GTA 6 Leaks: Hacker drohen mit Veröffentlichung weiterer Gameplay-Videos

Im Vorfeld der ausführlichen GTA 6 Preview auf Netflix sind erste Gameplay-Videos im Netz aufgetaucht. Besonders in der Gaming-Community haben die Leaks in den vergangenen 24 Stunden für viel Aufsehen gesorgt. Den Anfang hat ein Video gemacht, in dem der GTA 6 Protagonist Jason Basketball spielt. Seitdem sind zwei weitere Clips veröffentlicht worden, nun droht der Leaker mit weiterem Material.
Die für sämtliche Videos verantwortliche Gruppe CyberLeek hat auf X angekündigt, "den Rest des Gameplay-Materials zu leaken", falls Rockstar ihre Forderungen nicht erfüllt. Diese hat die Hackergruppe in einem Manifest mit drei Geboten formuliert (frei übersetzt aus dem Englischen): "Du sollst keine digitalen Vorbestellungen verkaufen", "Du sollst keine falschen Singleplayer-DLCs verkaufen" und "Du sollst Singleplayer-Inhalte bewahren".
Darüber hinaus verlangt CyberLeek von den jeweiligen Publishern, in diesem Fall Rockstar, eine öffentliche Erklärung mit der Zusage, "den von ihnen verursachten Schaden wiedergutzumachen".
In einem Auszug aus dem Manifest heißt es:
Publisher verkaufen Lizenzen und bezeichnen sie als Käufe. Sie veröffentlichen unfertige Spiele und nennen sie Live-Service-Titel. Sie sperren Inhalte auf Datenträgern und verkaufen sie als DLC. Sie stellen Spiele ein und behalten das Geld. Mit jedem Jahr greifen verbraucherfeindliche Praktiken weiter um sich, während Spieler immer weniger für ihr Geld erhalten.
Der ursprüngliche Leak enthielt einen Link zu einer Kryptowährung. Die Hacker geben an, "Mittel für ein geheimes Projekt zu sammeln". Mit dem Geld wollen sie die notwendige Infrastruktur aufbauen und die Sicherheit erhöhen, um "den unvermeidlichen Gegenangriffen der Konzerne standhalten" zu können.
Die geleakten Aufnahmen scheinen authentisch zu sein, und Rockstar hat schnell auf ihre Verbreitung reagiert. Auf der Webseite der Hackergruppe finden sich allerdings weiterhin Links, über die sich die Clips herunterladen oder streamen lassen.
Die Initiative Stop Killing Games hat sich unterdessen von der Hackergruppe distanziert. Die aus einer Petition hervorgegangene Bewegung richtet sich gegen die Veränderungen bei der Veröffentlichung von Spielen in den vergangenen Jahren. Sie kritisiert Publisher, die Spiele nach eigenem Ermessen unspielbar machen können und Verbrauchern damit ihre Rechte verwehren. Die Organisation bezeichnet die Leaks als "destruktiv" und warnt, dieses Vorgehen könne "den Ruf unserer Gemeinschaften und unsere Chancen auf Veränderungen beschädigen".












