Invincible VS legt holprigen Steam-Launch hin: Gamer fordern Erstattungen

Der lange erwartete 3v3-Tag-Fighter Invincible VS von Skybound Games ist gestern auf Steam gestartet. Entwickelt worden ist das Spiel von Quarter Up, einem neu gegründeten internen Studio von Skybound, das von ehemaligen Mitgliedern des Entwicklerteams von Killer Instinct geleitet wird. Vor der Veröffentlichung hatte das Spiel viel Aufmerksamkeit erzeugt, was auch durch die Ausstrahlung von Staffel 4 der Serie unterstützt worden ist. Die frühen Anzeichen sind jedoch nicht durchweg ermutigend.
Bei den Kritikerwertungen sieht die Lage recht solide aus. Invincible VS kommt aktuell auf OpenCritic auf 78 Punkte, was für ein Spiel, das eine populäre Marke in ein ohnehin stark umkämpftes Genre überträgt, ein ordentlicher Wert ist. Tester haben die Kampftiefe und das Bewegungssystem gelobt, während der Mangel an Einzelspieler-Inhalten, der sich inzwischen geändert hat, und ein Tutorial, das kaum mehr erklärt als die Tastenbelegung, wiederholt als Schwachpunkte genannt worden sind. Der Story-Modus dauert rund 90 Minuten, was für ein Vollpreisspiel wenig überraschend negativ aufgenommen worden ist.
Bei den Steam-Nutzerrezensionen wird die Lage allerdings deutlich unübersichtlicher. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt das Spiel bei einer "Ausgeglichen"-Wertung, basierend auf mehr als 800 Rezensionen. Ein großer Teil der negativen Bewertungen zum Start hat mit nicht ausgelieferten Vorbestellerboni, fehlenden Inhalten der Deluxe Edition und aggressiven Preisen für Skins am ersten Tag zu tun, wobei einzelne kosmetische Inhalte fast 8,55 Euro kosten und sechs Skins zusammen teils so viel kosten wie das Basisspiel selbst.
Es ist erwähnenswert, dass einige Spieler bei ihren negativen Bewertungen offen angeben, dass es sich lediglich um Platzhalter aus Protest handelt, die geändert werden, sobald die Boni verfügbar sind. Allerdings sind nicht alle Bedenken logistischer Natur. Kritiker und Spieler bemängeln, dass die Präsentation des Spiels hinter den Erwartungen an einen vollwertigen Verkaufstitel zurückbleibt, da die Charaktermodelle im Spiel nicht an die eindrucksvollen vorgerenderten Zwischensequenzen heranreichen. Auch das Fehlen eines Online-Trainingsmodus ist kritisiert worden, ein Feature, das bei modernen Fighting Games weithin als grundlegende Funktion gilt.
Invincible VS scheint keineswegs ein schlechtes Spiel zu sein, die grundlegenden Kampfmechaniken wirken durchaus solide. Doch angesichts dünner Inhalte, eines holprigen Starts und "unfairer" Monetarisierungsmethoden muss Skybound schnell reagieren, wenn sich die Diskussion auf Steam zum Positiven wenden soll.




