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Japans Antwort auf Hitzewellen: Ein Kühlschrank für Menschen statt mobile Klimaanlagen

In Japan kann man sich an heißen Tagen in einen Kühlschrank setzen, der allerdings für Konsumenten kaum bezahlbar ist.
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In Japan kann man sich an heißen Tagen in einen Kühlschrank setzen, der allerdings für Konsumenten kaum bezahlbar ist.
Ob sich das durchsetzt? Im Land der Automaten gibt es angesichts der immer heißer werdenden Sommer nun alternative Kühlmethoden für Menschen. Statt einen ganzen Raum mobil und teuer zu kühlen, soll man sich doch einfach einige Minuten lang in einen Kühlschrank setzen, der allerdings nicht gerade günstig ist.

Wer schon mal in Japan war, weiß, dass Automaten dort das Leben dominieren. Statt bargeldlosem Zahlungsverkehr wird der Yen in Papier- und Münzform zwar noch sehr geschätzt, doch mittlerweile primär durch Bargeldautomaten kassiert und ausgegeben, etwa in Zügen, Bussen, Restaurants oder in den ubiquitären Konbinis (den 24/7 Geschäften an fast jeder Straßenecke). Auch sonst prägen Automaten das Straßenbild und diese für uns vielleicht etwas eigenwillige Kultur äußert sich nun auch in einer neuen Geschäftsidee für heiße Tage.

Die auch in Japan immer heißer werdenden Sommer mit Temperaturen jenseits der 40 Grad Celsius sollen durch Kühlboxen erträglicher werden, praktisch überdimensionierte Kühlschränke für Menschen statt Nahrungsmittel. Einige davon findet man bereits, etwa in der Maebashi City Hall in der Gunma Provinz nahe Tokyo. Die wurde allerdings gespendet, denn der Preis für die von SDRS gefertigte und von Trusco Nakayama vertiebene "Do Hiemon Box" ist nicht gerade als günstig zu bezeichnen. 1,5 Millionen Yen, umgerechnet knapp über 8.000 Euro ohne Steuern kostet der Luxus, weswegen der kühle Genuß wohl primär industriell beziehungsweise als Mietlösung anzutreffen sein wird.

Gleiche Größe wie ein Standard-Automat

Mit 2.031 x 931 mm Größe und 293 Kilogramm Gewicht (allerdings auf Rädern beweglich) entspricht das Format ziemlich genau jenem eines Standard-Automaten in Japan. Sie können innen oder außen aufgestellt werden und im Inneren eine Temperatur von 15 Grad Celsius bieten. Kopf, Nacken, Schultern und der Rücken werden mit 5 Grad Luftstrom gekühlt. Individuell anpassbar ist der nicht, man kann aber zwischen drei Temperaturen und Intensitätsstufen wählen. Nach 20 Minuten schaltet sich das Gerät automatisch ab um Unterkühlung zu unterbinden. Das Ganze soll wohl primär als Sofortmaßnahme gegen einen Hitzekollaps nützlich sein, schon nach 5 Minuten sollen sich betroffene Personen laut Hersteller deutlich besser fühlen. Die Dohiemon Box verbraucht 0,51 kWh bei einer Umgebungstemperatur von 35 Grad Celsius, laut Hersteller etwa halb soviel wie eine handelsübliche mobile Klima-Anlage.
 

Quelle(n)

Trusco, Yahoo Japan (in der EU nicht aufrufbar), Sora News 24

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-07 > Japans Antwort auf Hitzewellen: Ein Kühlschrank für Menschen statt mobile Klimaanlagen
Autor: Alexander Fagot, 18.07.2026 (Update: 18.07.2026)