Notebookcheck Logo

Garmin Ernährungs-Tracking zeigt Probleme in ersten Tests

Garmin Connect erkennt Speisen in ersten Tests nicht immer zuverlässig. (Bildquelle: Garmin)
Garmin Connect erkennt Speisen in ersten Tests nicht immer zuverlässig. (Bildquelle: Garmin)
Smartwatches wie die Garmin Fenix 8 und die Garmin Venu X1 können seit Montag auch die Ernährung des Nutzenden aufzeichnen, und sogar die Auswirkungen von Essen auf Workouts und Schlaf analysieren. In der Praxis funktioniert das aber nicht immer einwandfrei, wie Hands-on-Tests zeigen.

Garmin hat am Montag ein neues Feature angekündigt, das der Hersteller Ernährungsprotokoll nennt. Wer ein kostenpflichtiges Garmin Connect+ Abonnement abgeschlossen hat, kann mit diesem Feature Lebensmittel scannen, ob über einen Barcode oder indem ein Gericht vor die Kamera des Smartphones gehalten wird, eine künstliche Intelligenz soll erkennen, worum es sich dabei handelt. Anschließend werden diese Daten ausgewertet, um unter anderem Nährstoff-Trends zu zeigen und die Auswirkung von unterschiedlicher Ernährung auf Workouts und auf den Schlaf zu analysieren.

Wie erste Hands-on-Tests von the5krunner und von DC Rainmaker zeigen, ist Garmins Ernährungs-Tracking aber noch nicht frei von Problemen. Das beginnt schon bei der Einrichtung – wer die Ernährung bislang mit MyFitnessPal überwacht hat, muss diesen Account zwangsläufig von Garmin Connect trennen, um das Garmin Ernährungsprotokoll verwenden zu können. Ist das Feature erstmal eingerichtet, kann ein Ziel-Gewicht angegeben werden. Garmin berechnet auf dieser Basis die ideale Kalorienzufuhr, die anschließend auf Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Snacks verteilt werden kann.
 

Viele Features von Garmins Ernährungs-Tracking sind nur am Smartphone verfügbar, nicht auf der Smartwatch. (Bildquelle: DC Rainmaker)
Viele Features von Garmins Ernährungs-Tracking sind nur am Smartphone verfügbar, nicht auf der Smartwatch. (Bildquelle: DC Rainmaker)

Korrektes Tracking erfordert Fleißarbeit

Das Scannen von Nahrungsmitteln klappt aber nicht immer einwandfrei. Während einfache Snacks, wie eine einzelne Banane, problemlos erkannt werden, kann Garmin Mahlzeiten mit mehreren Objekten nicht immer richtig erkennen – ein Teller mit drei Scheiben Toastbrot wird beispielsweise nur als eine Scheibe Toast erkannt, die Butter unter der Marmelade wird von der KI einfach unterschlagen, wodurch die Nährwerte nicht korrekt sind.

Die App hat Schwierigkeiten, zwischen Toast aus Weißbrot oder Vollkorn-Toast zu unterscheiden. Viele Lebensmittel werden standardmäßig mit einer Portionsgröße von 100 Gramm gescannt, in den meisten Fällen ist eine Waage also Pflicht, um die Nährwerte präzise aufzuzeichnen. Das kann insbesondere bei Lebensmitteln wie Saucen, Marmelade oder Honig umständlich sein, ist aber notwendig, da Garmins Standard-Portionsgrößen je nach Gewohnheit stark von der tatsächlich konsumierten Menge abweichen können.

Die Funktionalität auf der Smartwatch ist eingeschränkt – Garmin zeigt die Kalorien und Nährwerte an, die am aktuellen Tag konsumiert wurden, allerdings können nur vorab eingespeicherte Mahlzeiten direkt von der Smartwatch aus hinzugefügt werden, während die Smartwatch-App laut DC Rainmaker derzeit regelmäßig abstürzt.
 

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel, um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
Mail Logo
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > Garmin Ernährungs-Tracking zeigt Probleme in ersten Tests
Autor: Hannes Brecher,  6.01.2026 (Update:  6.01.2026)