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DualSense-Ersatz zum halben Preis: Gamrombo RH-5189 PS5-Controller im Hands-on

Der Gamrombo RH-5189.
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Der Gamrombo RH-5189.
Gamrombo bietet zwei PS5-Controller an: den RH-5188 mit programmierbaren Rücktasten und den schlichteren, aufgeräumteren RH-5189. Letzterer ist über bestimmte Händler bereits für 40 US-Dollar (ca. 35 Euro) erhältlich. Wie gut er sich schlägt, zeigt dieser Hands-on-Test.
Kommentar von Ricci Rox
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Seit Sony die PlayStation 5 zusammen mit dem DualSense-Controller vorgestellt hat, sind mittlerweile sechs Jahre vergangen. Anders als bei der PlayStation 4 und dem DualShock 4 gab es bei der PlayStation 5 bislang praktisch keine Auswahl an DualSense-Controllern von Drittanbietern. Das scheint sich nun zu ändern – vor allem dank Unternehmen aus China. Eines davon ist Gamrombo. Wie sich der RH-5189 als neuestes Modell des Herstellers schlägt, verrät dieser Artikel.

Zunächst einmal ist der RH-5189 nicht Gamrombos erster Versuch, einen Controller für die PlayStation 5 auf den Markt zu bringen. Bereits im vergangenen Jahr stellte die Marke den RH-5188 mit Turbo-Funktion und programmierbaren Rücktasten vor. Dieser Controller war allerdings ziemlich unansehnlich und weniger ausgereift, als er hätte sein können. Beim RH-5189 verzichtet Gamrombo auf diese Extras und versucht stattdessen, einen Controller zu liefern, der dem DualSense praktisch identisch ist – im Guten wie im Schlechten.

Erster Eindruck

Bei einem Controller gibt es nicht besonders viel Zubehör beizulegen. Entsprechend befinden sich beim RH-5189 lediglich eine Anleitung und der Controller selbst im Lieferumfang. Anders als beim DualSense liegt allerdings ein Ladekabel bei – genauer gesagt ein USB-A-auf-USB-C-Kabel.

Der Controller wiegt mit 225 g etwas weniger als ein DualSense, ist damit aber nicht übermäßig leicht – irgendwo zwischen DualShock 4 und DualSense. Billig fühlt sich der RH-5189 dennoch nicht an. Insgesamt ist er zwar nicht ganz so hochwertig verarbeitet wie der Controller, den er nachahmt, macht aber einen soliden Eindruck.

Das getestete Exemplar hatte allerdings ein auffälliges Problem: Aus dem Inneren des Controllers war ein klapperndes Geräusch zu hören, das vermutlich auf einen schlecht befestigten Akku oder eine zu lockere Akkuhalterung zurückzuführen ist. Das hinterließ keinen guten Eindruck, fiel nach einer Woche Nutzung allerdings weniger stark auf.

Ergonomisch soll der RH-5189 dem DualSense entsprechen und ist ungefähr gleich groß, hat jedoch etwas kürzere Griffe. Die gesamte Rückseite ist zudem mit einer strukturierten Oberfläche versehen, die für besseren Halt sorgen soll.

Konnektivität

Hier spielt der RH-5189 seine Stärken aus, denn er verhält sich genauso wie ein DualSense. Die Kopplung mit der Konsole funktioniert unkompliziert: Das mitgelieferte Kabel anschließen und die PS-Taste drücken – beziehungsweise die Taste, die beim RH-5189 deren Platz einnimmt. Die Konsole erkennt ihn als DualSense. Anders als der RH-5188 hat er zudem eine individuelle Seriennummer sowie aktuelle Firmware.

Der RH-5189 wird von Sonys PlayStation-Accessories-App unter Windows problemlos erkannt.
Der RH-5189 wird von Sonys PlayStation-Accessories-App unter Windows problemlos erkannt.

Auch die kabelgebundene Verbindung mit einem PC funktioniert problemlos. Für die Bluetooth-Kopplung werden Share- und PS-Taste gleichzeitig gedrückt gehalten. Eine blinkende LED-Leiste signalisiert anschließend, dass sich der Controller im Kopplungsmodus befindet. DS4Windows erkennt ihn als DualSense, ebenso Sonys eigene PlayStation-Accessories-App. Auch sämtliche getesteten Web-Apps für DualSense-Tests erkannten den Controller. Das Board wurde dabei als BDM-010 oder BDM-030 angezeigt – zusammen mit einem amüsanten Produktionsdatum aus den 2030er-Jahren. Schön, einen Controller aus der Zukunft zu besitzen. Hoffentlich hat Sony in dieser Zeitlinie endlich physische Datenträger zurückgebracht.

Performance

Bei der Performance liegt der RH-5189 auf Augenhöhe mit dem DualSense. Das Sechs-Achsen-Gyroskop funktioniert, ebenso wie Mikrofon, Touchpad und 3,5-mm-Klinkenanschluss. Anders als der RH-5188 bietet dieses Modell außerdem adaptive Trigger. Der Controller absolvierte 17 Stunden in Control: Ultimate Edition – einem schnellen Third-Person-Shooter, der die Trigger bekanntermaßen stark beansprucht – ohne Probleme.

Bei Tests mit Gamepadtester erreichte der RH-5189 über Bluetooth eine durchschnittliche Latenz von 4 ms. Damit ist er von anderen getesteten DualSense-Controllern praktisch nicht zu unterscheiden. Auf der Website von Gulikit wurde eine Polling-Rate zwischen 570 und 640 Hz gemessen.

Im Internet finden sich zwar Behauptungen, dass Gamrombo-Controller Hall-Effekt-Joysticks verwenden, der Hersteller selbst bewirbt den RH-5189 jedoch nicht damit. Stattdessen ist lediglich von „hochpräzisen Joysticks“ die Rede. Ein bestimmtes Bild im Amazon-Angebot bestätigt allerdings eindeutig, dass herkömmliche ALPS-Joysticks auf Potentiometerbasis verbaut sind.

Immerhin weist der RH-5189 ab Werk keinen Stick-Drift auf. Mehrere Zirkularitätstests ergaben bei beiden Analogsticks eine durchschnittliche Abweichung von 0,6 Prozent. Auch erkennbare Dead Zones gibt es nicht, allerdings lässt sich leider ein leichtes Cardinal Snapping feststellen. Dieses fällt jedoch deutlich weniger stark aus als bei einigen anderen Controllern von Drittanbietern wie dem Gaminja P48.

Die Haptikmotoren des RH-5189 sind sehr gut. Sie fallen allerdings minimal schlechter aus als beim DualSense – ein Muster, das sich bisweilen durch diesen Test zieht. Der Unterschied ist beinahe nicht wahrnehmbar und lässt sich außerhalb des subjektiven Gefühls nur schwer quantifizieren.

Akku

Gamrombo bewirbt den RH-5189 mit einem 2.000-mAh-Akku, während der DualSense über einen Akku mit 1.560 mAh verfügt. Es gibt keinen Grund, diese Angabe anzuzweifeln: Der RH-5189 erreichte über mehrere Nutzungstage hinweg in Metro Exodus, Resident Evil 4 (2023) und Control: Ultimate Edition eine Laufzeit von 10 Stunden und 53 Minuten. Alle drei Spiele sind PlayStation-5-Titel mit Unterstützung für adaptive Trigger. Die Lichtleiste des Controllers war auf eine geringe Helligkeit eingestellt, das Mikrofon eingeschaltet und die Haptik auf die höchste Stufe gesetzt.

Die Akkuanzeige auf der PlayStation 5 war allerdings nicht immer korrekt. Selbst nach vollständigem Aufladen zeigte die Konsole den Akkustand des RH-5189 teilweise weiterhin mit nur zwei Balken an.

Fazit

Der Gamrombo RH-5189 scheint ein brauchbarer Ersatz für den DualSense zu sein – zumindest kurzfristig. An der Verarbeitungsqualität gibt es wenig auszusetzen, mit Ausnahme der bei diesem Testgerät vermutlich lockeren Akkuhalterung. Die Joysticks fühlen sich gut an, setzen allerdings weder auf TMR- noch auf Hall-Effekt-Technik. Die Haptikmotoren dürften besser sein als bei den meisten Controllern auf dem Markt, die nicht von Sony stammen.

Noch wichtiger ist, dass sich der RH-5189 in jedem Anwendungsszenario wie ein DualSense verhält. Sämtliche Funktionen arbeiten auch in Astro's Playroom, einem Spiel, das eigens als Technik-Demo für den DualSense entwickelt wurde.

Das getestete Exemplar kostet zum Zeitpunkt der Recherche bei AliExpress rund 38 Euro, während die unverbindliche Preisempfehlung des regulären DualSense bei 80 Euro liegt. Bei den Preisen lässt sich der RH-5189 problemlos empfehlen. Bei Amazon kostet der DualSense allerdings 63 Euro, womit das Angebot deutlich weniger attraktiv wird – insbesondere unter Berücksichtigung der Garantiebedingungen.

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Autor: Ricci Rox, 28.09.2026 (Update: 28.09.2026)