Huawei greift Garmin an - neue, starke Funktionen für Läufer?

Huawei hat eine neue Smartwatch in der Pipeline, mit welcher sich dieser allem Anschein nach (auch) sehr stark an (Langstrecken-)Läufer richten will. Die Konkurrenz etwa in Form von Garmin hat dabei (ambitioniertere) Sportler, die etwa einen Halbmarathon oder Marathon laufen wollen, natürlich auch im Blick. Ein Blick in die Startzone zeigt durchaus: Garmin ist unter Laufsportlern nach wie vor ziemlich populär und das auch nicht ganz ohne Grund.
Trainingsvorbereitung
Garmin bietet wie allerdings Huawei auch die Möglichkeit, mehr oder weniger individuelle Trainingspläne zu nutzen. Dazu muss man wissen: Wer einen Halbmarathon oder einen Marathon ganz ohne zumindest eine in Grundzügen strukturierte Vorbereitung schüttelt, dürfte sich einer starken Grundfitness und eines eisernen Willens erfreuen. Wir können an dieser Stelle die Güte von solchen Laufplänen schon gar nicht vergleichend und im Detail bewerten, allerdings erscheint die Intensitätsverteilung bei der einzelnen Trainingseinheiten bei Garmin-Trainingspläne sinnvoll. Für Huawei-Trainingspläne gibt es ebenfalls gutes Nutzerfeedback.
Turbolader am Renntag?
Im zum Marathon-Modus von Huawei geteilten Video-Teaser ergeben sich schon recht deutlich Hinweise. So wird es natürlich einen Trainingsmodus geben, offenbar aber auch einen speziellen Rennmodus für den Marathon-Tag. Sicher und wenig überraschend gibt es einen virtuellen Pacemaker. Ein solcher kann warnen, wenn man zu schnell oder zu langsam läuft. Gerade bei Langstreckenläufen ist die Gefahr, dass man sich am Start - adrenalingeladen - zu stark verausgabt, durchaus realistisch. Garmin bietet mit Pace Pro eine spezielle Funktion, welche sogar einen auf die Steigung angepassten Pace-Plan entwirft. Dafür wird der GPS-Track der Laufstrecke importiert. Nutzer können dabei sogar festlegen, ob der Pace gleich oder im Verlauf des Rennens ansteigen oder abnehmen soll.
In dem Teaser wird zudem auf das (unweigerlich abnehmende) Energielevel Bezug genommen. Verschiedene Wearables versuchen inzwischen, den Live-Leistungszustand innerhalb einer Aktivität zu erfassen. Würde es Huawei gelingen, diesen auch belastbar bei einem langen Lauf zu erfassen, könnte sich auf Grundlage dieser Daten eben die Pace in Echtzeit anpassen lassen, um die körperlichen Reserven auch maximal zu nutzen.
Denkbar wäre aber auch, dass wir hier zu viel spekulieren und Huawei damit etwas anderes meint: So ist gleich danach zu sehen, wie der Energiebalken durch die Streckenversorgung wieder aufgefüllt wird. Bei Langstreckenläufen geht es ohne Essen und Trinken nicht mehr. Unklar ist noch, ob denn Huawei einen intelligenten Hinweis gibt, dass die nächste Verpflegungsstation angesteuert werden muss. Denkbar ist das durchaus, denn die Positionen der Verpflegungsstationen sind in aller Regel bekannt und könnten damit vorher eingegeben werden. Garmin-Uhren können nach voreingestellten Distanz oder Dauer auf Wunsch bei Aktivitäten an das Trinken oder Essen erinnern.
Quelle(n)
Huawei, Bildquelle: Benedikt Winkel, Notebookcheck










