
Preiswerte 2-kWh-Powerstation mit 2.800 W und USV: Aferiy P280 im Praxis-Test
Verbesserungen und Einsparungen.
Mit einem Marktpreis von zumeist unter 900 Euro ist die Aferiy P280 in der Klasse der 2-kWh-Powerstations durchaus ein Schnäppchen. Was der günstige Solargenerator bietet und was er kann, klärt unser Test der Aferiy P280.Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Aferiy P280 Test-Fazit: Solide, aber nicht frei von Tadel
Die Aferiy P280 Powerstation hat sich im Test nur wenige Schwächen geleistet - abgesehen von den massiven Problemen mit der iOS-App. Wer auf dieses heute eigentlich übliche Feature der Fernsteuerung via iPhone verzichten kann oder ohnehin nur Android-Geräte nutzt (das funktionierte im Test okay), bekommt einen soliden portablen Energiespeicher.
Wer auf der Suche nach einem Solargenerator für Camping und Co ist, der findet mit der Aferiy P280 einen klassischen Vertreter seiner Zunft, der mit seinem Gewicht von 22 kg weder sonderlich leicht noch auffallend schwer ist. Die Powerstation stellt mit 2.800 W eine beachtliche Dauer-Ausgangsleistung bereit und übertrifft damit viele Kontrahenten in der 2-kWh-Klasse.
Die Kapazität lässt sich auf Wunsch verfünffachen, wobei darunter natürlich die Mobilität leidet. Soll sie primär zuhause genutzt werden, beispielsweise als USV bzw. Backup für Stromausfälle, ist dieses Features durchaus praktisch und interessant, am Ende aber auch kostspielig durch bis zu vier Zusatzbatterien.
Die Kosten für die Powerstation alleine liegen laut UVP bei knapp 1.300 Euro, wobei der Marktpreis der Aferiy P280 zumeist unter der 900-Euro-Marke liegt. Für diesen Angebotskurs ist das Modell durchaus attraktiv gemessen an der gebotenen Leistung. Vergleichbare Modelle bekannterer Hersteller liegen in der Regel preislich deutlich darüber.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung der Aferiy P280 beträgt 1.299 Euro. Häufig ist sie aber bereits für weniger erhältlich, beispielsweise direkt beim Hersteller oder bei Amazon.
Aferiy gehört hierzulande zu den unbekannteren Herstellern von Powerstations. Das Unternehmen positioniert sich am deutschen Markt mit - gemessen an der jeweiligen Leistung - attraktiven Preisen und versucht sich so einen Namen zu machen.
Das jüngste Modell im wachsenden Portfolio ist die Powerstation P280. Hierbei handelt es sich um ein Modell der 2-kWh-Klasse, die also beispielsweise die neue Anker Solix C2000 Gen 2 oder die FossiBot F2400 herausfordert. Wie gut ihr dies gelingt, verrät unser Aferiy P280 Test.
Datenblatt Aferiy P280
| Kapazität | 2.048 Wh |
| erweiterbar | ja (bis 10.240 Wh) |
| Dauerleistung | 2.800 W |
| Ausgänge | 3xAC, 2xDC5521, 1xXT60, 4xUSB-C, 2xUSB-A, 1x12V-Auto |
| Ladeleistung AC | 1.800 W |
| Ladeleistung DC (Solar) | 1.200 W |
| Eingänge | 1xAC, 2xXT90 |
| Licht | ja |
| App | ja |
| Gewicht | 21,6 kg |
| Abmessungen | 39,8 x 28,0 x 31,5 cm |
| UVP | 1.299 Euro |
| erhältlich bei | Amazon |
AFERIY P280 Powerstation dank Gutschein besonders günstig
Derzeit gibt es die AFERIY P280 dank zweier Gutscheincodes besonders günstig. Wer die Powerstation solo im offiziellen Onlineshop des Herstellers bestellt und den Gutscheincode P280NBCHECK einlöst, zahlt nur 806 Euro. Alternativ gibt es sie im Set mit einer Erweiterungsbatterie massiv reduziert.
Und wer den Solargenerator unabhängig vom Stromnetz laden möchte, der greift zum Bundle mit einem 400-W-Solarpanel. Dieses gibt es dank des Rabattcodes P280PVNBCHECK derzeit ab nur 1.165 Euro.
Ausstattung: 2-kWh-Powerstation mit 2.800 W Dauerleistung
Die Aferiy P280 ist eine Powerstation der 2-kWh-Klasse. Sie weist eine Kapazität von 2.048 Wh auf und setzt hierbei auf langlebige LiFePO4-Batteriezellen mit laut Herstellerangaben über 4.000 Zyklen (bis 80 Prozent). Dies lässt sich im Rahmen eines kurzen Praxis-Tests natürlich nicht nachprüfen.
Bei Bedarf kann der Speicher über die Zusatzbatterie P280-B in 2-kWh-Schritten auf bis zu 10.240 Wh (10 kWH) aufgestockt werden. Akkus und Powerstation lassen sich aufstapeln und werden jeweils mit einem Kabel miteinander verbunden.
Die Modellnummer P280 hat das Gerät seiner Ausgangsleistung zu verdanken. Der Solargenerator stellt dauerhaft bis zu 2.800 W bereit. Die AC-Ausgabe über seine drei Steckdosen ist bei Bedarf von 50 auf 60 Hz umschaltbar.
Insgesamt finden 13 Ausgänge in der Aferiy P280 Platz. Neben verschiedenen DC-Anschlüssen (siehe Datenblatt oben) wie einer 12-V-Autosteckdose (max. 120 W) dürften für Nutzer auch die üppig dimensionierten USB-Anschlüsse interessant sein. Über zwei USB-C-Ports stehen so bis zu 140 W zur Verfügung. Dazu kommen zwei weitere USB-C-Anschlüsse mit maximal 20 W sowie zweimal USB-A mit 12 W.
Geladen werden kann die Aferiy P280 über die für Solargeneratoren üblichen Wege. Neben bis zu 1.800 W über das Stromnetz stehen auch zwei XT90-Anschlüsse parat, an die beispielsweise Solarpanels mit bis zu 600 W Eingangsleistung angeschlossen werden können. Zusätzlich runden ein großes Display, eine integrierte LED-Leuchte mit SOS- und Blink-Funktion in der Front sowie eine USV-Funktion und eine App-Steuerung die Ausstattung der Aferiy P280 ab.
Im Lieferumfang liegt neben der Powerstation je ein AC-Ladekabel und ein Kabel zum Anschließen von Solarpanels (MC4 zu XT90) bei, die in einer kleinen Tasche mit Reißverschluss verpackt sind. Zudem ist eine leichte Schutzhülle für die Powerstation sowie ein Benutzerhandbuch (inkl. deutscher Sprache) im Karton enthalten.
App: Kein Verbindungsaufbau möglich
Aferiy bietet eine eigene App, über welche die Powerstation per Smartphone bedient werden kann. Für iOS heißt diese "AFERIY", für Android "BrightEMS". Wir haben uns im Rahmen des Tests zunächst für die iOS-App entschieden. Der Verbindungsaufbau erfolgt via Bluetooth, sodass die App-Steuerung nur in unmittelbarer Näher des Gerätes klappt.
Bevor dies möglich ist, muss man sich als neuer Nutzer zunächst in der App registrieren, wahlweise per E-Mail oder Handynummer. Nach dem Login erfolgt der Verbindungsaufbau zwischen der Powerstation und der App. In unserem Test der Aferiy P280 ist dann auch das Testgerät aufgetaucht, ebenso das Bluetooth-Icon auf dem Display des Gerätes. Doch der Verbindungsaufbau wollte in mehreren Versuchen partout nicht klappen.
Die Benutzeroberfläche der App lädt und gibt einen Blick darauf frei, dass die aktuellen Leistungswerte eingesehen sowie die verschiedenen Anschlüsse per App ein- und ausgeschaltet werden können. Leider gelang uns dies in der Praxis mit der iOS-App aber nicht, nur ein kleines Zahnrad rotierte und irgendwann erschien eine Fehlermeldung.
Da das iPhone 16 Pro und die Powerstation nur wenige Zentimeter voneinander entfernt waren und das Problem mehrmals und an verschiedenen Orten aufgetreten ist, scheint ein größeres Problem vorzuliegen. Zumal wir offensichtlich kein Einzelfall sind, wie die durchweg schlechten Bewertungen im Apple App Store zeigen.
Der Wechsel auf ein Android-Gerät brachte zwar Besserung und der Verbindungsaufbau (nach erneuter Registrierung) hat geklappt. Auch das Auslesen und Bedienen der Powerstation war unter Android möglich. Wirklich überzeugt hat uns aber auch diese App nicht, unter anderem dank schlechter deutscher Lokalisierung und teils längeren Reaktionszeiten.
Praxis: 1.800 W schnelles Laden und solide Effizienz
Während das App-Thema eine kleine Katastrophe ist, macht die Hardware selbst einen soliden Eindruck. Die Verarbeitung ist ordentlich. Praktisch ist, dass beispielsweise die AC-Anschlüsse an der Seite hinter einer Gummiklappe sitzen. Somit sind sie gegen Spritzwasser geschützt, auch wenn die Klappe selbst den Zugang zu den Steckdosen etwas erschwert.
Auch einige andere Anschlüsse sind "versteckt", nicht hingegen die USB-Ports direkt unter dem Display. Dieses informiert über alle wichtigen Daten wie die aktuelle Ein- und Ausgangsleistung sowie welche Anschlüsse genutzt bzw. eingeschaltet sind. Auch die Restzeit nach aktuellem Lastzustand wird angezeigt, wobei diese gegen Ende größere Abweichungen zur Praxis aufwies. Das sollte eigentlich auch die iOS-App - aber lassen wir das Thema...
Widmen wir uns lieber der Effizienz der Aferiy P280. Der Hersteller gibt die Kapazität mit 2.048 Wh an. In der Praxis konnten wir im Rahmen unseres Tests rund 1.740 Wh mit einer Dauerleistung von gut 200 W AC entnehmen. Somit ergibt sich eine Effizienz von 85 Prozent (abhängig vom Nutzungsszenario). Der Rest geht durch die Umwandlung von Gleich- zu Wechselstrom verloren.
In die andere Richtung, sprich beim Laden über das Stromnetz, sind in die komplett leere Powerstation 2.250 Wh geflossen, was ca. 110 Prozent der Kapazität und damit einer Effizienz von gut 90 Prozent entspricht. Somit sind im genannten Szenario insgesamt 77 Prozent der eingesetzten Energie am Ende mobil nutzbar (AC), was ein solider Wert ist.
Beim AC-Laden hat die Powerstation vom Start weg und bis gut 60 Prozent die versprochenen 1.800 W erreicht. Nach rund 65 Minuten waren 80 Prozent geladen, nach weiteren 50 Minuten der Ladevorgang komplett abgeschlossen. Der Solarladevorgang konnte mangels Sonnenschein im aktuellen Hamburger Winter nur bedingt getestet werden. Bei DC-Laden und -Entladen (Gleichstrom) liegt die Effizienz in der Regel deutlich höher, da die Umwandungsverluste in Wechselstrom entfallen.
Die Lautstärke beim Versorgen externer Geräte sowie beim Laden der Powerstation haben wir mit maximal 46 dB (aus 1 m Entfernung) gemessen. Damit ist die Aferiy P280 bei voller Lüftertätigkeit gut hörbar, aber nicht unangenehm laut. Bei eingeschalteten AC-Ausgängen hat das Testgerät allerdings leicht tickernde Geräusche von sich gegeben, die vermutlich vom integrierten Wechselrichter stammen. In leisen Umgebungen waren die durchaus nervig.
Powerstations sind vor allem für den mobilen Einsatz gedacht. Mit einem Gewicht von 21,6 kg und den zwei massiven Griffen links und rechts ist die P280 noch tragbar. Im Vergleich zu anderen Modellen der 2-kWh-Klasse fällt die brandneue Anker Solix C2000 Gen 2 mit knapp 19 kg etwas leichter aus, während beispielsweise die FossiBot F2400 gleich schwer ist. Auch von den Abmessungen gibt es hier keine großen Unterschiede. Die kleine LED-Leuchte in der Front ist praktisch beim Camping und kann im Notfall auch als SOS-Signal blinken. Die USV-Funktion ist in einem kurzen Praxis-Versuch reaktionsschnell eingesprungen.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.






















