaltung bietet verschiedene Funktionen. Neben einem Backup zum Sichern einer Karte lässt sich das Verhalten an Kanten (auch dazu weiter unten mehr Details) einstellen. Dazu kommen verschiedene Zonen samt Pfaden sowie die Anpassungsmöglichkeit der aktuellen Karte. Diverse Einstellungen wie Zeitpläne, das Verhalten bei Regen, Diebstahlschutz-Modus, Firmware-Aktualisierungen runden die Anthbot App ab. Einzig eine Live-Video-Funktion haben wir vermisst.
Alternativ zur App ist auch eine Bedienung direkt am Roboter möglich. Die Bedieneinheit auf der Oberseite umfasst neben dem obligatorischen STOP in Rot drei kleine Tasten (Mow, OK und Home).
Darüber sind vier Status-LEDs sowie eine dreigeteilte Akku-Anzeige untergebracht. Ein Display gibt es nicht. Ebenfalls dort zu finden sind der Regensensor sowie ein Sicherheitsschlüssel.
Navigation & Hinderniserkennung: Zumeist zuverlässig
Wie bereits erwähnt, nutzt der Anthbot M9 eine eigene RTK-Antenne für die Navigation in seinem zuvor kartierten Einsatzgebiet. Dieses hat er im Testzeitraum einmal leicht verlassen, was gleich zum Festfahren an einer Kante geführt hat. Zu solchen potentiellen Gefahrenquellen sollte aufgrund der üblichen leichten Ungenauigkeiten der Technologie beim Kartieren immer etwas Sicherheitsabstand eingehalten werden. Das ist aber auch bei Mährobotern sowohl mit LiDAR als auch RKT ratsam. Ansonsten hat die Navigation des Anthbot M9 im Test zuverlässig funktioniert.
Optional lässt sich auch NetRTK nutzen - also ohne RTK-Antenne. Hierfür unterstützt der M9 neben Wi-Fi auch 4G. Drei Monate 4G-Nutzung sind kostenlos beim kauf dabei. Danach fallen rund 40 Euro pro Jahr an. Das Aktivieren von NetRKT hat bei unserem Testgerät aber leider nicht funktioniert.
Für die Hinderniserkennung stehen drei verschiedene Stufen zur Wahl ("Einrichtung der Sichtprüfung"). Bereits auf mittlerer Stufe hat sie zuverlässig gearbeitet. Im Test hat der Anthbot M9 unsere üblichen Herausforderungen zuverlässig erkannt, darunter eine Igelattrappe, ein Stück auf dem Rasen liegenden Gartenschlauch und einen Tennisball. Bei allen drei relativ kleinen bzw. flachen Testhindernissen haben sich andere, teils deutlich teurere Mähroboter schon schwer getan - der Anthbot M9 nicht. Er ist allen stets ausgewichen und relativ eng an ihnen vorbeigefahren.
Mähleistung & Randschneiden: Kompakter Mähroboter auch für enge Gärten
Dank seiner zumeist zuverlässigen Navigation ist der Anthbot M9 im Test systematisch seine Bahnen über unsere Testfläche gefahren. Aufgrund seiner relativ einfachen Technologie ist er nicht besonders geländegängig. Die maximale Steigfähigkeit liegt bei 24°/45%, wobei er sich nach unseren Eindrücken dann je nach Untergrund aber schon schwertut. Dafür ist er dank seiner relativ kompakten Form wendig und kommt zumeist auch mit engeren Passagen ab rund 70 cm klar. Somit ist der M9 gut geeignet für komplexere Rasenflächen, die allerdings nicht an steilen Hängen liegen und von vielen hohen Bäumen umgeben sein sollten.
An der Mähleistung selbst gibt es wenig zu kritisieren. Mit seiner Mähscheibe und den fünf Klingen kürzt er den Rasen zuverlässig auf die elektrisch eingestellte Höhe zwischen 3 und 7 cm, so wie es die meisten Mähroboter ebenfalls tun. Wer zum ersten Mal einen smarten Rasenhelfer im Einsatz hat, wird schnell einen sichtbaren Unterschied feststellen.
Der übliche Knackpunkt ist das Mähen der Rasenkanten. Das Mähwerk sitzt mittig und damit gut 9 cm entfernt vom Gehäuserand. Dementsprechend entsteht automatisch ein recht breiter ungemähter Streifen - zumindest bei nicht ebenerdigen Übergängen. Sind diese hingegen gegeben, kann der Anthbot M9 auf Wunsch auch bis zu 20 cm über die Rasenfläche hinausfahren. Dies lässt sich in der App bei der Kartenverwaltung punktgenau für einzelne Randbereiche individuell festlegen.
Hierbei sollte aber sorgfältig gearbeitet werden. Versuchsweise hatten an einem mit 10 cm hohem Randstein eingefassten Rasenbereich einige Zentimeter Überschreiten eingestellt. Die Folge war, dass er im Zickzack-Kurs leicht mit der rechten Geräteseite am Stein entlanggeschliffen ist, was deutlich sichtbare Spuren hinterlassen hat. Hier hatte die Hinderniserkennung per Kamera also nicht den Vorgaben der App widersprochen.
Laufzeit & Lautstärke: Hat Herstellerangaben übertroffen
Der Hersteller gibt für den 5 Ah/90 Wh großen Akku des Anthbot M9 eine Laufzeit pro Ladung von 90 Minuten an. Die konnte das Testgerät in der Praxis sogar übertreffen, wobei dies natürlich auch immer von der Rasenhöhe und damit der Mähintensität sowie der Geländegestaltung abhängt. Insgesamt hat der Mähroboter mit einer Akkuladung fast 300 Quadratmeter auf unserer Testfläche geschafft, was gemessen an Größe und Preis ein beachtliches Ergebnis ist.
Beim anschließenden Boxenstop auf der Ladestation, die der Roboter nicht immer zuverlässig im ersten Versuch "getroffen" hat, hat er sich dann auch etwas mehr Zeit genommen als die Herstellerangabe von 90 Minuten. In rund zwei Stunden sind knapp 110 Wh mit bis zu 55 W durchs Messgerät geflossen. Den Energieverbrauch im Standby, also wenn der Mähroboter in seiner Station auf den nächsten Einsatz wartet, haben wir mit ca. 7 W gemessen.
Rechnen wir dies für unser übliches Vergleichszenario von dreimaligem Mähen pro Woche von 500 Quadratmetern hoch, ergibt sich ein monatlicher Stromverbrauch von knapp 7 kWh. Damit ist der Anthbot M9 nicht der sparsamste Mähroboter auf dem Markt, aber absolut im Rahmen. Das gilt auch für die Lautstärke. Aus 1 m Entfernung haben wir den M9 mit rund 60 dB gemessen, bei intensivem Mähen teils lauter - nicht sonderlich leise, aber auch nicht auffällig laut.
Ist der Anthbot M9 laut unserem Test nicht der passende Rasenroboter ohne Draht für den eigenen Garten?
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Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.



























