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Googles neues Laptop-Betriebssystem ist ein Mix aus Android, ChromeOS und Linux

Google verrät neue Details zu Googlebook OS
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Google verrät neue Details zu Googlebook OS
Google hat weitere Details zu Googlebook OS veröffentlicht, dem Betriebssystem seiner neuen Googlebook-Laptops. Die Angaben betreffen die Einbindung von Android, die Unterstützung für Linux, die Sicherheitsarchitektur und die Dauer der Softwareunterstützung.

Google hat weitere Details zur Softwarearchitektur seiner neuen Googlebook-Laptops veröffentlicht. Googlebook OS verbindet Android mit Technologien aus ChromeOS. Zudem verspricht das Unternehmen bis zu zehn Jahre lang vierteljährliche Funktions- und Sicherheitsupdates. Das entspricht der derzeitigen Updatezusage für Chromebooks.

Nach monatelangen Leaks zu Modellen von Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo können die neuen Googlebooks seit heute vorbestellt werden. Wie bereits berichtet, beginnen die Preise in Deutschland bei 999 Euro. Zur ersten Gerätegeneration gehören Laptops mit Intel-Panther-Lake- und Qualcomm-Snapdragon-X-Elite-Prozessoren. Mindestens 16GB RAM, eine NPU mit über 40 TOPS und ein Touchscreen gehören zur Grundausstattung.

Google hatte bereits bestätigt, dass Android die Grundlage des intern als Aluminium OS bezeichneten Betriebssystems bildet. Apps aus dem Play Store laufen daher nativ, statt wie auf Chromebooks die ARCVM-Umgebung zu benötigen. Chrome-Erweiterungen, Webanwendungen und eine Desktop-Oberfläche bleiben erhalten. Ergänzend übernimmt Googlebook OS von ChromeOS die Grundlagen für die Desktop-Nutzung: ein Fenster-System, eine vollwertige Desktop-Version von Chrome und eine vollständige Linux-Umgebung stehen neben den Android-Apps zur Verfügung.

Googlebook OS behält die App-Isolierung und Berechtigungsverwaltung von Android bei. Aus ChromeOS stammen Funktionen wie Verified Boot, die Malware-Erkennung auf dem Gerät und Googles Titan-Sicherheitshardware. Ein auf pKVM basierender Hypervisor stellt eine isolierte Linux-Umgebung mit vollständigem Terminalzugriff bereit. Laut Google ist es der erste Hypervisor mit einer Sicherheitszertifizierung der Stufe 5, der auf einer Laptop-Plattform zum Einsatz kommt.

Die Linux-Umgebung zählt zu den wesentlichen Unterschieden gegenüber herkömmlichen Chromebooks. Repositories lassen sich herunterladen, Netzwerke und Ports nutzen und Linux-Entwicklungswerkzeuge ausführen, ohne zuvor Crostini wie auf bisherigen Chromebooks einrichten zu müssen. Damit können Googles Entwicklungsplattform Antigravity und Werkzeuge wie Claude CLI in einer vollwertigen Terminalumgebung laufen.

Googlebook soll das Chromebook nicht ersetzen. Auf Reddit hat Google erklärt, Chromebooks weiterhin für Bildungseinrichtungen, Unternehmen und das günstige Privatkundensegment zu unterstützen. Googlebooks richten sich dagegen an den oberen Marktbereich, insbesondere an Besitzer von Android-Smartphones, die Laptop und Smartphone enger miteinander verbinden möchten.

Dazu dienen Funktionen wie Continue, mit der unterstützte Apps eine auf dem Smartphone begonnene Aufgabe am Laptop fortsetzen können. Quick Access macht Fotos und Dateien des Smartphones in der Dateien-App des Laptops zugänglich. Cast My Apps überträgt eine Android-App vom Smartphone in ein interaktives Fenster auf dem Desktop. Bei der Einrichtung können außerdem Android-Einstellungen, Passwörter, WLAN-Netzwerke und Nachrichten übernommen werden.

Programme, die von einer direkten Einbindung in Hardware und Betriebssystem profitieren, können nativ ausgeführt werden. Dazu zählen die Android-Versionen von Adobe Photoshop, Lightroom und CapCut. Dienste wie Docs, Sheets und Gmail öffnen dagegen standardmäßig ihre vollständigen Desktop-Weboberflächen. Chrome unterstützt weiterhin Erweiterungen. Für die Offline-Wiedergabe können die Android-Apps von Netflix und HBO Max genutzt werden.

Wie bei vielen neueren Google-Produkten ist auch Gemini fest in die Plattform integriert. Mit Magic Pointer lässt sich Gemini über dem angezeigten Inhalt aufrufen, indem der Mauszeiger hin und her bewegt wird. Create My Widget erstellt Desktop-Widgets anhand natürlichsprachlicher Beschreibungen, während Rambler gesprochene Gedanken in strukturierten Text umwandelt. Google hat auf Reddit klargestellt, dass die Magic-Pointer-Geste optional ist: Sie kann deaktiviert bleiben oder in ihrer Empfindlichkeit angepasst werden.

Googlebook OS soll bis zu zehn Jahre lang jedes Quartal Sicherheitsupdates und neue Betriebssystemfunktionen erhalten. Google verweist dabei auf die ebenfalls zehnjährige Updatezusage für Chromebooks und auf mehr als 15 Jahre Entwicklung von ChromeOS.

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Autor: Anil Ganti, 21.09.2026 (Update: 21.09.2026)