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Gen Z kauft Casios günstigste Uhren – und rettet damit das Unternehmen

Casio hat in letzter Zeit viele themenbasierte Vintage-Retro-Uhren auf den Markt gebracht, was dem Unternehmen zu starkem Wachstum verholfen hat. Im Bild: die neuen A159WEVJ-Uhren.
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Casio hat in letzter Zeit viele themenbasierte Vintage-Retro-Uhren auf den Markt gebracht, was dem Unternehmen zu starkem Wachstum verholfen hat. Im Bild: die neuen A159WEVJ-Uhren.
Casios Retro-Uhrensortiment, angeführt von jahrzehntealten Modellen wie der A159 und MTP-1302, sorgt für einen massiven Gewinnaufschwung beim Unternehmen – angetrieben von der Vintage-Obsession der Gen Z hat sich der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.

Casio hat gerade seine Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2026 vorgelegt, und die Zahlen sind tatsächlich ziemlich überraschend. Der Nettogewinn belief sich auf 18,2 Milliarden Yen (ca. 108 Millionen Euro) – mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts. Der Umsatz stieg um 5,5 % auf 276,3 Milliarden Yen (~1,64 Milliarden Euro), und der Betriebsgewinn sprang um 62 % auf 23,1 Milliarden Yen (~137 Millionen Euro) in die Höhe.

Für ein Unternehmen, das noch vor zwei Jahren ziemlich düstere Zahlen schrieb, ist das eine enorme Kehrtwende. Das Interessante daran ist, was diesen Aufschwung eigentlich antreibt. Es ist nicht die G-Shock – obwohl sich diese für sich genommen blendend schlägt und als wohl populärste Casio-Linie ihren Teil beiträgt.

Stattdessen ist es die „Casio Watch“-Linie: dünne, leichte Retro-Modelle, von denen niemand erwartet hätte, dass sie noch einmal cool werden. Uhren wie die A159 und die MTP-1302, die man in den 90ern an so manchen Handgelenken gesehen hat und die nicht mehr als 50 bis 70 Dollar kosten, sind extrem heiß begehrt – besonders bei jüngeren Käufern, die voll auf den „Vintage“-Look abfahren.

Casios Social-Media-Strategie in Korea hat dort besonders schnell gezündet und Berichten zufolge eine Nachfrage generiert, die auf die gesamte Region übergeschwappt ist. Das Uhrengeschäft spülte insgesamt 185 Milliarden Yen (~1,10 Milliarden Euro) bei einer operativen Marge von 14,7 % in die Kassen, was nach jedem Maßstab solide ist. 

Es gab jedoch einen kleinen Haken: Die Nachfrage im dritten Quartal war so stark, dass beliebte G-Shock-Modelle im vierten Quartal ausverkauft waren, und kurzfristige Produktionssteigerungen den Bedarf nur teilweise decken konnten. Um fair zu bleiben, ist das ein Luxusproblem, aber es verdient dennoch eine ausdrückliche Erwähnung. Mit Blick nach vorn prognostiziert Casio für das laufende Jahr einen Umsatz von 295 Milliarden Yen (~1,75 Milliarden Euro) und strebt bis 2029 eine operative Marge von 11,1 % an.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-05 > Gen Z kauft Casios günstigste Uhren – und rettet damit das Unternehmen
Autor: Anubhav Sharma, 16.05.2026 (Update: 16.05.2026)