Humanoider Roboter bricht Sprint-Rekord und wird nach Usain Bolt benannt

Die Entwicklung humanoider Roboter in China macht riesige Fortschritte. Damit folgt das Land dem Erfolg der staatlich geplanten Förderung von Elektrofahrzeugen und Energiespeichern vor etwa einem Jahrzehnt. Dieser Fokus hat China heute zu einer führenden Kraft in diesen Branchen gemacht.
Das Unternehmen, das bereits den schnellsten vierbeinigen Roboterhund für die wissenschaftliche Forschung entwickelt hat, präsentiert nun den schnellsten humanoiden Roboter der Welt. Mirror Me hat den Humanoiden „Bolt“ getauft – benannt nach dem legendären Olympiasieger – und demonstriert, wie er seinen KI-gesteuerten Gang bei Geschwindigkeiten von 10 m/s (rund 36 km/h) beibehalten kann.
Wenn man bedenkt, dass der Pate des Roboters der weltbeste Sprinter Usain Bolt ist, der bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin Spitzenwerte von 44,7 km/h erreichte, während die Höchstgeschwindigkeit eines durchschnittlichen Menschen typischerweise zwischen 20 und 24 km/h liegt, dann nähert sich Mirror Me bereits dem Niveau von Weltklasse-Sprintern an. Dennoch ist der „Black Panther II“, ein Vierbeiner von Mirror Me, mit bis zu 48 km/h deutlich schneller als sein zweibeiniges Pendant Bolt.
Das Unternehmen hat Geschwindigkeit zur Priorität gemacht, um sich im dicht gedrängten Feld der chinesischen Robotik-Start-ups abzuheben. Der Bolt-Roboter ist mit seinem Tempo von 36 km/h jedoch nicht weniger beeindruckend, da er so groß und schwer wie ein durchschnittlicher Mensch ist.
Mirror Me hat die Agilität von Bolt im Rahmen eines Forschungsschwerpunkts zur Verbesserung der Balance und Handhabung bei hohen Geschwindigkeiten entwickelt. Dabei werden die Bewegungen menschlicher Athleten imitiert. Da dies bei Zweibeinern deutlich schwieriger zu erreichen ist als bei Vierbeinern, bezeichnet das Unternehmen den Titel als „schnellster humanoider Roboter der Welt“ als „schönes Nebenprodukt“ dieser Forschung.
Quelle(n)
Mirror Me (X)








