Die ersten 10 Level in WoW Forever: Wie viel vom alten WoW ist noch übrig?

Die Warterei hat endlich ein Ende: WoW Forever ist live. Gestern Nacht saß ich noch unruhig an meinem Schreibtisch und habe darauf gewartet, dass es endlich losgeht. Und entgegen meinen Erwartungen lief der Start bei mir tatsächlich erstaunlich reibungslos. Dass nicht alle Spieler so viel Glück hatten, zeigt der separate Bericht meines Kollegen Ronald Matta. Hier soll es aber darum gehen, was sich im Spiel selbst getan hat. Und schon in den ersten Spielstunden gibt es da so einiges zu berichten.
Ich habe mich natürlich für die einzige Rasse entschieden, die sich in WoW zu spielen lohnt: Tauren. Entsprechend ging es für mich in Mulgore los. Und das Erste, was beim Start sofort ins Auge fällt, ist die neue Optik. Während die Texturen der Spielwelt im Grunde noch genauso aussehen wie vor 20 Jahren, hat Blizzard anderswo ordentlich nachgebessert. So sorgen neue Lichteffekte dafür, dass die Landschaft deutlich lebendiger wirkt. Dazu kommt volumetrischer Nebel, der nicht mehr einfach nur die Sicht begrenzt, sondern für eine stimmungsvolle Atmosphäre sorgt. Gleichzeitig lässt sich deutlich weiter in die Ferne blicken als früher. Besonders in den weitläufigen Ebenen von Mulgore macht das einiges her.


So schön Mulgore auch aussieht, beim ersten Einloggen war ich zunächst von etwas ganz anderem beeindruckt: der schieren Anzahl an Spielern. Um den ersten Questgeber standen nämlich mindestens 40 meiner gehörnten Geschwister. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich da zu nennenswertem Fortschritt komme. Am Anfang geht es schließlich erst mal ein paar Ebenenschreitern an den Kragen, und die waren gegenüber der Taurenhorde deutlich in der Unterzahl. Zum Glück hat Blizzard mitgedacht und sogenannte Hyperspawns aktiviert. Das Federvieh steht also kurz nach seinem Ableben schon wieder da, als wäre nichts gewesen. Hier folgte direkt die zweite Überraschung: Trotz des enormen Spielerandrangs geht das Questen erstaunlich leicht von der Hand.
Was hat sich beim Gameplay getan?
Die neuen Gebiete konnte ich in den ersten zehn Leveln natürlich noch nicht erkunden, aber trotzdem hat sich einiges verändert. So kann man sich gleich zu Beginn über eine Quest einen Sammelberuf aussuchen. Früher musste man dafür noch zum Lehrer latschen. Außerdem gibt’s eine Einführung in die neue Lagermechanik. Spieler können jetzt unterwegs ein Lagerfeuer errichten und gemeinsam mit anderen Abenteurern einen kleinen Rastplatz aufbauen. Je nach Beruf lassen sich dort verschiedene Gegenstände aufstellen, die nützliche Boni verleihen.
Auch an der Spielmechanik hat Blizzard ein wenig geschraubt. So regeneriert sich Mana jetzt kontinuierlich, statt wie früher alle zwei Sekunden einen Schub zu bekommen. Im Kampf bringt das vielleicht keinen großen Vorteil, fühlt sich für mich aber besser an.
Am klassischen Schwierigkeitsgrad hat sich dagegen nicht allzu viel geändert. Ich bin als Druide unterwegs und muss nach wie vor regelmäßig eine Trinkpause einlegen, um meinen Manavorrat aufzufüllen. Und wer wie ich gelegentlich etwas zu viele Gegner auf einmal anlockt, beißt auch in WoW Forever ziemlich schnell ins Gras. Einfach drauflosrennen und alles niedermähen, wie man es aus dem modernen WoW kennt, funktioniert hier also nicht.


Das alte WoW-Gefühl ist noch da
Nach den ersten zehn Leveln bin ich jedenfalls ziemlich angetan von WoW Forever. Alles fühlt sich ein wenig moderner an, ohne dass der klassische WoW-Charme dabei verloren geht. Vor allem die neue Optik hat es mir angetan. Spielerisch habe ich natürlich noch längst nicht alles gesehen, was Forever zu bieten hat. Nach diesem ersten Ausflug durch Mulgore habe ich jedenfalls große Lust, weiterzuspielen.
Quelle(n)
Erfahrungsbericht














