Notebookcheck Logo

Baldur’s Gate 3 Publishing Director widerspricht Epic-CEO: Fehlender Steam-Release hat ‚Alan Wake 2‘ geschadet

Alan Wake in Alan Wake 2. (Bildquelle: Remedy Entertainment)
Alan Wake in Alan Wake 2. (Bildquelle: Remedy Entertainment)
Nach Äußerungen von Epic-CEO Tim Sweeney und einem deutlichen Widerspruch seitens der Larian Studios rückt das Thema Plattform-Exklusivität und deren finanzielle Auswirkungen auf Entwickler erneut in den Fokus.

Tim Sweeney, der CEO von Epic Games, erklärte kürzlich, dass der Wettbewerb zwischen Steam und dem Epic Games Store Spielern und Entwicklern zugutekomme. „Bei manchen Transaktionen gewinnt Epic. Bei den meisten gewinnt Steam“, so Sweeney. Er fügte hinzu: „Aber eines bleibt bei jeder Transaktion gleich: Gamer und Entwickler gewinnen durch mehr Optionen und bessere Angebote.“

Diese Botschaft stieß bei Michael Douse, dem Publishing Director von Larian Studios, auf wenig Gegenliebe – er widersprach öffentlich. Zwar räumte er ein, dass Epic Games die Entwicklung von Alan Wake 2 komplett finanziert habe, argumentierte jedoch, dass das „Pro-Entwickler“-Narrativ an der Realität vorbeigehe, wenn man sich die Situation von „Remedy Entertainment“ ansehe. Seiner Ansicht nach zeigen die finanziellen Schwierigkeiten von Remedy nach der Veröffentlichung die Schattenseiten der Abwesenheit auf Steam, da das Spiel dort ein wesentlich größeres Publikum hätte erreichen können.

Douse führte weiter aus, dass Remedy die Entwicklungskosten vermutlich schneller hätte einspielen und zusätzliche Gewinne hätte erzielen können, selbst wenn Epic eine Umsatzbeteiligung an den Steam-Verkäufen einbehalten hätte. Er stimme zwar zu, dass Wettbewerb zwischen Plattformen gesund sei, er halte es jedoch für schwierig, Exklusivdeals zu verteidigen, wenn es klare Beispiele für Spiele gibt, die genau darunter leiden.

Zudem stellte Douse den langfristigen Plan hinter Epics Store-Strategie infrage. Der Erfolg hänge davon ab, die massive Fortnite-Spielerschaft in Käufer von Premium-Einzelspieler-Titeln zu verwandeln. Bisher sehe er jedoch keine Anzeichen dafür. Er verglich die Situation mit mobilen App-Stores, in denen die jahrelange Dominanz von Free-to-Play-Titeln es extrem schwierig gemacht habe, Premium-Spiele zu verkaufen, ohne deren Wert an anderer Stelle zu untergraben.

Im speziellen Fall von Alan Wake 2 half der Publishing-Deal mit Epic zwar dabei, das Spiel überhaupt zu realisieren, doch laut Berichten dauerte es fast zwei Jahre, bis Remedy die Gewinnzone erreichte. Das Spiel erschien weder auf Steam noch auf der Nintendo Switch. Viele sind überzeugt, dass allein ein Steam-Release die Verkaufszahlen deutlich angekurbelt und den finanziellen Druck auf das Studio gemindert hätte.

Teilen Sie diesen Artikel, um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
Mail Logo
static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > Baldur’s Gate 3 Publishing Director widerspricht Epic-CEO: Fehlender Steam-Release hat ‚Alan Wake 2‘ geschadet
Autor: Abdul Haddi, 23.01.2026 (Update: 23.01.2026)