Die Gicon GmbH errichtet in Brandenburg derzeit das weltweit höchste Höhenwindrad. Mit einer Gesamthöhe von 365 Metern übertrifft die Anlage nicht nur alle bisherigen Onshore-Windräder, sondern erreicht fast die Höhe der höchsten Gebäude Deutschlands. Die Nabe liegt in 300 Metern Höhe und nutzt die stabilen Höhenwinde für eine besonders effiziente Stromerzeugung.
Innovative Konstruktion und Technik
Das Höhenwindrad zeichnet sich durch seine fortschrittliche Bauweise aus. Der Mast besteht aus Stahl und verfügt über ein Teleskop-Design, das Wartungsarbeiten an Gondel und Rotoren sicher ermöglicht. Die Rotorblätter messen etwa 130 Meter im Durchmesser, die elektrische Leistung beträgt 3,8 Megawatt. Dank der konstant höheren Windgeschwindigkeiten soll der Energieertrag mehr als doppelt so hoch sein wie bei vergleichbaren Onshore-Anlagen.
Drei-Ebenen-Konzept für maximale Energieausbeute
Neben der Rekordhöhe verfolgt das Projekt ein neuartiges Drei-Ebenen-Prinzip: Am Boden erzeugen Photovoltaikmodule Strom, in mittlerer Höhe arbeiten konventionelle Windräder, während die Gicon Höhenwindräder in der obersten Lage die maximale Windenergie nutzen. Dieses Zusammenspiel erlaubt die effiziente Nutzung derselben Fläche, ohne dass sich die einzelnen Energieerzeuger gegenseitig beeinträchtigen.
Kooperation und Förderung
Für das Projekt arbeitet Gicon mit öffentlichen und privaten Partnern zusammen. Die Bundesagentur für Sprunginnovationen unterstützt die Anlage als Prototyp, da das Vorhaben einen erheblichen technologischen Sprung in der Windkraft darstellt. Aus Sicherheitsgründen und zur Wahrung von Geschäftsgeheimnissen werden bislang keine Detailaufnahmen der mechanischen Verbindungen veröffentlicht.
Nächste Generation der Windenergie
Die Fertigstellung des Höhenwindrads ist für Sommer 2026 geplant. Mit der Inbetriebnahme demonstriert Gicon die Machbarkeit von Höhenwindanlagen und eröffnet neue Möglichkeiten für kosteneffiziente, nachhaltige Stromproduktion in Deutschland. Das Projekt könnte künftig als Vorbild für ähnliche Anlagen weltweit dienen.










