Kein Profit: Samsung soll Smartphone-Produktion um bis zu 30% kürzen

Die DRAM-Krise führt zwar zu exzessiven Gewinnmargen bei Speicherherstellern, erschwert Smartphone-Herstellern aber zugleich das Leben, da die Produktionskosten drastisch steigen. Diese höheren Kosten direkt an Endverbraucher weiterzureichen, kann dazu führen, dass Smartphones nicht mehr konkurrenzfähig sind. Samsungs Smartphone-Sparte soll nun Konsequenzen ziehen.
Wie Money Today Korea berichtet, soll der Konzern die Smartphone-Produktion im vierten Quartal um 20 bis 30 Prozent kürzen. Es ist für Samsung zwar nicht ungewöhnlich, die Produktion im vierten Quartal zurückzufahren, die Analysten der International Data Corporation (IDC) hatten aber mit einem Rückgang von nur 12 Prozent gerechnet. Über das gesamte Jahr soll Samsung nur knapp über 200 Millionen Smartphones herstellen, statt wie von Analysten erwartet rund 270 Millionen Einheiten. Laut einer Quelle von Money Today Korea erwirtschaftet Samsung mit vielen Smartphone-Modellen derzeit keinen Profit, selbst dann, wenn diese Käufer finden.
Für 12 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher für Smartphones soll Samsung MX derzeit rund 146 US-Dollar (ca. 130 Euro) bezahlen, 175 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Dieser Preis soll im laufenden Quartal auf 180 US-Dollar (ca. 160 Euro) steigen. Analysten gehen davon aus, dass Samsungs Smartphone-Sparte im dritten Quartal einen Verlust von bis zu 19 Billionen Won (ca. 12,6 Milliarden Euro) erwirtschaftet hat. Die Smartphone-Produktion insgesamt zu reduzieren, und sich auf profitablere Modelle zu konzentrieren, soll daher dazu beitragen, die Profitmargen von Samsung im Gesamten zu erhöhen.








