Die letzte DSLR: Pentax kündigt Entwicklung brandneuer SLR an, stampft K-Serie aber ein

Ricoh, die Muttergesellschaft des Kamera-Herstellers Pentax, hat offiziell bestätigt, dass die Produktion von digitalen Spiegelreflexkameras der Pentax K-Serie eingestellt wird. Dieser Schritt zeichnet sich bereits seit Jahren ab, denn seit dem Launch der Pentax K1 II im Jahr 2018 hat der Konzern keinerlei Vollformat-DSLRs mehr auf den Markt gebracht, und auch die Entwicklung neuer Objektive wurde anscheinend vor Jahren gestoppt.
Nach dem Erfolg der Pentax 17 (ca. 480 Euro auf Amazon) will sich Ricoh aber offenbar weiter in unerforschte Gewässer wagen. Denn der Konzern hat bestätigt, dass Pentax derzeit eine gänzlich neue Serie von digitalen Spiegelreflexkameras entwickelt, welche die Geschichte des Pentax K-Bajonetts fortsetzen sollen. Diese Kameras basieren laut Ricoh auf einem komplett neuen Konzept. Details dazu, wie sich diese neuen Kameras von älteren Modellen der Pentax K-Serie unterscheiden, hat der Hersteller aber noch nicht bestätigt. Es soll noch einige Zeit dauern, bis diese neuen Produkte marktreif sind, Ricoh verspricht regelmäßige Updates, sobald neue Informationen verfügbar sind.
Schon die Tatsache, dass Pentax neue Spiegelreflexkameras entwickeln wird, ist aber eine kleine Sensation. Denn nachdem sich Canon, Nikon, Sony und Leica gänzlich von DSLRs verabschiedet haben, ist die Technologie vom Aussterben bedroht. Der Spiegel, der den Blick durch das Objektiv ermöglicht, wurde über die vergangenen Jahre zunehmend durch einen elektronischen Sucher ersetzt, der ein Vorschaubild zeigt, das vom digitalen Sensor der Kamera aufgezeichnet wird. Das hat Vorteile, da die präzise Tiefenschärfe und Belichtung bereits vor der Aufnahme eines Fotos geprüft werden können, während der Wegfall des Spiegels Platz spart. Allerdings führen elektronische Sucher auch zu einem höheren Stromverbrauch.








