Arbeitsspeicher-Preise sind über die vergangenen Monate geradezu explodiert. Das hat nicht nur Auswirkungen auf Endverbraucher, die Arbeitsspeicher für Laptops und Desktop-PCs kaufen, sondern auch auf Hersteller von Notebooks und Gaming-Handhelds. Gerade im niedrigeren Preissegment hat der Arbeitsspeicher häufig großen Einfluss auf die gesamten Produktionskosten.
Das führt nun dazu, dass der Anbernic RG34XXSP ab sofort nur noch mit 1 GB Arbeitsspeicher produziert wird, statt wie zuvor mit 2 GB RAM. Anbernic hat die technischen Daten auf der offiziellen Produktseite bereits angepasst. Auf Nachfrage hat Anbernic einem Reddit-Nutzer bestätigt, dass es sich dabei um keinen Fehler handelt, und die Ausstattung des Gaming-Handhelds tatsächlich geändert wurde. Einige Händler, inklusive Amazon Deutschland, listen den Handheld noch mit 2 GB RAM, aktuell dürften also noch alte Lagerbestände verfügbar sein.
Der Anbernic RG34XXSP ist im vergangenen Mai auf den Markt gekommen. Der Retro-Handheld wurde als Nachfolger des RG35XXSP positioniert, wobei der erweiterte Arbeitsspeicher neben den beiden Analog-Sticks und dem vollständig laminierten Display eines der bedeutendsten Upgrades war. Der reduzierte Arbeitsspeicher hat beim Zocken von Spielen, die ursprünglich für den Game Boy oder den Game Boy Advance bestimmt waren, kaum Auswirkungen.
Bei ausgewählten Apps oder bei Spielen, die für leistungsstärkere Retro-Konsolen entwickelt wurden, kann die Halbierung des Arbeitsspeichers aber zu einer spürbar schlechteren Performance führen. Anbernic hat diese Änderung an der Ausstattung des RG34XXSP nicht vorab angekündigt, wie dieser Vorfall zeigt lohnt es sich also, vor dem Kauf eines Gaming-Handhelds einen näheren Blick auf das aktuelle Datenblatt zu werfen, und nach Unterschieden zu getesteten, älteren Varianten eines Handhelds Ausschau zu halten.













