Apple iPhone: DRAM-Krise verursacht 350% höhere RAM- und NAND-Kosten

Die DRAM-Krise scheint derzeit unaufhaltsam. Durch die nach wie vor steigende Nachfrage nach DRAM und NAND durch KI-Unternehmen wie OpenAI steigen die Speicherpreise seit vergangenem Herbst rapide. Der Höchststand ist anscheinend noch lange nicht erreicht. Denn laut eines neuen Berichts der Financial Times, der auf Daten der Analysten von JPMorgan basiert, soll Speicher im Jahr 2027 rund 45 Prozent der Produktionskosten eines iPhones ausmachen.
Wie eine "Bill of Materials"-Analyse aus dem Jahr 2024 zeigt, waren Arbeitsspeicher und NAND Flash-Speicher beim iPhone 15 Pro Max und beim iPhone 16 Pro Max noch für insgesamt 7 Prozent der Produktionskosten verantwortlich. Apple hat im Jahr 2024 rund 17 US-Dollar für 8 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher bezahlt, für 256 GB Flash-Speicher musste der Konzern dagegen 22 US-Dollar aufwenden. Beim iPhone 17 Pro (ca. 1.254 Euro auf Amazon) soll Apple aktuell rund 10 Prozent der gesamten Herstellungskosten für Arbeitsspeicher und Flash-Speicher aufwenden.
Wenn diese Angaben korrekt sind, würden die Speicherkosten bei einem einzelnen iPhone von unter 40 US-Dollar im Jahr 2024 auf potenziell über 250 US-Dollar steigen. Da derzeit ohnehin der gesamte Speicher, der produziert werden kann, Abnehmer findet, hat Apple laut der Angaben der Financial Times keine besonders starke Verhandlungsposition, um diese steigenden Kosten abzufedern. Ob Apple diese Kostensteigerungen direkt an Kunden weiterreicht, oder aber einen Teil davon durch geringere Profitmargen selbst bezahlt, um dafür höhere Marktanteile zu gewinnen, wird sich spätestens zum Launch der iPhone 18-Serie im September zeigen.







