Robotics Award 2026: "Roboter-Küche" gewinnt – soll Tausende Gerichte pro Tag zubereiten

Am 25. Februar 2026 hat die Press Preview der HANNOVER MESSE stattgefunden, die rund zwei Monate vor der eigentlichen Messe am 20. April einen Ausblick auf das kommende Event gibt. Unter anderem wurde dabei auch der Robotics Award 2026 verliehen, der besonders innovative Robotik-Lösungen auszeichnet.
Nominiert waren das Fraunhofer IFAM mit dem „Machine Tool Robot“, einer Kombination aus Industrieroboter und Werkzeugmaschine zur präziseren Metallbearbeitung; die GoodBytz GmbH mit einer KI-gesteuerten Roboterküche; sowie Robust AI mit einer industriellen KI-Lösung zur flexiblen Steuerung autonomer Logistik- und Lagerroboter. Der Preis, welcher letztes Jahr an kanadische Unternehmen Maple Advanced Robotics Inc. mit der KI-gesteuerten Robotics-Plattform MARI AARS ging zur codefreien Programmierung von Robotern vergeben wurde, ging dieses Jahr an GoodBytz.
Konkret handelt es sich bei der ausgezeichneten Lösung der GoodBytz GmbH um ein modulares, KI-gesteuertes Küchensystem. Es besteht aus gekühlten Lagerbereichen für frische Zutaten, automatische Portionier- und Wiegesysteme sowie Koch- und Zubereitungsstationen, die von Roboterarmen bedient werden. Eine integrierte KI plant mehrere Bestellungen parallel, wodurch der Automat laut Angeben des Unternehmens mehrere Tausend Gerichte pro Tag zubereiten kann. GoodBytes zufolge will man so die Versorgung von frisch zubereiteten Gerichten sicherstellen, wo sie derzeit nicht gewährleistet werden kann – etwa für Mitarbeitende im Schichtdienst. Einen Eindruck davon gibt es in einem Werbeclip von Goodbytz.
Was die KI-Küche offenbar nicht alleine kann, ist das Vorbereiten der Lebensmittel. Wie im Video zu sehen, muss die frische Paprika von Hand geschnitten werden, bevor die Maschine sie verarbeiten kann. Bei hohem Andrang muss der Automat eventuell von einer Person betreut werden, die Zutaten vorbereitet und – wie im Video zu sehen – auch Bestellungen annimmt. Ein vollautomatisierter Bestellvorgang über ein digitales Terminal wäre jedoch ebenfalls denkbar. So funktioniert auch eine vergleichbare Lösung, die bereits in einem Düsseldorfer Supermarkt im Einsatz ist. Auch das System von Goodbytz wird im Universitätsklinikum Tübungen bereits erprobt, wie eine Kurzdoku von DW Deutsch zeigt. Ob Systeme dieser Art bald flächendeckend in Gastronomiebetrieben Einzug halten, bleibt abzuwarten. Die Verleihung des Robotics Awards lässt dieses Szenario zumindest wahrscheinlicher erscheinen.









