Logitech Yeti bekommt nach 17 Jahren einen richtigen Nachfolger

Logitech G hat das Yeti 2 vorgestellt. Das USB-Mikrofon wurde vollständig neu gestaltet, nachdem sein 2009 erschienenes Vorgängermodell bei Podcasts, Streams und privaten Aufnahmen große Verbreitung gefunden hatte. Die Änderungen gehen über einen neuen USB-C-Anschluss hinaus.
Die wichtigste Neuerung ist ein intelligenter 3D-Sensor, der die Position der Stimme erfasst. Das kann bei ungezwungenen Gesprächen hilfreich sein, etwa wenn Gesprächspartner keine Erfahrung mit Radio- oder Fernsehaufnahmen haben. Ändert sich die Sprechposition, passt das Mikrofon Verstärkung, Equalizer und Richtcharakteristik automatisch an. Eine KI-gestützte Rauschunterdrückung soll außerdem Störgeräusche wie Tastaturanschläge, Außengeräusche und Lüftergeräusche reduzieren.
Hinzu kommt ein 1,3 Zoll großes Farbdisplay, das Audioinformationen und Einstellungen direkt am Mikrofon zugänglich macht. Darauf erscheint auch ein Yeti in Pixeloptik, der auf den Tonpegel reagiert: Bei einem passenden Pegel ist er zufrieden, bei Übersteuerung verärgert und bei stummgeschaltetem Mikrofon schläft er.

Die Blue-VO!CE-Klangverarbeitung läuft nun direkt auf dem Mikrofon. Weitere Einstellungen sind über Logitech G Hub möglich. Der veraltete Anschluss des ursprünglichen Yeti wurde durch USB-C ersetzt, ein 3,5mm-Ausgang ermöglicht das direkte Mithören. Für 160 Euro erfindet das Yeti 2 das USB-Mikrofon nicht neu. Logitech geht vielmehr ein häufiges Problem bei Mikrofonen für Content Creator an: Nicht alle sitzen bei der Aufnahme still oder wissen, wie sie ihr Mikrofon richtig einstellen.
Nach 17 Jahren ist das eine deutlich interessantere Neuerung als eine bloße Verbesserung der Klangqualität.



