Capcom: RE-Engine bekommt spannendes Upgrade

Capcom hat erläutert, wie die RE Engine für das KI-Zeitalter weiterentwickelt werden soll. Programmierer Satoshi Ishida hat das REX-Projekt, kurz für RE neXt Engine, am 2. Oktober 2026 auf der Capcom Open Conference RE:2026 in der Ariake Convention Hall in Tokio vorgestellt.
Capcom hatte REX erstmals 2023 angekündigt. Der Vortrag hat gezeigt, dass die Engine schrittweise erweitert und nicht vollständig ersetzt werden soll. Die Konferenz wird am 3. Oktober in Tokio fortgesetzt. Weitere Veranstaltungen folgen am 17. und 18. Oktober in Osaka.
Warum Capcom die RE Engine weiterentwickelt
Die RE Engine ist 2017 mit Resident Evil 7 erstmals zum Einsatz gekommen und seitdem für mehr als 27 Capcom-Spiele genutzt worden. Inzwischen arbeiten fast alle Entwickler des Unternehmens damit, insgesamt mehr als 2.000 Personen. Ishida hat drei Herausforderungen genannt: Der wachsende Umfang der Spiele verlangsamt die Entwicklungszyklen, die Entwickler haben zunehmend unterschiedliche Hintergründe und die KI-Entwicklung schreitet schnell voran. REX soll die Leistung, die Werkzeuge, die Effizienz der Entwicklung und die Qualitätssicherung verbessern. Capcom behält die bestehende Engine bei und ergänzt sie nach und nach um neue Komponenten.
Welche Neuerungen REX bietet
REX besteht aus Komponenten mit dem Namenspräfix "RE:". RE:Dox überführt unterschiedliche Datenformate in eine einheitliche Struktur, um die Verarbeitung zu beschleunigen. RE:UI macht die Benutzeroberflächen der Entwicklerwerkzeuge schlanker und reduziert den Speicherbedarf, indem Darstellung und Zustand getrennt werden. Mit dem visuellen Werkzeug RE:Flows lassen sich Spielabläufe erstellen, die automatisch in eine herkömmliche Programmiersprache übertragen werden. RE:Runtime verarbeitet eine große Zahl von Charakteren effizienter. RE:Log überarbeitet die Protokollierung und Kommunikation. Dabei werden Protokolle zentral gespeichert, sodass Entwickler sie durchsuchen können.
Wie Capcom KI integrieren will
Ishida zufolge soll letztlich eine Game-Engine für die KI-Generation entstehen. Dafür folgt das gesamte System inzwischen den Regeln einer weitverbreiteten Programmiersprache, damit KI den Code leichter lesen kann. Perspektivisch soll KI den Code verstehen, Programme schreiben und Tests ausführen, um Fehler automatisch zu erkennen. Dabei handelt es sich um Ziele, die entsprechenden Funktionen sind noch nicht verfügbar. Capcom hat auch keinen Zeitplan dafür genannt, wann sie bei der Entwicklung seiner Spiele zum Einsatz kommen sollen. Die beschriebenen Pläne konzentrieren sich auf Entwicklerwerkzeuge und Tests. Von KI-generierten Inhalten in fertigen Spielen ist im Bericht von GameBiz nicht die Rede.
Pläne für Open Source
Capcom hat einige REX-Technologien, darunter RE:Dox und RE:Log, bereits öffentlich im Internet bereitgestellt. Damit sollen KI-Werkzeuge mehr Material zum Lernen erhalten. Das bedeutet jedoch nicht, dass die RE Engine selbst öffentlich zugänglich wird.







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