GPU-Wucherpreise: RTX 5080 erreicht ursprüngliche UVP der RTX 5090

Nach dem Spitzenmodell GeForce RTX 5090 ist nun auch die GeForce RTX 5080 deutlich teurer geworden, und zwar nicht nur in Europa sondern natürlich auch in den USA. Dort fangen verifizierte Händlerangebote inzwischen bei knapp 2.000 US-Dollar an. Das ist fast doppelt so viel wie Nvidias ursprünglicher Launch-Preis von 999 US-Dollar und rund 800 US-Dollar mehr als noch vor zwei Monaten.
Die Erhebung von VideoCardz vom 28. Oktober umfasst Micro Center, Best Buy, Central Computers, Newegg und weitere Händler. Berücksichtigt werden ausschließlich neue Karten mit bestätigtem Filialbestand oder einer aktiven Bestellmöglichkeit. Gebrauchte, generalüberholte, erst nach einer Nachlieferung verfügbare und ausverkaufte Produkte sind ebenso ausgeschlossen wie Marktplatzangebote, die VideoCardz nicht verifizieren konnte.
Die günstigsten Angebote stammen von Micro Center. Der Händler listet die Gigabyte GeForce RTX 5080 Windforce SFF OC und die MSI GeForce RTX 5080 Suprim Liquid SOC für jeweils 1.979 US-Dollar. Beide Karten sind allerdings nur zur Abholung in ausgewählten Filialen verfügbar. Best Buy bietet die PNY GeForce RTX 5080 Triple Fan OC für 1.999 US-Dollar an und stellt damit die günstigste Online-Bestellmöglichkeit. Dieser Preis liegt nahezu auf dem Niveau des ursprünglichen Launch-Preises der RTX 5090 von 1.999 US-Dollar.
Auch zwischen den Modellen bestehen erhebliche Preisunterschiede, die ihre übliche Einordnung teilweise umkehren. So listet Micro Center die Asus ROG GeForce RTX 5080 Astral OC für 2.079 US-Dollar, während die eigentlich günstiger positionierte Asus GeForce RTX 5080 Prime OC 2.349 US-Dollar kostet. Damit ist das einfachere Modell 270 US-Dollar teurer als die höherwertige Variante.
In den vergangenen zwei Monaten sind die Preise stark gestiegen. Hardwareanalyst Josh Walrath hat am 27. Oktober darauf hingewiesen, dass der gängige Preis von rund 1.200 US-Dollar auf bis zu 2.200 US-Dollar für einige Modelle geklettert ist.
Die Gründe für den jüngsten Preissprung sind unklar. Nvidia hat die Preiserhöhungen bislang nicht öffentlich erklärt und Medienanfragen noch nicht beantwortet. Auch die Grafikkartenhersteller haben nur wenige Angaben zur GPU-Versorgung gemacht. Dadurch ist unklar, welche Modelle in ausreichenden Stückzahlen produziert werden. Ebenso gibt es kaum Hinweise darauf, wann die Preise wieder auf ein üblicheres Niveau sinken könnten.






