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Erste Gamescom-Sonderzugfahrt ausprobiert: DB Navigator hilft nur bedingt bei den Umleitungen

Der erste Zug der Gamescom 2026 in Düsseldorf Hbf.
ⓘ Andreas Sebayang / Privat
Der erste Zug der Gamescom 2026 in Düsseldorf Hbf.
Die ersten speziell für die Gamescom bestellten Züge fahren. Doch aufgrund von Bauarbeiten der DB Infrago gibt es ohnehin viel Chaos. Die Sonderzüge der TRI fahren schon am ersten Messetag Verspätungen ein und der DB Navigator hilft nur mit einem Trick.

Wer aus dem Ruhrgebiet zur Gamescom will, der braucht Geduld. Denn die DB Infrago hat wie geplant die Strecke zwischen Düsseldorf und Köln-Mülheim gesperrt. Das bedeutet aber auch, dass die Kapazität auf den noch verbliebenen Strecken massiv gestört wird, wie wir schon über das Wochenende beobachten konnten.

Am heutigen Mittwoch, dem 26. August 2026, haben wir uns zudem die ersten Sonderfahrplan für die speziell für die Gamescom bestellten Züge genauer angesehen. Der Fahrplan befindet sich am Ende des Artikels. Wie Kenner der Region wissen, ist das gesamte RRX-System (Rhein-Ruhr-Express) recht unzuverlässig unterwegs. Verspätungen und vorzeitiges Enden von Zügen sind in der Region normal. Statistisch sieht man das übrigens gar nicht so sehr. Die Abendzüge sind beispielsweise recht pünktlich und zeigen auch, welche Fahrplanreserven existieren, da sie sich öfter verfrühen. Das zieht die Statistiken nach oben. Doch zur Gamescom dürfte es schlimmer werden.

"Spielspaß in vollen Zügen" (@kepuexe)

Aufgrund der fehlenden Kapazitäten drängen sich nämlich viele Fahrgäste des RRX RE1 beispielsweise in den RE6. Uns interessierte das betrieblich und so ließen wir zwei RRX RE6 an uns vorbeifahren, um den ersten Sonderzug zur Gamescom 2026 zu erwischen. Der kam mit mehr als einer Stunde Verspätung in Düsseldorf an. Ein Vorgeschmack darauf, was in der Region die nächsten Tage passieren wird.

Denn der kurz nach 8 Uhr fahrende RRX, der Gamescom-Besucher grob gegen 9 Uhr am Messegelände rausgelassen hätte, war voll. Der erste Zugteil (zwei Desiro-HC-Vierteiler von National Express) war voll und im hinteren waren noch Reststehplätze zu finden. Ob das am Donnerstag oder Freitag noch gut geht? Oder wie ein befreundeter Journalist es kommentierte: "Spielspaß in vollen Zügen".

Eigentlich sollte 5 Minuten später der Sonderzug folgen, der von der TRI Train Rental gestellt wird. Den muss man aber erst einmal finden. In den Standardeinstellungen des DB Navigators werden diese Züge nämlich ausgeblendet. Priorisiert werden die schnellsten Züge, auch wenn diese sich absehbar verspäten und somit eine längere Verbindung darstellen. Das liegt daran, dass der DB Navigator teilweise nicht abschätzen kann, wo der Zug sich befindet oder ob die angegebene Abfahrtszeit überhaupt realistisch ist. Außerdem weiß der DB Navigtor nicht, dass ein Zug keine Fahrgäste mehr aufnehmen kann.

Um das zu beheben, sollte man im DB Navigator direkte Verbindungen einstellen, falls man an einem Gamescom-Zughalt zusteigt. Auch sollte die Anzeige für schnellste Verbindungen keinen Haken haben. Dann gibt es die Gamescom-Züge.

Sonderzüge fahren als RE1 und RE6

Leider werden die Sonderzüge im DB-Navigator nur als RE1 oder RE6 bezeichnet. Kein Hinweis darauf, dass der Zug speziell für die Gamescom fährt. Man erkennt sie aber indirekt an ihren langen Fahrzeiten und wenigen Halten. Zudem wird der Betreiber aufgelistet. Steht dort TRI Train Rental GmbH, dann ist es ein speziell von der Region bestellter Sonderzug.

Zumindest am ersten Tag war der Zug ziemlich leer. Klar, aktuell sind nur Fachbesucher und Aussteller auf dem Weg zur Messe. Spätestens Donnerstag sollte sich das ändern. Das setzt aber voraus, dass die Gamescom-Gamer den Zug auch entdecken. Aushänge gibt es nämlich nicht und Ansagen haben wir in Düsseldorf auch nicht gehört. 

Es gibt übrigens keine Garantie, dass der Zug das Messegelände erreicht. Unser Zug wurde wegen der großen Verspätung – typisch für die Region – bereits in Köln Hauptbahnhof ausgesetzt, eine Station vor der Messe. Er konnte sogar über 20 Minuten Verspätung rausholen. Das haben wir die letzten Tage schon zwei Mal im Ruhrgebiet erlebt. Da hinter uns aber gleich der nächste TRI-Sonderzug kam, waren die Auswirkungen einigermaßen gering. Allerdings musste der Gamescom-Zug einige ICE in Köln vorlassen, sodass er erst um 10:42 Uhr den Bahnhof verlassen konnte. Da Messe / Deutz aber ausgelastet war, kam der Zug aber erst 10:50 Uhr an.

Bleibt zu hoffen, dass dies nicht an Publikumstagen passiert. Dann ist es aber auch möglich von Köln Hbf zur Messe zur laufen. Den Weg empfiehlt sogar die Messe als Alternative auf der speziellen Anreiseseite, die auch die Bauarbeiten berücksichtigt, in Köln gibt es nämlich auch Ausfälle bei Messeverbindungen.

Köln Messe / Deutz wird übrigens bald umgebaut. Wenn alles gut geht, kann man auf der Gamescom 203x vielleicht schon Verbesserungen sehen.

Sonderfahrplan der TRI-Züge zur Gamescom 2026.
ⓘ TRI / Go Rheinland / VRR
Sonderfahrplan der TRI-Züge zur Gamescom 2026.
Sogenannte n-Wagen kommen zum Einsatz, früher auch Silberlinge genannt.
ⓘ Andreas Sebayang / Privat
Sogenannte n-Wagen kommen zum Einsatz, früher auch Silberlinge genannt.
Innenraum der Waggons.
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Innenraum der Waggons.
Der zweite Sonderzug kommt in Köln Hbf an.
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Der zweite Sonderzug kommt in Köln Hbf an.

Quelle(n)

Eigene Recherchen / Go Rheinland / VRR / DB

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Autor: Andreas Sebayang, 26.08.2026 (Update: 26.08.2026)