Mobile Workstations sollen vor allem zuverlässige Leistung bieten und die professionellen Grafikkarten mit speziellen Treiberzertifizierungen treiben den Preis in der Regel in die Höhe. Daher sind auch vermeintlich erschwinglichere Modelle wie das ThinkPad P16v Gen 3 schnell ziemlich teuer. Dennoch versuchen die Hersteller hier Kosten zu sparen, was auch beim P16v der Fall ist.
Das bedeutet in konkreten Fall unseres Testgerätes, dass man rund 2.800 Euro bezahlt hat, aber trotzdem nur ein Kunststoff-Gehäuse bekommt. Die Baseunit fühlt sich dadurch etwas billig an und vor allem die Stabilität ist im mittleren Bereich der Baseunit lässt zu wünschen übrig. Die Scharniere können ebenfalls nicht wirklich überzeugen. Der Öffnungswinkel liegt zwar bei 180 Grad, doch die Scharniere wippen deutlich nach. Auch bei der Tastatur spart Lenovo etwas, denn hier kommt nur eine durchschnittliche Tastatur zum Einsatz. Dass es auch in der heutigen Zeit deutlich besser geht, beweist Lenovo beispielsweise beim ThinkPad P1.
Beim Display hingegen können wir kaum meckern, denn standardmäßig ist bereits ein helles IPS-Display mit voller sRGB-Abdeckung verbaut. Die größte Schwachstelle ist die Frequenz von 60 Hz, zumindest optional hätten wir uns hier eine bessere Option gewünscht. Lenovo bietet zwar einen OLED-Monitor an, doch auch dieser arbeitet nur mit 60 Hz. Das ist etwas unverständlich, denn bei den Consumer-Geräten bietet Lenovo hervorragende OLED-Optionen an.
Alles in allem ist das P16v Gen 3 vor allem aufgrund der guten Ausstattung und der stabilen Leistung eine gute mobile Workstation, doch diese Sparmaßnahmen fühlen sich bei einem Preis von fast 3.000 Euro einfach nicht richtig an und das Gerät könnte besser sein. Alle weiteren Infos zum ThinkPad P16v gen 3 stehen in unserem ausführlichen Testbericht zur Verfügung.








