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Leica enthüllt Noctilux-M 35 mm f/1.2, Made in Germany Objektiv soll Summilux übertreffen

Das Leica Noctilux-M 1.2/35 ASPH. ist sehr kompakt, aber relativ schwer. (Bildquelle: Leica)
Das Leica Noctilux-M 1.2/35 ASPH. ist sehr kompakt, aber relativ schwer. (Bildquelle: Leica)
Leica erweitert die Noctilux-Reihe nach 60 Jahren endlich um eine dritte Brennweite. Das brandneue Leica Noctilux-M 35 mm f/1.2 Objektiv verspricht eine extrem hohe Bildqualität und Lichtstärke im kompakten Format, Leica lässt sich diese Qualität aber teuer bezahlen.

Schon seit dem Launch des 50 mm f/1.2 Leica Noctilux Objektivs im Jahr 1966 bietet Leica mit der Noctilux-Reihe einige der lichtstärksten Objektive der Welt an. Leica stellt dem 50 mm f/0.95 und dem 75 mm f/1.25 Noctilux nun ein drittes Objektiv zur Seite, das 35 mm f/1.2 Noctilux-M, sodass Leica erstmals ein Noctilux-Weitwinkel-Objektiv anbietet.

Das Design erinnert stark an das 35 mm f/1.4 Summilux, mit einer Länge von 50,2 Millimetern und einem Durchmesser von 64,6 Millimetern ist das Noctilux allerdings etwas größer, der Durchmesser des Filtergewindes wächst von 46 auf 49 Millimeter, das Gewicht steigt um 23 Prozent auf 416 Gramm. Ein kleiner Preis dafür, dass das Objektiv eine halbe Blendenstufe, also 50 Prozent lichtstärker ist.
 


Das hohe Gewicht liegt an der komplexen Konstruktion mit zehn Linsen in fünf Gruppen, inklusive drei Linsen mit asphärischer Oberfläche sowie einem Floating Element. Letzteres soll sicherstellen, dass auch beim Fokussieren auf Objekte in kurzer Distanz eine hohe Bildqualität erzielt wird, denn das Noctilux weist eine Mindestfokus-Distanz von 0,5 Metern auf, statt der beim Leica M-System eher üblichen 0,7 Meter.

Wie Leicas MTF-Kurven zeigen, ist das brandneue Noctilux schon bei Offenblende wesentlich schärfer als das Summilux bei f/1.4. Da die Bildränder aber selbst abgeblendet nie richtig scharf werden, bleibt das Leica APO-Summicron-M 35 mm f/2.0 die bessere Wahl, wenn die hohe Lichtstärke nicht benötigt wird. Die Verzeichnung fällt moderat aus, die Vignettierung von rund drei Blendenstufen ist dagegen gravierend – auch das ist typisch für lichtstarke Leica M-Objektive, bei denen kompakte Maße Priorität haben, um den Messsucher nicht zu verdecken. Das Objektiv wird in Deutschland hergestellt, die Fertigungs-Toleranzen sollen bei unter 3 Nanometer pro Millimeter liegen.
 

Das Leica Noctilux ist bei f/1.2 schon deutlich schärfer ...
Das Leica Noctilux ist bei f/1.2 schon deutlich schärfer ...
... als das aktuelle 35 mm Summilux bei f/1.4.
... als das aktuelle 35 mm Summilux bei f/1.4.
Die Verzeichnung fällt mit rund 1,5 Prozent moderat aus.
Die Verzeichnung fällt mit rund 1,5 Prozent moderat aus.
Die Vignettierung dürfte mit fast drei Blendenstufen in den Ecken deutlich zu sehen sein.
Die Vignettierung dürfte mit fast drei Blendenstufen in den Ecken deutlich zu sehen sein.

Preise und Verfügbarkeit

Das Leica Noctilux-M 1.2/35 ASPH. ist im Leica Onlineshop sowie im Fachhandel ab sofort für eine unverbinldiche Preisempfehlung von 8.950 Euro erhältlich. Zum Vergleich: Das 35 mm f/1.4 Leica Summilux-M kostet 5.900 Euro, das 35 mm f/2 APO-Summicron wird für 8.090 Euro angeboten.
 

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-01 > Leica enthüllt Noctilux-M 35 mm f/1.2, Made in Germany Objektiv soll Summilux übertreffen
Autor: Hannes Brecher, 29.01.2026 (Update: 29.01.2026)