DJI Osmo Pocket 4P (Pro): Test zeigt Kamera mit 70-mm-Teleobjektiv, 1/1,5-Zoll-Sensor und cineastischem Bokeh

Die mit Spannung erwartete DJI Osmo Pocket 4 Pro (4P) wurde nun in einem ausführlichen Review detailliert vorgestellt.
Während sich die reguläre Osmo Pocket 4 auf die Weiterentwicklung des 1-Zoll-Sensor-Konzepts der Pocket 3 konzentriert, führt die „P“- beziehungsweise „Pro“-Variante ein zweites Objektiv mit 3-fach-optischem Zoom ein. Dadurch entwickelt sich die Pocket 4P von einer klassischen Vlogging-Kamera zu einem vielseitigen Profi-Werkzeug für Content-Ersteller.
Dual-Kamera der DJI Osmo Pocket 4P (Pro) bietet 1/1,5-Zoll-Zoomsensor mit 3-fach-Zoom, 6-fach-verlustfreiem und bis zu 12-fachem Digitalzoom – das Bokeh wirkt beeindruckend
Erstmals in der Geschichte der Reihe verabschiedet sich DJI vom klassischen Einzelobjektiv-Setup. Die Pocket 4P kombiniert ihre traditionelle Weitwinkel-Hauptkamera mit einem dedizierten 60-mm-äquivalenten Zoomobjektiv mit 3-fach-optischem Zoom. Dadurch bietet die Pocket 4P einen 3-fach-optischen, 6-fach-verlustfreien Zoom (per In-Sensor-Crop) sowie bis zu 12-fachen Digitalzoom und rückt damit näher an das Kamerasystem eines iPhone 17 Pro heran.
Laut dem Review-Material dürfte der sekundäre Sensor auf 1/1,5-Zoll-CMOS setzen und vermutlich auf derselben Telefoto-Hardware basieren wie die DJI Mavic 4 Pro. Diese Ergänzung behebt die für Weitwinkel-Videografie typischen Verzerrungen und ermöglicht Aufnahmen von Gesichtern mit natürlicheren Proportionen sowie ansprechendem Bokeh. Tatsächlich wirkt die Hintergrundunschärfe in den gezeigten Aufnahmen ausgesprochen beeindruckend.
Ein Nebeneffekt der verbesserten Videokamera ist, dass sie auch als Fotokamera besser wird. Die Osmo Pocket 4 ist der Pocket 3 in dieser Hinsicht dank ihres 37-MP-Sensors bereits um Längen voraus. Nun macht die 3-fach-Zoomkamera der Pocket 4P sie noch flexibler, wenn es ums Fotografieren geht.
Auch beim Tracking hat die Pocket 4P einen Vorteil. Sie kann ActiveTrack 7.0 bei 3-fachem und sogar bei 6-fachem Zoom nutzen, was sie möglicherweise zu einer der zuverlässigsten „Zoomkameras“ überhaupt macht – schließlich dürfte es extrem unwahrscheinlich sein, dass sie den Fokus verliert. Die reguläre Pocket 4 kann Nutzer bei 2-fachem und 4-fachem Zoom verfolgen.
Dual-Kamera der DJI Osmo Pocket 4P (Pro) ist schwerer und weniger effizient als die Osmo Pocket 4
Der Testbericht weist allerdings auch darauf hin, dass der deutliche Funktionssprung einige Nachteile mit sich bringt. Das Dual-Kamera-Modul ist sichtbar größer und etwas schwerer als bei den Vorgängern. Laut dem Reviewer sorgt dieses zusätzliche Gewicht im oberen Bereich dafür, dass der mitgelieferte Verlängerungsgriff und das Mini-Stativ nahezu unverzichtbar werden, um die Kamera angenehm und ausbalanciert halten zu können.
Darüber hinaus müssen die Gimbal-Motoren nun ein höheres Drehmoment aufbringen, um den schwereren Kamerakopf zu stabilisieren – besonders bei Aufnahmen mit 3-fachem oder 6-fachem Zoom, bei denen selbst kleinste Vibrationen stärker auffallen. Entsprechend müssen Nutzer im Vergleich zur regulären Pocket 4 mit einer etwas geringeren Akkulaufzeit rechnen, was allerdings kein entscheidender Nachteil sein dürfte.
Weitere Informationen zur DJI Osmo Pocket 4P dürften schon bald folgen. Einen offiziellen Releasetermin für die Dual-Kamera-Version hat DJI bislang zwar noch nicht angekündigt, doch bis zur offiziellen Vorstellung scheint es nicht mehr lange zu dauern.
Passend dazu bereitet auch Insta360 offenbar den baldigen Marktstart der Dual-Kamera-Actioncam Insta360 Luna Ultra vor.
Quelle(n)
iFanr Test über KingmiMobile










