KI schockt den Handel: Neue Studie enthüllt die radikale Macht digitaler Shopping-Berater

Wer online einkauft, vertraut längst nicht mehr nur auf Suchmaschinen. Digitale Assistenten übernehmen zunehmend das Zepter bei Kaufentscheidungen. Das beweist der zweite Teil einer Studie der GFU, für die gut 2000 Verbraucher in Deutschland befragt wurden. Die Zahlen zeigen einen gewaltigen Umbruch. Bei über zwei Dritteln der Menschen sind schlaue Chatbots bereits in den Alltag integriert. Fast 70 Prozent greifen auf Modelle zurück, um sich rasch zu informieren. An der virtuellen Ladentheke wird es besonders spannend. Ein Viertel der Nutzer setzt die Helfer konkret für die Kaufberatung ein. Überraschenderweise zeigen sich hier besonders die älteren Semester aufgeschlossen. Bei Personen über 55 Jahren liegt dieser Wert sogar bei knapp 30 Prozent.
Der Einkaufsprozess steht vor einer massiven technologischen Umwälzung. Wer einmal auf die Unterstützung der Algorithmen setzt, nutzt sie intensiv für Empfehlungen vor dem Kauf (70 %). Auch das reine Vergleichen von Preisen (64 %) und die Analyse von Nutzerbewertungen (45 %) delegieren viele Konsumenten an die Maschine. Künftig wollen die Befragten schlaue Sprachmodelle noch deutlich stärker für die harte Angebotsprüfung und den Preisvergleich nutzen (74 %). GFU-Geschäftsführerin Carine Chardon sieht in den digitalen Helfern bereits vollumfängliche Einkaufsberater, die Vorlieben rasch interpretieren und in Echtzeit unterstützen. Die Zielgruppe bestellt primär moderne PCs online, dicht gefolgt von Smartphones und Haushaltsgeräten.

Die emotionale Bindung an die neue Technologie ist extrem hoch. Drei Viertel der aktuellen Nutzer wollen künftig noch häufiger mit einer KI interagieren. Für jeden Zweiten wäre ein Wegfall der smarten Assistenz ein spürbarer Verlust im Alltag. Nahezu neun von zehn Anwendern sind fest überzeugt, dass diese Systeme bald absolute Selbstverständlichkeit sein werden. Für die Wirtschaft und den Handel erfordert das einen Strategiewechsel. Marken müssen ihre Produktinformationen künftig zwingend so aufbereiten, dass sie von Sprachmodellen optimal gefunden werden können. Die gezielte Optimierung für smarte Assistenten wird das neue SEO der Branche. Wer hier den Anschluss verpasst, verschwindet schlichtweg vom Radar der potenziellen Käufer.










