
Leichter, stärker und schneller, aber...: Handliche Powerstation Anker Solix C1000 Gen 2 im Praxis-Test
Verbesserungen und Einsparungen.
Die Anker Solix C1000 Gen 2 ist eine kompakte und dennoch starke Powerstation. Sie fällt im Vergleich zum Vorgänger leichter aus, stellt mehr Leistung bereit und lädt in unter einer Stunde. Neben Verbesserungen gibt es aber auch ein paar Einschränkungen, wie unser Anker Solix C1000 Gen 2 Test zeigt.Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸 🇫🇷 ...
Anker Solix C1000 Gen 2 Test-Fazit: Upgrades, aber auch Downgrades
Anker Solix hat der zweiten Generation seiner kompakten 1-kWh-Powerstation C1000 eine Reihe von Verbesserungen spendiert. Sie lädt vor allem schneller und stellt auch mehr Ausgangsleistung bereit. Dennoch ist sie kompakter und vor allem leichter geworden.
Allerdings müssen Käufer auch auf einige Funktionen der ersten Generation verzichten. So ist die Anker Solix C1000 Gen 2 nicht mehr per Zusatzbatterie erweiterbar und hat auch keine LED-Leuchte mehr integriert. Dafür an Bord ist ein besseres LCD-Display.
Wer mit den Einschränkungen leben kann, bekommt mit der Anker Solix C1000 Gen 2 einen Solargenerator der 1-kWh-Klasse, der flexibel einsetzbar ist. Preislich liegt er mit knapp 1.000 Euro UVP auf gleichem Niveau wie vergleichbare Modelle anderer namhafter Hersteller wie die EcoFlow Delta 3 Plus, ist zudem oft bereits für deutlich weniger zu bekommen.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für die Anker SOLIX C1000 Gen 2 beträgt 999 Euro. Sie ist allerdings in der Regel direkt beim Hersteller sowie bei Amazon bereits für deutlich weniger erhältlich.
Auf der IFA 2025 hatte Anker Solix mit der C1000 Gen 2 die zweite Generation seiner kompakten 1-kWh-Powerstation vorgestellt. Diese wartet im Vergleich zur ersten C1000 aus Ende 2023 mit einigen Verbesserungen, aber auch ein paar Downgrades auf. Welche das sind und was die handliche Powerstation für einen Eindruck bei uns hinterlassen hat, verrät unser Anker Solix C1000 Gen 2 Test.
Datenblatt Anker Solix C1000 Gen 2 & Vergleich mit C1000
| Eigenschaft/Model | Anker Solix C1000 Gen 2 (2025) | Anker Solix C1000 (2023) |
| Kapazität | 1.024 Wh | 1.056 Wh |
| erweiterbar | nein | ja |
| Dauer-/Spitzenleistung | 2.000 W / 3.000 W | 1.800 W / 3.000 W |
| Ausgänge | 4xAC, 3xUSB-C, 1xUSB-A, 1xKfz | 4xAC, 2xUSB-C, 2xUSB-A, 1xKfz |
| Ladeleistung AC | 1.600 W | 1.300 W |
| Ladeleistung DC (Solar) | 600 W | 600 W |
| Eingänge | 1xAC, 1xXT60i | 1xAC, 1xXT60i |
| Licht | nein | ja |
| App | ja | ja |
| Gewicht | 11,3 kg | 12,9 kg |
| Abmessungen | 38,4 × 20,8 × 24,4 cm | 37,6 × 20,5 × 26,7 cm |
| UVP | 999 Euro | 1.199 Euro |
| erhältlich bei | Amazon | Amazon |
Ausstattung: Mehr Leistung, aber weniger Ausstattung
Anker Solix hat der zweiten Generation der C1000 eine Reihe von Verbesserungen spendiert. Dazu zählt vor allem mit 1.600 W ein um 300 W schnelleres AC-Laden, was der Powerstation sogar einen Guinness-Weltrekord eingebracht hat.
Die dauerhafte Ausgangsleistung ist ebenfalls leicht angestiegen und liegt nun bei 2.000 W, also um 200 W höher als bei der ersten Generation. Die kurzfristig verfügbare Spitzenleistung verbleibt bei 3.000 W. Identisch ist auch die Solarladung mit weiterhin maximal 600 W (via XT60i).
Als Anschlüsse stehen erneut vier AC-Steckdosen (was viel ist für eine 1-kWh-Powerstation), eine 12-V-Kfz-Steckdose und vier USB-Anschlüsse zur Verfügung. Hier setzt Anker Solix nun auf dreimal USB-C und einmal USB-A (erste Generation je zwei Stück) und hat zudem auch die maximale Leistung via USB-C auf bis zu 140 W (statt 100 W) gesteigert. Abgesehen von der 12-V-Steckdose an der Seite ist keiner der Anschlüsse durch eine Abdeckung geschützt.
Weitere Verbesserungen sind ein LC-Display und eine mit 10 ms halbierte USV-Reaktionszeit. Das alles ist verpackt in einem 11,3 kg wiegenden Gerät. Damit hat Anker Solix die erste C1000 um 1,6 kg abgespeckt. Zudem ist auch die Höhe um 2 cm geschrumpft, während Breite und Tiefe um wenige Millimeter angestiegen sind.
Nicht verschweigen wollen wir aber, dass die Gewichtseinsparung auch mit einigen Verschlechterungen einhergehen. Während die Kapazitätsverringerung von zuvor 1.056 Wh auf nun 1.024 Wh noch überschaubar ausfällt, dürfte dem einen oder anderen die eingesparte Erweiterungsmöglichkeit durchaus sauer aufstoßen.
Während die Anker Solix C1000 noch mit einer Zusatzbatterie hinsichtlich ihrer Kapazität verdoppelt werden und so in eine 2-kWh-Powerstaton verwandelt werden konnte, gibt es diese Möglichkeit bei Generation 2 nun nicht mehr. Zudem ist auch die integrierte LED-Leuchte in der Front nicht mehr vorhanden.
Geliefert wird die Anker Solix C1000 Gen 2 mit einem AC-Ladekabel und einem Autoladekabel sowie einer Kurzanleitung. Somit lässt sich die Powerstation direkt nach dem Auspacken sowohl über das Stromnetz als auch während der Fahrt über die Bordsteckdose in einem Auto laden. Optional ist auch der Ladevorgang via Solarpanel mit bis zu 500 Wp möglich.
App: Steuerung von nah und fern
Nicht gespart hat Anker Solix an der weiterhin möglichen Steuerung via App. Der Verbindungsaufbau erfolgt wahlweise via Bluetooth oder Wi-Fi (nach Übermittlung des WLAN-Passwortes). Das ermöglicht die Steuerung über Smartphone oder Tablet aus wenigen Metern sowie auch mit größerem Abstand.
Der Verbindungsaufbau hat im Test problemlos funktioniert, sodass die Einrichtung binnen kürzester Zeit erledigt war. Neben dem Ein- und Ausschalten der verschiedenen Anschlüsse sowie des Displays ermöglicht die Anker App auch die Wahl verschiedener Modi. So lässt sich die Powerstation beispielsweise im TOU-Modus automatisch zu günstigeren Randzeiten laden. Hier ist aber nur das Hinterlegen von verschiedenen Zeiten und keine direkte Anbindung an dynamische Stromtarife (wie beispielsweise bei den Balkonkraftwerken von Anker Solix) möglich.
Außerdem informiert die App unter anderem über den Akkuladestand und die verbleibende Nutzungsdauer bei aktueller Ausgangsleistung sowie die Temperatur der Akkuzellen. Im Menü lassen sich dazu verschiedene Einstellungen zur maximalen Ladegeschwindigkeit, zum Energiesparen, zur Lade- und Entladegrenze und rund um das Display vornehmen. Auch Firmware-Updates sind hierüber möglich.
Zudem zeigt auch das verbesserte Display im Vergleich zur ersten Generation nun mehr Informationen. Über die Power-Taste wechselt man durch drei verschiedene Screens, die detailliert über die Eingangs- und Ausgangsleistung der verschiedenen Anschlüsse informieren.
Praxis: Lädt in unter einer Stunde
Die vom Hersteller angegebenen 49 Minuten Ladedauer beim AC-Laden haben wir im Test der Anker Solix C1000 Gen 2 nicht ganz erreicht - zumindest nicht ohne den Superschnell-Lademodus, der über die App aktiviert werden kann. Mit knapp 55 Minuten ist sie aber auch ohne Boost deutlich unter der Grenze von einer Stunde geblieben und lädt damit besonders zügig. Auffällig war, dass die Ladeleistung selbst kurz vor Schluss, also nahe der 100-Prozent-Marke noch bei rund 1.200 W lag. Hier bremsen andere Powerstations meist schon deutlich ein.
Ob dies nun langfristig gut für die Lebensdauer der Batteriezellen ist, lässt sich im Rahmen unseres kurzen Praxis-Tests nicht final klären. Anker Solix verspricht 4.000 Ladezyklen bzw. 10 Jahre Leistung. Definitiv sagen können wir aber, dass während eines AC-Ladevorgangs laut Messung 1.110 Wh durchs Messgerät geflossen sind. Das ergibt bei 1.024 Wh angegebener Kapazität eine Effizienz von rund 92 Prozent, was ein guter Wert ist.
Bei der AC-Entladung fiel der Wert nicht ganz so gut aus. Mit rund 250 W Dauerlast haben wir 850 Wh (83 Prozent) aus der Powerstation herausgekitzelt, bis diese mit 1 Prozent Restladung den Dienst quittiert hat. Bei wechselhafter AC-Entnahme mit schwankender Leistung fiel der Wert noch etwas geringer aus. Noch effizienter arbeitet die Powerstation hingegen gewohnt bei DC-Abgane via USB oder Kfz-Steckdose, da hier der Wechselrichter nicht benötigt wird.
Mit nun 2.000 W AC-Dauerleistung bei gleich gebliebener Kurzzeit-Spitzenleistung von 3.000 W ist die zweite Generation der Anker Solix C1000 noch etwas vielseitiger einsetzbar. Sie deckt so noch mehr Geräte im Haushalt ab. Mit den größeren Modellen wie der Anker Solix F3000 kann sie aber nicht mithalten.
Zudem zu beachten gilt, dass das kompakte Kraftpaket bei höherer Leistungsabgabe sowie schnellem AC-Laden mit gut 45 dB (aus 1 m Entfernung gemessen) und einem nicht ganz gleichmäßigen Lüfterlauf gut hörbar ist. Bei geringerer Last ist sie deutlich leiser bis lautlos. Positiv sind im Rahmen unseres Test der Anker Solix C1000 Gen 2 auch das handliche Format und das geringe Gewicht aufgefallen. Das kommt vor allem beim Herumtragen und Verladen zugute.
Wer eine Powerstation aber auch mal bei Camping, Stromausfall und Co als (Not-)Beleuchtung nutzen möchte, wird die integrierte LED-Leuchte vermissen. Gleiches gilt für die Erweiterbarkeit, die nun ebenfalls nicht mehr gegeben ist. Wer dies vermisst, bekommt alternativ die erste Generation der Anker Solix C1000 weiterhin. Sie ist mit aktuell rund 500 Euro bei Amazon noch günstiger.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.
























