GTA 6 Boykott: Ex-Rockstar-Mitarbeiter raten trotz unfairem Rausschmiss zum Kauf

Vor dem Hintergrund der enormen Popularität von GTA 6 und der kurz bevorstehenden ausführlichen Preview auf Netflix beschäftigen Rockstar und der Mutterkonzern Take-Two weiterhin die Vorwürfe der Gewerkschaftsbekämpfung. Eigentlich läge die Vermutung nahe, dass die mutmaßlich zu Unrecht entlassenen ehemaligen Mitarbeiter nun für einen Boykott von GTA 6 werben, doch das Gegenteil ist der Fall.
Die Independent Workers' Union of Great Britain (IWGB) hat ein YouTube-Short veröffentlicht, in dem drei frühere GTA 6 Entwickler eine häufig gestellte Frage der Fans zu einem möglichen Boykott beantworten. Rockstar hatte im Oktober vergangenen Jahres unvermittelt mehr als 30 Mitarbeiter entlassen. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, damit die gewerkschaftliche Organisation der Belegschaft bekämpft zu haben. Mit Unterstützung der IWGB haben die Betroffenen Rockstar verklagt und fordern eine Entschädigung.
Verbitterung und der Wunsch nach Vergeltung wären unter diesen Umständen nachvollziehbar. Obwohl sich die ehemaligen Mitarbeiter entschieden gegen Rockstar zur Wehr setzen, rufen sie die Fans weiterhin dazu auf, GTA 6 zu kaufen und zu spielen. "Boykottiert GTA 6 nicht, sondern kämpft für Gerechtigkeit für die Menschen, die an der Entwicklung beteiligt waren." Ihre jahrelange Arbeit und ihr Engagement sollen von Spielern erlebt werden können, ohne dass Rockstar damit ungeschoren davonkommt.
Im September steht die abschließende Gerichtsverhandlung zwischen der IWGB und Rockstar an. Dann entscheidet das Gericht, ob die Entlassungen rechtswidrig erfolgt sind. Zudem bittet die Gewerkschaft Fans um den Kauf ethisch produzierter T-Shirts, deren Erlös den entlassenen Mitarbeitern und dem Gerichtsverfahren zugutekommen.












