Fazit - Nothing Headphone (1) überzeugen
Mit den Headphone (1) gelingt Nothing ein ansprechendes Debut in Segment der Over-Ear-Kopfhörer. Das ist nicht nur auf das außergewöhnliche Design zurückzuführen, sondern auch der Verzicht auf Sensorflächen zum Bedienen unterscheidet sie von vielen Konkurrenten. Das mutet zwar ein wenig nostalgisch an, ist im Alltag aber durchaus ein Mehrwert, zumal die Tasten gut positioniert sind und sich intuitiv bedienen lassen. Weniger nostalgisch ist das Fehlen eines passiven Modus.
Klanglich liefern die Headphone (1) einen satten Sound mit viel Tiefe, lediglich bei den Höhen schwächeln sie etwas, weshalb sie für audiophile Nutzer nur eingeschränkt zu empfehlen sind. Außerdem ist es sehr schade, dass für einen Wechsel der Polsterelemente die Kopfhörer eingeschickt werden müssen.
Preis und Verfügbarkeit
Die Headphone (1) sind direkt bei Nothing erhältlich, können unter anderem aber auch bei Amazon und MediaMarkt gekauft werden.
Pro
Contra
Inhaltsverzeichnis
- Fazit - Nothing Headphone (1) überzeugen
- Spezifikationen: Nothing Headphone (1)
- Gehäuse und Ergonomie - Headphone (1) sind IP52 zertifiziert
- Nachhaltigkeit - Ohrpolster sind nicht vom Nutzer wechselbar
- Ausstattung und Bedienung - Nothing setzt auf Knöpfe statt Sensoren
- Sound - Nothing Headphone (1) präsentieren sich spielfreudig
Spezifikationen: Nothing Headphone (1)
| Trageweise | Over-Ear |
| Konnektivität | Bluetooth 5.3, USB-C, 3.5 mm Klinke |
| Reichweite | 10 m |
| Lautsprecher | dynamische 40 mm Treiber, 20 - 40.000 Hz, Sound by KEF |
| Audio-Codecs | SBC, AAC, LDAC |
| Akkuleistung | 1040 mAh |
| Ladeanschluss | USB-C |
| kabelloses Laden | nicht vorhanden |
| Gewicht | 329 g |
| Firmware-Version | 1.0.1.67 |
| Lieferumfang | Kopfhörer, Reisecase, USB-C-Kabel, Audiokabel (3.5 mm Klinke) |
| Preis (UVP) | 299 Euro |
Die Nothing Headphone (1) sind ein Erstling des in London ansässigen Unternehmens und wollen einen anderen Weg gehen als die Konkurrenz. Sie wollen mit einem außergewöhnlichen Design überzeugen, ausschließlich auf physische Bedienelemente setzen und einen guten Klang bieten.
Mit einer UVP von 299 Euro sind sie sicherlich nicht ganz günstig, aber preiswerter als vergleichbare Produkte der Konkurrenz.
Gehäuse und Ergonomie - Headphone (1) sind IP52 zertifiziert
Die Basis der Nothing Headphone (1) besteht aus einem Aluminiumgehäuse, auf dem ein transparentes Kunststoffelement thront, worunter das für das Nothing typische Design zum Vorschein kommt. Mit 329 Gramm sind nicht ganz leicht, durch die weichen Kunstleder- und Kopfbügelpolster ist der Tragekomfort dennoch hoch und selbst nach stundenlangem Nutzen bleit der Sitz bequem. Es ist zudem viel Raum für das eigene Ohr vorhanden.
Die Kopfhörer sind zudem nach IP52 zertifiziert und demnach gegen das Eindringen von schädigenden Mengen Staub sowie gegen fallendes Tropfwasser geschützt.
Nachhaltigkeit - Ohrpolster sind nicht vom Nutzer wechselbar
Die Nothing Headphone (1) Kopfhörer kommen in einer kunststofffreien Verpackung und besitzen einen CO2e-Fußabdruck von 14,84 kg (Lebenszyklus). Sie sind nicht vom Nutzer reparierbar und selbst für den Austausch der Ohrpolster müssen sie eingeschickt werden.
Ausstattung und Bedienung - Nothing setzt auf Knöpfe statt Sensoren
Um die Nothing Headphone (1) zu koppeln stehen Google Fast Pair sowie Microsoft Swift Pair zur Verfügung. Wer das Koppeln der Bluetooth-Verbindung manuell anstoßen möchte, der findet auf der Innenseite eine unauffällige Taste, um dies anzustoßen. Alternativ lassen sich die Kopfhörer auch über USB-C oder mittels der 3,5mm-Klinke verbinden. Leider wird jedoch kein passiver Modus unterstützt, falls der Akku mal leer sein sollte. Eingeschaltet wird der Kopfhörer über einen Schiebeschalter.
Die Bedienung kann über ein verbundenes Gerät erfolgen oder an den physischen Tasten der Headphone (1). Hierfür gibt es den sogenannten Roller, welcher sowohl gerollt (Lautstärke steuern) als auch gedrückt werden kann (Start/Stopp, langes Drucken: ANC ein/aus). Zusätzlich gibt es ein Paddel, mit dem sich zum nächsten oder vorherigen Titel springen lässt, wer diesen länger hält, kann spulen, sofern die App das unterstützt. Über die AI-Taste kann ein Sprach- oder KI-Assistent gestartet werden.
Über die App Nothing X können viele Einstellungen getätigt und Firmware-Updates eingespielt werden. Außerdem lassen sich hier die Einstellungen der Tasten einsehen und anpassen.
Die Akkulaufzeiten werden mit bis zu 80 Stunden angegeben. Wer LDAC und ANC nutzt, reduziert diese auf 30 Stunden. Durch die Schnellladefunktion lassen sich die Kopfhörer binnen zwei Stunden vollständig aufladen. Bereits nach fünf Minuten wird eine Wiedergabezeit von über zwei Stunden (mit ANC) ermöglicht.
Sound - Nothing Headphone (1) präsentieren sich spielfreudig
Die Feinabstimmung der Kopfhörer erfolgt durch den britischen Audiospezialisten KEF. Die beiden dynamischen 40mm-Treiber der Nothing Headphone (1) mit PU-Membranen, Rand und die Kuppel des Lautsprechers sind mit einer vernickelten Beschichtung versehen, entpuppen sich als sehr spielfreudig und liefern präsente Mitten sowie einen kräftigen Bass. Lediglich bei den Höhen schwächeln sie etwas und wir vermissen ein wenig Klarheit, was aber lediglich Audio-Enthusiasten auffallen wird, die entsprechendes Ausgangsmaterial nutzen.
Mit LDAC steht für Bluetooth ein hochauflösender Codec zur Verfügung und auch USB und der 3,5mm-Klinkenanschluss können als Zuspieler genutzt werden. Außerdem unterstützen die Nothing Headphone (1) räumliches Audio, anpassbare Equalizer sowie einen Bass Enhancer.
Der Transparentmodus präsentiert sich rauscharm und die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) als sehr wirkungsvoll. Letztere liegt jedoch nicht auf dem Niveau von Boses oder Sonys Spitzenmodellen, die Unterschiede sind aber auch nicht riesig. Druck gegen die Kopfhörer oder wenn diese verrutschen, wenn man sich anlehnt, können das ANC aber verschlechtern. Telefonate werden klar auf den Kopfhörern wiedergeben, der Nutzer der Nothing Headphone (1) klingt jedoch etwas hohl und blechern.
| Loudspeakers | |
| THD | |
| Teufel Real Blue Pro (RMS: -0.6 dBFS) | |
| Bose QuietComfort 45 (RMS: -2.7 dBFS) | |
| Nothing Headphone (1) (RMS: -1.1 dBFS) | |
| THD+N | |
| Bose QuietComfort 45 (RMS: -2.7 dBFS) | |
| Teufel Real Blue Pro (RMS: -0.6 dBFS) | |
| Nothing Headphone (1) (RMS: -1.1 dBFS) | |
* ... kleinere Werte sind besser
THD (Total Harmonic Distortion): Die harmonischen Verzerrungen beziffern die Größe der Anteile, die durch nichtlineare Verzerrungen (Oberschwingungsanteil) in Relation zum Originalsignal entstehen. THD nimmt dabei lediglich Bezug auf den Grundschwingungsanteil. Der Klirrfaktor wird häufig im gleichen Atemzug genannt, bezieht sich jedoch auf das Gesamtsignal.
THD+N (Total Harmonic Distortion + Noise): Dieser Wert ist vergleichbar mit THD, jedoch wird zusätzlich zu den Störleistungen der Oberschwingen die des Rauschens als Effektivwert erfasst.
Für die Messung wird über den zu testenden Kopfhörer ein oberwellenarmes Sinussignal (1 kHz, > 0 dB) wiedergegeben, welches von einem linearen Messmikrofon (Messabstand: ca. 1 cm) in einem Kunstkopf erfasst wird.
Beide Werte werden in Prozent angegeben. Je geringer der Wert ist, umso besser ist die Signaltreue.
Nothing Headphone (1) Audio Analyse
(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (91.7 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(+) | guter Bass - nur 1.4% Abweichung vom Median
(+) | lineare Bass-Wiedergabe (3.4% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 1.4% abweichend
(+) | lineare Mitten (1.5% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 4.5% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (4.4% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(+) | hörbarer Bereich ist sehr linear (6.9% Abstand zum Median
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 1% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 0% vergleichbar, 99% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 4%, durchschnittlich ist 24%, das schlechteste Gerät hat 134%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 1% aller getesteten Geräte waren besser, 0% vergleichbar, 99% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 4%, durchschnittlich ist 24%, das schlechteste Gerät hat 134%
Teufel Real Blue Pro Audio Analyse
(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (97.1 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(±) | abgesenkter Bass - 7.5% geringer als der Median
(+) | lineare Bass-Wiedergabe (3.5% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 2.8% abweichend
(+) | lineare Mitten (2.2% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(+) | ausgeglichene Hochtöne, vom Median nur 3.9% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (3.8% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(+) | hörbarer Bereich ist sehr linear (9.5% Abstand zum Median
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 3% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 1% vergleichbar, 96% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 4%, durchschnittlich ist 24%, das schlechteste Gerät hat 134%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 3% aller getesteten Geräte waren besser, 1% vergleichbar, 96% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 4%, durchschnittlich ist 24%, das schlechteste Gerät hat 134%
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.
So testet Notebookcheck
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