Garmin Fenix 9 (Pro) soll neuen ARM-Chip mit 50% mehr RAM und KI-Beschleuniger nutzen

Zum Launch der Garmin Fenix 9 und der Fenix 9 Pro hat Garmin eine 30 Prozent bessere Performance beim Navigieren in der Karten-App sowie 50 Prozent mehr Arbeitsspeicher beworben, Details zum verbauten Chip hat Garmin aber nicht bestätigt. Während sich erst nach einem Teardown zweifelsfrei bestätigen lässt, welcher Prozessor im Inneren der neuen Flaggschiff-Smartwatches arbeitet, konnte Garmin Rumors einen Chip identifizieren, der zu den Angaben von Garmin passt.
Demnach soll die Garmin Fenix 9 mit dem NXP i.MX RT700 ausgestattet sein, einem Nachfolger des i.MX RT595, der in der Fenix 8 (ca. 629 Euro auf Amazon) verbaut wurde. Der i.MX RT700 basiert zwar wie gehabt auf einem sparsamen ARM Cortex-M33 Prozessorkern, dieser erreicht aber Taktfrequenzen von bis zu 325 MHz, statt nur 200 MHz wie beim älteren Chip. Der SoC besitzt einen zweiten Cortex-M33 mit geringeren Taktraten von 250 MHz sowie einen Tensilica HiFi 1 DSP, um Hintergrundaktivitäten und Sensoren mit geringerem Stromverbrauch betreiben zu können.
Der Chip besitzt 7,5 MB Arbeitsspeicher, also 50 Prozent mehr als der SoC der Fenix 8, genau wie von Garmin beworben. NXP bewirbt darüber hinaus einen verbesserten Grafikchip, einen geringeren Stromverbrauch und einen eIQ Neutron KI-Beschleuniger mit Taktraten bis 325 MHz, wodurch der Chip Machine-Learning- bzw. AI-Apps wesentlich effizienter ausführen kann als noch der i.MX RT595 – das könnte Garmin künftig etwas Spielraum für neue AI-Features verschaffen. Für die meisten neuen Software-Features der Fenix 9 Pro ist die höhere Performance offenbar nicht zwangsläufig erforderlich, denn viele dieser Features sollen per Software-Update auch auf älteren Modellen wie der Fenix 8 nachgereicht werden.








