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Im Test: Heybike Helio F

Kostenlos im Zug - Heybike Helio F E-Klapprad ausprobiert

Klappt überall.

Mit dem Helio F richtet sich Heybike an Pendler. Es klappt schnell und darf kostenlos im Zug mitfahren. Auf den eigenen Rädern überzeugt es mit kräftigem Antritt und überaschend stabilem Rahmen. Wir sind mit dem E-Klapprad gependelt.
Benedikt Winkel Veröffentlicht am
E-Mobility Gadget Public Transport Sports / e-Sports

Testfazit - Helio F klappt im Alltag

Wendig, erstaunlich stabil und komfortabel - dabei nicht zu schwer. Das Helio F von Heybike macht vieles richtig. Es überzeugt mit einem ausgewogenen Fahrverhalten, lässt sich leicht zusammenklappen und kostet nicht die Welt.

Dieses E-Klapprad eignet sich für Pendler, die auch Spaß auf dem Rad haben wollen.

Pro

+ sicheres Fahrverhalten
+ umfangreiche Ausstattung
+ leiser Antrieb
+ gelungener Klappmechanismus

Contra

- Kratzer bei der Auslieferung
- App mit Schwächen bei der Übersetzung

Preis und Verfügbarkeit

Die UVP des Heybike Helio F liegt bei 1499 Euro. Der Hersteller verkauft es auf der eigenen Website. Zum Test kam das Rad in der Vintage Edition in der Farbe Racing Green, alternativ gibt es das Klapprad in Anchor Red oder einer limitierten Künstler-Edition.

Zum Testzeitpunkt ist das Rad lieferbar.

Heybike verkauft E-Bikes international. Der Hersteller deckt verschiedene Bereiche ab, von City-Bikes, über Lastenräder bis hin zu Klapprädern. Das Helio F ist das neueste Rad des Herstellers, der damit vor allem Pendler ansprechen möchte.

Klappräder passen nicht nur leicht in Kofferräume, sie dürfen in Deutschland auch kostenlos in Zügen mitgenommen werden.

Lieferung und Aufbau - Helio F ist komplett montiert

Das Heybike Helio F wird in einem großen Karton geliefert. Aus dem Karton kann das Rad herausgefahren werden, heben ist nicht notwendig. Die zweite freudige Überraschung ist der komplette Aufbau. Es müssen keinerlei Teile mehr montiert werden.

Neben dem Rad befindet sich eine Anleitung, Werkzeug für die Wartung und ein Ladegerät in der Box. Unser Testrad hat nach dem Auspacken leichte Kratzer an manchen Stellen. Dieses Problem ist dem Hersteller bekannt und soll bald gelöst werden.

Ausstattung

Schaltung Kettenschaltung, 8 Gänge, Shimano Altus
Bremse Hydraulische Scheibenbremse, Tektro HD-T275, 160/160 mm
Reifen Schwalbe Billy Bonkers 20" × 2,0"
Akku 360 Wh
Spitzenmotorleistung 250 W, Hinterradnabenmotor
Max. Drehmoment 40 Nm
Gewicht 18 kg
Max. Zuladung 125 kg
Das Heybike Helio F kommt mit hydraulischen Scheibenbremsen
Das Heybike Helio F kommt mit hydraulischen Scheibenbremsen
Magnete halten die Radteile beim Klappen sicher zusammen
Magnete halten die Radteile beim Klappen sicher zusammen
Unter dem Sattel sitzt der Hauptschalter
Unter dem Sattel sitzt der Hauptschalter
Display und Bedieneinheit sind am linken Griff kombiniert
Die Griffe bestehen aus braunem Kunstleder
Die Sattelklemme ist abschließbar um den Akku zu schützen
Das helle Licht ist im Rahmen integriert
Am Helio F kommt in Nabenmotor zum Einsatz
In der Sattelstütze sind Akku und Rücklicht integriert
Am Helio F sitzt eine Kettenschaltung von Shimano mit 8 Gängen
Heybike liefert das Rad mit Metallschutzblechen aus

Transport - Helio F klappt schnell und problemlos

Besonders wichtig bei einem Klapprad für den Alltag ist der Klappmechanismus. Heybike nennt den eigenen Aufbau X-Fold-System. Im Alltag überzeugt das Helio F. Das Rad kann schnell an zwei Stellen gefaltet werden - in der Mitte des Oberrohrs und im Sockel der Lenkstange. Die Hebel sind jeweils gegen unbeabsichtigtes Öffnen gesichert.

Magnete an Vorder- und Hinterachse sorgen dafür, dass das Rad auch zusammengeklappt bleibt, wenn es geschoben wird. Ein Schieben im eingeklappten Zustand ist am Sattel gut möglich. Der Stand des Rades ist auch geklappt gut, im Zug fällt es nicht um, eine Sicherung ist dennoch immer sinnvoll.

Einziger Kritikpunkt sind die Pedale, die je nach Stellung der Kurbel an den Schutzblechen kratzen. Mit einem Gewicht von 18 Kilogramm lässt sich das Helio F gut über Bahnhofstreppen tragen, der Rahmen liegt dabei gut in der Hand.

Der im Sattelrohr integrierte Akku wird durch eine abschließbare Klemmung gegen Diebstahl gesichert. Ärgerlich ist nur, dass die Pedale je nach Kurbelstellung an den Schutzblechen kratzen.

Smarte Funktionen - Heybike mit App-Steuerung

Heybike bietet eine eigene App, die etwa im Google Play Store heruntergeladen werden kann. Per Software können Fahrten getrackt werden. Außerdem zeigt die App den Ladestand und die Gesamtkilometer an  -allerdings nur, wenn das Rad angeschaltet ist.

Auch die Fahrmodi und das Licht können per App gesteuert werden. Ebenso sind Updates per App möglich. Die Übersetzung ist nicht in allen Menüs gelungen. Zwar gibt es alle Bereiche auf Deutsch, die Verständlichkeit ist aber nicht immer gegeben.

Unterwegs - Helio F erstaunlich stabil und komfortabel

Mit einer Größe von 185 cm ist der Tester am oberen Ende der von Heybike vorgesehenen Fahrergrößen für das Helio F. Entsprechend weit muss der Sattel nach oben gefahren werden. Der Lenker kann in der Höhe nicht verstellt werden. Dennoch ist die Position Aufrecht und bietet viel Übersicht.

Das Helio F rollt bei richtigem Luftdruck überraschend gut ab und ist im Betrieb angenehm leise. Das Rad überzeugt mit einer enormen Steifigkeit. Es lässt sich durch Unebenheiten im Boden auch bei hohen Geschwindigkeiten nicht aus der Ruhe bringen.

Die Bremsen überzeugen mit einem klaren Druckpunkt und bringen das E-Bike jederzeit sicher zum Stehen. Der kurze Radstand fällt eher beim starken Beschleunigen auf, das Vorderrad kann kurz steigen. Die Motorabstimmung ist ebenso gelungen wie die Übersetzung. Das Helio F lässt sich bis zu einer Geschwindigkeit von 30 km/h gut pedalieren, ohne Widerstand durch den Motor.

Der Antrieb ist ausreichend kräftig aber in gutem Sinne unauffällig. Der Drehmomentsensor arbeitet zuverlässig und zügig. Im Test erklimmt das Helio F auch Berge und zeigt sich auf einer 20 Kilometer langen Tour nicht unbequem.

Nach etwa 20 Kilometern mit 410 Höhenmetern laden wir 175 Wh nach. Unter starker Belastung sollte eine Reichweite von 40 Kilometern möglich sein, im Stadtverkehr sicher auch 60 km. 

Conclusio

Das Heybike Helio F fährt sich sehr gut. Es ist komplett ausgestattet und macht Spaß. Gleichzeitig klappt es schnell und problemlos ein und eignet sich somit wirklich gut für Pendler.

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller oder einem Shop zu Testzwecken leihweise zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme des Leihstellers auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

So testet Notebookcheck

Pro Jahr werden von Notebookcheck hunderte Laptops und Smartphones unabhängig in von uns standardisierten technischen Verfahren getestet, um eine Vergleichbarkeit aller Testergebnisse zu gewährleisten. Seit rund 20 Jahren entwickeln wir diese Testmethoden kontinuierlich weiter und setzen damit Branchenstandards. In unseren Testlaboren kommt ausschließlich hochwertiges Messequipment in die Hände erfahrener Techniker und Redakteure. Die Tests unterliegen einer mehrstufigen Kontrolle. Unsere komplexe Gesamtbewertung basiert auf hunderten fundierten Messergebnissen und Benchmarks, womit Ihnen Objektivität garantiert ist. Weitere Informationen zu unseren Testmethoden gibt es hier.

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Autor: Benedikt Winkel,  5.12.2025 (Update: 17.02.2026)