
Günstiger Mähroboter ohne Draht für kleine Gärten: RoboUp Raccoon 2 SE im Test
Marcus Schwarten 👁 Veröffentlicht am 🇺🇸 🇭🇺 ...
RoboUp Raccoon 2 SE Test-Fazit: Preiswerter Gartenhelfer
Der RoboUp Raccoon 2 SE hat in unserem Test wahrlich nicht alles perfekt gemacht. Vor allem das chaotische bzw. zufallsbasierte Vorgehen auf größeren Flächen bis 500 Quadratmeter geht zu Lasten der Effizienz und Gründlichkeit. Auch bei der Hinderniserkennung gibt es ein paar Abzüge, wobei der Hersteller hier sicherlich noch per Software-Updates nachbessern könnte. Zudem ist die Einsatzmöglichkeit aufgrund der Vorgaben begrenzt.
In Relation müssen wir dies aber zweifelsohne zum sehr günstigen Preis dieses kompakten Rasenroboters, der komplett ohne Begrenzungskabel oder RTK-Station auskommt, setzen. Berücksichtigen wir dies, positioniert sich der RoboUp Raccoon 2 SE als nicht perfekte, aber sehr erschwingliche Lösung
Er ist interessant für alle Besitzer von kleineren Gärten mit eindeutigen Grenzen, die keine Lust mehr auf das eigenhändige Rasenmähen haben und nicht allzu viel Geld ausgeben wollen. Spannend ist er auch für alle diejenigen, die keine Lust auf einen Mähroboter mit App-Zwang haben.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Der offizielle Verkaufsstart des RoboUp Raccoon 2 SE ist für die Gartensaison 2026 geplant. Vorher ist er bereits ab dem 11. November 2025 im Crowdfunding bei Kickstarter erhältlich.
Los geht es dort bereits ab 312 Euro - natürlich unter Berücksichtigung der mit solchen Kampagnen einhergehenden Risiken. Später soll die unverbindliche Preisempfehlung bei rund 600 Euro liegen.
Inhaltsverzeichnis
- RoboUp Raccoon 2 SE Test-Fazit: Preiswerter Gartenhelfer
- Ausstattung und Lieferumfang: Kompakter Rasenroboter mit Kamera
- Einrichten und Wartung: Automatische oder manuelle Kartierung
- App und Bedienung: Mähroboter funktioniert auch ohne App
- Navigation und Hinderniserkennung: Ohne RTK und Kabel
- Mähleistung und Randschneiden: Chaotisch
- Laufzeit und Lautstärke: Leiser Mähroboter für Stadtgärten
RoboUp hat sich auf dem Markt der Mähroboter ohne Begrenzungsdraht bereits einen Namen gemacht. Im letzten Jahr hatten wir den T1200 Pro im Test (ca. 1.550 Euro bei Amazon), der insgesamt einen zuverlässigen Eindruck hinterlassen hatte.
Für die Gartensaison 2026 bringt RoboUp nun mit dem Raccoon 2 SE ein komplett neues Modell auf den Markt, das teils andere Wege einschlägt und sehr günstig angeboten wird. Ob sich der Kauf lohnt, was der Mähroboter kann und für wen er geeignet ist, verrät unser RoboUp Raccoon 2 SE Test.
Datenblatt RoboUp Raccoon 2 SE
| Eigenschaft/Modell | RoboUp Raccoon 2 SE |
|---|---|
| Fläche | < 500 m² |
| Navigation und Hinderniserkennung | VSLAM + INS |
| Mähwerk | Mähscheibe |
| Anzahl Klingen | 3 |
| Schnittbreite | 20 cm |
| Schnitthöhe | 3 - 8 cm |
| Schnitthöhe einstellen | elektrisch |
| Steigung | 36 % |
| Display | ja |
| Akkukapazität | 5 Ah |
| Gewicht | ca. 12 kg |
| Abmessungen | 61,7 x 40,8 x 28,8 cm |
| Wasserdichtigkeit | IPX6 |
| Garage im Lieferumfang | nein |
| Anzahl Klingen im Lieferumfang | 3 + 9 Stück |
| Farbe | Grau |
| UVP | ab 299 Euro |
Ausstattung und Lieferumfang: Kompakter Rasenroboter mit Kamera
Der RoboUp Raccoon 2 SE ist für Rasenflächen bis 500 Quadratmeter ausgelegt. Diese kann er komplett eigenständig kartieren, ohne dass ein Begrenzungskabel und eine RTK-Antenne erforderlich sind. Stattdessen setzt dieses Modell eine Kamera ein, die mit KI trainiert automatisch die Rasengrenze erkennt. Das erfordert allerdings eine komplett geschlossene Rasenfläche mit gut erkennbaren Übergängen, wobei bis zu drei Flächen angelegt werden können.
Während die Kamera in einem kleinen Buckel sitzend den Bereich vor dem Rasenroboter erfasst, stecken in der Oberseite ein einfaches Display, fünf Tasten für die Bedienung, die obligatorische Stop-Taste in leuchtendem Rot sowie ein Regensensor. Am Heck gibt es eine praktische Griffmulde, mit der sich der rund 12 kg wiegende Mähroboter gut tragen lässt. Die Verarbeitung ist gut, das Design recht nüchtern in den Farben eines Waschbärs.
Auf der Unterseite gibt es neben den zwei großen Antriebsrädern vorne und einem dritten Rad im Heck das Mähwerk zu finden. Die rotierende Mähscheibe ist mit drei frei schwingenden Klingen bestückt und weist eine Schnittbreite von 20 cm auf. Das ist nicht sonderlich viel, für ein auf kleine Gärten ausgelegtes Modell aber ausreichend.
Bevor es mit dem Mähen losgehen kann, sind ein paar Handgriffe erforderlich. Neben der Installation der Ladestation (Stromanschluss und Befestigung mit Erdschrauben) muss die vordere Stoßstange als Bumper an der Unterseite des Gerätes verschraubt werden. Das erforderliche Werkzeug liegt ebenso bei wie zwei Beacons (mehr dazu weiter unten) und drei Sätze Ersatzklingen. Dann ist der RoboUp Raccoon 2 SE einsatzbereit.
Einrichten und Wartung: Automatische oder manuelle Kartierung
Die App von RoboUp ist beim Raccoon 2 SE nicht zwingend erforderlich. Er kann über die Bedieneinheit auf der Geräteoberseite auch komplett ohne Smartphone eingerichtet und genutzt werden. Somit ist er selbst für Smartphone-Muffel mit kleiner Rasenfläche einsetzbar.
Einfach mähen: Raccoon 2 SE startet zum Schnäppchenpreis

Der RoboUp Raccoon 2 SE ist nicht nur der perfekte Mähroboter für kleine Rasenflächen. Er startet auch zum besonders günstigen Frühbucherpreis ab nur 312 Euro. VIPs erhalten ihn dank Vorverkauf sogar ab nur 299 Euro.
Der Raccoon 2 SE ermöglicht besonders einfaches Rasenmähen: Einfach auf Start drücken. Außerdem bietet der Mähroboter diese Vorteile:
- kabellos, kein RTK erforderlich
- leistungsstarker 5-Ah-Akku mit automatischem Aufladen
- duale Kartierung
- KI-Hinderniserkennung
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Mit App gibt es mehr Möglichkeiten. Hier ist nach dem Verbindungsaufbau mit Bluetooth und WLAN, der gut erklärt und im Test problemlos geklappt hat, zunächst die übliche Kartierung der Rasenfläche erforderlich. Hier stehen zwei Optionen zur Wahl.
Zum einen kann der Mähroboter die Kartierung komplett eigenständig vornehmen. In diesem Fall hat der Raccoon 2 SE im Test die Mähfläche über seine Kamera und KI-Rasenerkennung einmal dem Rand folgend ringsherum abgefahren. Das hat insgesamt solide funktioniert. Bereiche mit wenig Rasen und sichtbarer Erde sowie mit vielen heruntergefallenen Blättern (das Testgerät stand leider erst in Richtung Herbst zur Verfügung) hat er bei der Kartierung ausgelassen, beim Mähen später aber teils dennoch berücksichtigt.
Alternativ ist eine manuelle Kartierung möglich. Hierbei wird der Mähroboter über zwei virtuelle Steuerknüppel auf dem Smartphone-Display für eine Einführungsrunde pilotiert. Das klappt prinzipiell gut, da die Steuerung angenehm und nicht zu feinfühlig reagiert. So lässt sich der Mähroboter zielgenau entlang der Rasengrenzen pilotieren.
Auch hier gilt aber, dass das Revier des Raccoon 2 SE komplett umschlossen sein muss. Gibt es beispielsweise einen offenen Übergang der Rasenfläche zum Nachbargrundstück oder einen anderen nicht zu mähenden Bereich, lässt sich die eigene Rasenfläche zwar (unter Protest auf dem Display) kartieren. Der Mäher mäht dann aber dennoch alles Grün, was er ohne physische Grenze erreichen kann, und verlässt so den zugeteilten Bereich.
Insgesamt kann der Raccoon 2 SE von RoboUp bis zu drei Rasenflächen mähen. Allerdings müssen die Übergänge jeweils mit Beacons in Form von großen Plastikscheiben markiert werden, wovon zwei Stück im Lieferumfang beiliegen. Das ist letztendlich keine sonderlich elegante Lösung. Daher ist dieser kompakte Mähroboter eher für Bewohnern von Grundstücken mit nur einer Rasenfläche geeignet.
Wartung und Reinigung sind gewohnt einfach gehalten. Der Klingenwechsel erfordert einen Schraubendreher. Dank IPX6 kann der Raccoon 2 SE mit dem Gartenschlauch gereinigt werden.
App und Bedienung: Mähroboter funktioniert auch ohne App
Wie bereits erwähnt, ist die App für den Raccoon 2 SE nicht zwingend erforderlich. Der RoboUp Raccoon 2 SE lässt sich komplett über das Bedienfeld am Mähroboter bedienen. Neben einem Display stehen hier fünf Tasten zur Verfügung. Per App ist es aber natürlich deutlich bequemer.
Wird die RoboUp App genutzt, ermöglicht sie nicht nur die Kartierung von bis zu drei Rasenflächen, sondern eröffnet noch einige weitere Optionen. Dazu zählt neben der Fernsteuerung zum manuellen (Nach-)Mähen unter anderem die Planung von vorgegebenen Arbeitszeiten.
Auf der Übersicht ist zwar die kartierte Rasenfläche zu sehen. Sie liefert aber keinerlei Live-Fortschritt. Orientieren kann man sich nur an den Zahlen für die prozentuale Mähzeit sowie die verbleibende Arbeitsdauer. Neben der Ansicht des Status von Akku, WLAN und Bluetooth ermöglicht die App zudem die Einstellung des Modus, der Schnitthöhe, dem Kantenmodus und der Dauer. Beim Kantenschnitt kann wahlweise bis zum Rasenrand geschnitten oder bei ebenerdigen Übergängen auch auf der Kante gefahren werden.
Navigation und Hinderniserkennung: Ohne RTK und Kabel
Auf unser rund 250 Quadratmeter großen Testfläche hat der Raccoon 2 SE leider kein systematisches Arbeiten an den Tag gelegt. Stattdessen wurde die Fläche nach Zufallsprinzip gemäht, bei dem er eine Bahn bis zum Rand fährt und dann in einem zufälligen Winkel eindrehend die nächste Bahn einschlägt. Das ist natürlich nicht effizient.
So setzt der Raccoon 2 SE rund 8,5 Stunden Mähzeit an, um eine einigermaßen flächendeckende Abmessung zu erreichen. Bei einem 25-Quadratmeter-Reihenhausgarten ist es gut eine Stunde. Systematisch navigierende, aber meist auch teurere Mähroboter wie der Mammotion Yuka mini (ca. 800 Euro bei Amazon) oder der Mova 1000 (ca. 800 Euro bei Amazon) sind hier natürlich deutlich schneller und auch zuverlässiger hinsichtlich der Flächenabdeckung.
Alternativ kann der RoboUp Raccoon 2 SE mit dem Zielbereich-Modus Flächen bis 80 Quadratmeter auch in parallelen Bahnen abarbeiten. Hierfür muss die Rasenfläche aber ebenfalls klar umgrenzt sein. Zudem muss der Mähroboter manuell in den Bereich befördert werden. Er kann hier nicht aus der Station starten, sodass im regulären und regelmäßigen Betrieb (ggf. mit Mähzeit-Planung) keine systematische Bearbeitung der Rasenfläche möglich ist.
Insgesamt hat der Raccoon 2 SE zumeist zuverlässig über unsere Testfläche navigiert. Nur in seltenen Ausnahmefällen war er auf Hilfe angewiesen. Einmal ist er in einem Beet mit Rindenmulch, das am Rand des Mähbereichs liegt, komplett hängengeblieben - leider nicht das einzige Mal, dass er den zuvor kartierten Bereich verlassen hat. Und gelegentlich hat er sich auch in einem engen Sackgassen-Bereichen am Randbereich festgefahren und ist dann nur schwer bis gar nicht wieder herausgekommen. Zumeist hat er Engstellen bis 80 cm aber gemeistert.
Für die Hinderniserkennung und -vermeidung nutzt der Raccoon 2 SE neben seiner KI-Kamera auch einen Bumper in der Front. Im Test hat der Mähroboter in diesem Testkriterium einen soliden Eindruck hinterlassen. Alle großen Hindernisse wie Bäume, Schaukelgestell und Co hat der Raccoon 2 SE erfolgreich erkannt und ist ihnen zuverlässig ausgewichen.
Bei kleineren Gegenständen wurde es teils etwas unzuverlässiger. Bei einem Ball in Handballgröße ist er immer mit etwas Abstand umgedreht. Einen Tennisball hat er hingegen stets überfahren. Bei einem Stück Gartenschlauch sowie unserer Igel-Attrappe war das Ergebnis gemischt. In den überwiegenden Anfahrten wurde rechtzeitig gestoppt. Gelegentlich musste hier aber beim Igel der Bumper einspringen, was einem realen Tier sicherlich weniger gut bekommen würde als unserer Attrappe.
Auch der Gartenschlauch wurde in seltenen Fällen überrollt, sodass die Hinderniserkennung zumeist gut, aber nicht zu 100 Prozent zuverlässig arbeitet. Daher ist der Raccoon 2 SE aus unserer Sicht (mit der aktuellen Softwareversion) eher etwas für Gärten, in denen in der Regel nichts auf der Rasenfläche herumliegt. Kommende Firmware-Updates können hier aber sicherlich noch Verbesserungen bringen.
Mähleistung und Randschneiden: Chaotisch
Die Schnittbreite des Raccoon 2 SE fällt mit 20 cm relativ gering aus. Auf zwei Testflächen hat das Mähwerk mit seinen drei Klingen zuverlässig den Rasen auf die eingestellte Höhe zwischen 30 und 80 mm geschnitten. Das größere Problem ist hier die bereits beschriebene chaotische Navigation bei Flächen über 80 Quadratmeter, was zu keiner garantierten Abdeckung und einem gleichmäßigen Mähbild führen kann. Mit ausreichendem und regelmäßigem Einsatz lassen sich aber Flächen auch so einigermaßen einheitlich in Form halten.
Neben dem Flächenmähen gibt es auch einen einzelnen sowie kombinierten Randmodus. In diesem umrandet der Raccoon 2 SE die Rasenfläche und mäht so die Kante. Hier tritt bei nicht ebenerdigen Übergängen aber das gewohnte Problem zutage, dass das Mähwerk mittig im rund 40 cm breiten Mähroboter sitzt und damit ohne entsprechende Übergänge ein rund 10 cm breiter Streifen stehen bleibt. Dieses Problem tritt aber bei vielen Modellen auf, auch wesentlich teureren.
Laufzeit und Lautstärke: Leiser Mähroboter für Stadtgärten
RoboUp gibt eine Akkulaufzeit von 150 Minuten an. Die hat das Testgerät auf einer regelmäßig gemähten Fläche mit somit überschaubarer Mähaktivität sogar noch übertroffen. Nach rund 3 Stunden und mit 20 Prozent Restladung ist der Raccoon 2 SE im Test zurück zur Ladestation gefahren. Hierbei hat er sich am Rand der Rasenfläche entlanggehangelt, bis er bei der Ladestation angekommen war.
Dort wurde der 5 Ah große Akku binnen gut einer Stunde wieder auf 90 Prozent geladen, sodass es zügig wieder auf die Rasenfläche geht, um die Arbeit fortzusetzen. Hierbei sind ca. 70 Wh in den Akku geflossen. Den Standby-Verbrauch, sprich wenn der Roboter mit vollgeladenem Akku in der Ladestation auf den nächsten Einsatz wartet, haben wir mit rund 4 W gemessen.
Wir bewerten die Energieeffizienz der von uns getesteten Mährobotern anhand der Annahme, dass eine 500 Quadratmeter große Fläche dreimal pro Woche gemäht werden. Das ist bei diesem Testkandidaten durch das chaotische Vorgehen etwas schwieriger. Grob hochgerechnet ergeben sich ca. 7 kWh pro Monat, wobei eben keine komplette Abdeckung und Genauigkeit garantiert werden kann. Insgesamt hält sich der Energiebedarf somit in Grenzen, wobei ein systematisch navigierender Mähroboter definitiv effizienter ist.
Die Lautstärke haben wir mit rund 55 dB gemessen, wobei dies auch abhängig von der Mähaktivität ist. Insgesamt präsentiert sich der RoboUp Raccoon 2 SE im Test angenehm leise, ist somit auch ein unauffälliger Gartenhelfer für Stadtgärten.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.































