DRAM-Krise: Canon warnt vor teureren Kameras

Die DRAM-Krise, ausgelöst durch die immense Nachfrage nach Arbeitsspeicher, SSDs und Halbleitern für AI-Datenzentren, hat über die vergangenen zwölf Monate bereits zu teils extremen Preiserhöhungen bei Produkten wie Grafikkarten, Spielkonsolen und Laptops geführt, selbst die Nintendo Switch 2 (ca. 499 Euro auf Amazon) wurde bereits teurer. Im nächsten Jahr soll die Krise auch Kameras treffen.
Davor warnt Canon nun in einem Q&A-Dokument, das im Rahmen der Bekanntgabe der Finanzergebnisse des dritten Quartals 2026 veröffentlicht wurde. Demnach wird es zunehmend schwieriger, Elektronik-Komponenten wie Mainboards in ausreichender Menge zu beziehen, während die Kosten für Sensoren und DRAM, der in Kameras als Pufferspeicher genutzt wird, zunehmend steigen. Canon schöpft laut eigenen Angaben "alle erdenklichen Mittel" aus, um ausreichend Komponenten für die hauseigenen Kameras zu beschaffen, das sei allerdings mit höheren Kosten als üblich verbunden.
Diese höheren Kosten sollen durch höhere Preise an Kunden weitergereicht werden, wobei Canon die Preissteigerungen unter Berücksichtigung auf deren Einfluss auf die Verkaufszahlen und damit auf den Profit vornehmen möchte. Vereinfacht ausgedrückt zieht Canon also in Erwägung, einen Teil der höheren Produktionskosten selbst zu tragen, in jedem Fall sind im nächsten Jahr aber mehr oder minder große Preiserhöhungen zu erwarten. Bemerkenswert ist auch, dass Canon bisher davon ausgegangen ist, dass die Kosten im zweiten Halbjahr 2027 wieder sinken werden, nun glaubt Canon aber, dass die Kosten im gesamten Jahr 2027 weiter steigen werden.








