Legos Smart Brick für Smart Play einzeln kaufen? Das wird teuer …

Der Smart Brick von Lego (Teilenummer 6618029) kann aktuell nur mit Umwegen separat gekauft werden. Er ist zwar Teil der Starter-Sets (Smart Play All-in-1), doch die beiden günstigsten Starter-Sets haben nur einen einzigen Stein (Lukes Rot Fünf X-Wing für rund 83 Euro und Darth Vaders TIE Fighter für rund 70 Euro). Gerade beim Luke-Set ist das jedoch ärgerlich, denn dort müssten eigentlich zwei Steine integriert sein, damit man ordentlich spielen kann und nicht innerhalb von Schusswechseln den Stein ständig aus- und wieder einbauen muss.
Wer ein mit Smart Play nur kompatibles Set kauft, das nur Tags beinhaltet, aber keine Smart Bricks, hat das gleiche Problem: Wo bekommt man den Stein her?
Wer einen Smart Brick einzeln kaufen will, der muss aktuell ziemlich viel Geld bezahlen, denn er ist aktuell nicht einzeln bei Lego zu erwerben. Der offizielle Weg ist immer eines der drei Startsets, die es für 70, 90 und 160 Euro gibt. Lego-typisch halten sich die offiziellen Preisempfehlungen nicht lange. Aktuell sind die Sets aber zu neu für signifikante Rabatte.
Eine Alternative ist der Gebrauchtmarkt oder auch spezialisierte Angebote wie Bricklink. Die ersten Händler haben die Sets auch schon auseinandergenommen und haben angefangen, die einzelnen Steine zu listen. Zum Stand 6. März 2026, 12:57 Uhr, listete Bricklink gut 115 Steine. Allerdings gibt es aktuell nur eine Handvoll europäischer Anbieter. Ein einzelner Stein wird ab etwa 22 Euro abgegeben (plus Versand), kann aber durchaus über 30 Euro kosten.
Der Smart Brick ist also aktuell sehr teuer und gerade durch die Smart-Play-Sets, die keinen dieser Steine haben, dürfte ein gewisser Bedarf entstehen.
Smart-Brick-Ladegeräte werden wohl die neuen Teiletrenner
Weniger problematisch wird wohl das Fingen der Smart-Brick-Ladegeräte. Die stecken in allen drei Starter-Sets und da beim Besitz mehrerer Smart Bricks wohl kaum alle gleichzeitig leer sein werden, dürften diese schnell günstig werden. Zumal ein Ladegerät zwei Smart Bricks gleichzeitig laden kann. Laut Lego lassen sich die Steine in zwei Stunden laden. Aktuell ist jedoch unklar, ob das auch bei zwei Steinen gilt. Zwei Ladegeräte sind bei einer größeren Sammlung also vielleicht durchaus praktisch.
Darüber hinaus wird das Zubehör wohl in einer Ecke landen. Für Kinderspielzeug ist eine Bündelung gerade im Falle eines Geschenks durchaus sinnvoll. Perspektivisch sollten die Ladegeräte aber besser Zubehör werden, um unnötigen Müll zu vermeiden, wie etwa bei den Teiletrennern. Aus den Teiletrennern kann man zumindest Kunstwerke zusammenbauen.
Aktuell gibt es natürlich noch einen Bedarf. Denn: Wer seinen Smart Brick erstmals einzeln erworben hat, der braucht das Ladegerät, da es keinen USB-C-Anschluss gibt. Zum Erhebungszeitpunkt lagen die Ladegeräte bei Smartbricks noch bei 11 bis 18 Euro. Wer hingegen nur einen weiteren Stein für das Set "Lukes Rot Fünf X-Wing" erwerben will, kann sich das Ladegerät sparen. Die gelben USB-A-auf-C-Kabel sind mit rund 7 Euro übrigens auch einzeln.
Insgesamt ist der Nachkauf eines Steins also nicht gerade günstig. Mit Versandkosten kostet ein zweiter Stein für das Luke-Set aktuell grob 30 Euro. Wer ein Smart-Play-Set ohne Stein nachrüsten will, muss mit gut 40 bis 45 Euro rechnen. Ein USB-Kabel dürfte wohl jeder bereits besitzen. Gerade bei letzterem ist es wohl sinnvoller, gleich ein Start-Set zu kaufen, auch wenn man dann weiter zwei Sets hat, aber ein Smart Brick fehlt. Und wer mehrere Kinder hat, bekommt sicher schnell ein Problem. Ein Kind wird in der Situation im Nachteil sein und damit ist Zoff im Kinderzimmer vorprogrammiert.
Für Lego ist so eine Kinderzimmer-Situation umsatztechnisch natürlich gut.
Der Smart-Brick-Akku ist winzig
Noch ungeklärt ist die Frage, ob man irgendwann über Drittanbieter Ersatzakkus bekommen kann. Der ist jedenfalls nicht besonders groß. 0,17 Wattstunden Kapazität hat der Akku nur und damit sehr wenig Energie. Zum Vergleich eine reguläre Apple Watch hat etwa eine Wattstunde, und das ist immer noch sehr wenig.
Der Austausch dürfte aber sicher nichts für Kinder sein, wie einem Reddit-Beitrag und der dazugehörigen Diskussion zu entnehmen ist. Der Akku ist filigran und natürlich müsste man erst einmal einen Ersatz finden. In einem Test-Report, den Lego zum Download bereithält, finden sich noch ein paar weitere Informationen. Regulatorisch gibt es aktuell wohl nichts zu beanstanden.
Dass nun Akkus in der Lego-Welt unterwegs sind, sollte man aber nicht überbewerten. In einem Kinderzimmer finden sich schon länger viele Lithium-Ionen-Akkus mit deutlich größeren Kapazitäten. Das gehört mittlerweile zum Spielzeug und der Lego-Akku ist besonders winzig.

Quelle(n)
Eigene Recherchen





