Die DRAM-Krise macht sich bei Komponenten-Preisen bereits drastisch bemerkbar. Ein 32 GB DDR5-5.600 Arbeitsspeicher-Kit kostet aktuell 349 Euro, etwa fünfmal so viel wie vor einem Jahr. Für eine 2 TB Western Digital WD_BLACK SN7100 werden derzeit 229 Euro fällig, fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Im Laptop-Markt wirken sich diese Kostensteigerungen verzögert aus, sobald die RAM- und SSD-Lagerbestände von Laptop-Herstellern aufgebraucht und die Festpreis-Verträge mit Speicher-Lieferanten abgelaufen sind, sollen aber auch Laptop-Preise drastisch steigen.
Eine neue Analyse von TrendForce kommt zu dem Schluss, dass die Speicherpreise alleine schon zu 30 Prozent höheren Laptop-Preisen führen könnten, in Verbindung mit steigenden Kosten für Laptop-Prozessoren ist zu erwarten, dass Notebooks künftig bis zu 40 Prozent teurer angeboten werden. Intel soll die Listenpreise von älteren CPUs bereits um bis zu 15 Prozent angehoben haben, weitere Preiserhöhungen sind angeblich für das zweite Quartal 2026 geplant, und zwar auch für moderne Mittelklasse- und High-End-Chips.
Da die Produktions-Kapazitäten zunehmend für teure AI-Server-Hardware genutzt werden, soll die Verfügbarkeit von Laptop-CPUs derzeit eingeschränkt sein. Nach diesen Preiserhöhungen sollen Arbeitsspeicher, SSD und CPU rund 58 Prozent der Produktionskosten eines typischen 900 US-Dollar Laptops ausmachen, die Möglichkeiten, stattdessen an Komponenten wie dem Display oder dem Gehäuse zu sparen, sind also begrenzt. Wichtig ist allerdings, dass die Preiserhöhung von 40 Prozent nur dann gilt, wenn Laptop-Hersteller an ihren Profitmargen festhalten, und nicht bereit sind, einen Teil der höheren Produktionskosten selbst zu tragen.








