KI Nagellampe: Hautschonende Maniküre mit künstlicher Intelligenz?

Eine UV-Nagellampe sollte einfach nur leuchten können? Falsch gedacht - zumindest wenn es nach dem Hersteller O Nail geht. Bereits 2025 brachte dieser das Gerät mit integrierten KI-Funktionen auf den Markt, nun ist das Produkt auch bei immer mehr Händlern im deutschsprachigen Raum in den Regalen. Doch was macht das Gerät anders als eine herkömmliche Lampe, welche oft zu einem Bruchteil des von O Nail aufgerufenen Preises zu haben ist?
Versprechen des Herstellers
Auf der einen Seite verspricht der Hersteller eine besonders hautschonende Anwendung, da das UV-Licht zielgerichtet auf die Nägel treffen soll. Dafür soll eine Kamera im Inneren der Lampe sorgen, welche im Zusammenspiel mit einem KI-Prozessor die Position der Nägel bestimmt und nur jene LEDs in unmittelbarer Nähe zu den auszuhärtenden Nägeln einschaltet.
Auch preist der Hersteller eine längere Lebensdauer an, da die verbauten LEDs nicht zeitgleich, sondern abwechselnd eingeschaltet werden. Die 109 Lichtquellen sollen zudem für ein schnelleres Aushärten sorgen als bei Konkurrenzprodukten üblich.
Preis und Alternativen
Wer die Lampe direkt beim Hersteller kauft, zahlt umgerechnet rund 200 Euro (zumindest im Rahmen der aktuellen Rabattaktion, Versand bereits eingerechnet). O Nail gibt jedoch auch an, dass beim Import weitere Gebühren anfallen könnten - etwa Zollgebühren. Wer dieses Risiko und die Wartezeit von bis zu 15 Werktagen vermeiden möchte, kann alternativ auch im lokalen Handel zuschlagen, wo das Gerät immer breiter erhältlich ist. So bieten etwa Juliana Nails (verbreitet insbesondere in Österreich, Preis 250 Euro) und Nailinfinity (Onlineshop aus dem Baltikum, Preis 240 Euro) die Nagellampe an.
Bleibt nur noch eine Frage zu klären: Braucht es denn überhaupt eine UV-Lampe mit künstlicher Intelligenz? Tatsächlich greift das Argument der hautschonenderen Anwendung weniger, als man vielleicht erwarten würde. Zwar nutzen Nagellampen UV-A-Licht, welches als ungesund und krebserregend gilt, doch auch im Sonnenstudio findet dieses Anwendung, mit deutlich höherer Intensität und Dauer. Im Vergleich dazu ist das Hautkrebsrisiko deutlich geringer. Wer dennoch auf Nummer sicher gehen möchte und nicht den hohen Preis der Lampe bezahlen will, kann alternativ auch Sonnencreme vor der Anwendung auf die Hände auftragen. So wird das Risiko ohne großen Geldeinsatz erheblich reduziert.






