Capcom bestätigt Datenleck: Mehr als 11,7 Millionen Konten betroffen

Capcom hat eine schwerwiegende Sicherheitsverletzung im Zusammenhang mit seinem Dienst Capcom ID bestätigt. Dabei wurden Informationen offengelegt, die mit weltweit mehr als 11,7 Millionen Konten verknüpft sind. Nach Angaben des Unternehmens wurden bereits Sofortmaßnahmen ergriffen, um den unbefugten Zugriff zu unterbinden. Die Untersuchung des gesamten Ausmaßes des Vorfalls dauert jedoch noch an.
Insgesamt wurden laut Capcom 11.774.247 E-Mail-Adressen sowie weitere kontobezogene Informationen offengelegt. Dazu zählen das Datum der Kontoerstellung, der letzten Anmeldung, die Anzahl der Anmeldungen und die bei der letzten Anmeldung verwendete IP-Adresse. Bei einer deutlich kleineren Gruppe von 43 Konten wurden zudem Geburtsdaten, Geschlecht, Land oder Region sowie Spitznamen offengelegt.
Darüber hinaus kam es bei 196 Konten zu unbefugten Passwortänderungen. Capcom hat die Passwörter dieser Konten inzwischen zurückgesetzt. Das Unternehmen gibt an, bislang keine Hinweise darauf gefunden zu haben, dass die ursprünglich von den Kunden festgelegten Passwörter offengelegt wurden. Auch Kreditkartendaten waren von dem Vorfall nicht betroffen.
Ersten Hinweisen auf einen unbefugten Zugriff ging Capcom am 19. Oktober nach. Das Unternehmen begann daraufhin, die verdächtigen Aktivitäten zu blockieren und den Vorfall zu untersuchen. Am folgenden Tag wurde eine interne Taskforce eingerichtet. Am 21. Oktober meldete Capcom den Vorfall der Polizei und der japanischen Kommission zum Schutz personenbezogener Daten.
Inzwischen nimmt das Unternehmen Kontakt zu betroffenen Kunden auf und warnt vor verdächtigen E-Mails. Da Millionen von E-Mail-Adressen offengelegt wurden, könnten Angreifer die Daten für Phishing-Angriffe nutzen und sich dabei als Capcom oder mit dem Unternehmen verbundene Firmen ausgeben.












