Marketing-Schwindel: TCL P80 Ultra zeigt im Hands-on 3x dickere Bildschirmränder

Das TCL P80 Ultra (ca. 599 Euro auf Amazon) wurde am Dienstag offiziell vorgestellt. Das Mittelklasse-Smartphone ist auf dem Papier durchaus interessant, denn TCL garantiert sieben Jahre Sicherheits-Patches, verbaut einen relativ großen 5.800 mAh Akku, eine 50 MP Periskop-Tele-Kamera und vor allem das erste NxtPaper-Display, das auf einem AMOLED-Panel basiert.
Wir konnte uns das Gerät auf der IFA ansehen – und die Qualität dieser neuen Generation von NxtPaper-Displays konnte uns auf den ersten Blick tatsächlich überzeugen. Allerdings ist TCL beim Marketing des Mittelklasse-Smartphones nicht ganz ehrlich. Denn die extrem dünnen Bildschirmränder, die TCL auf den offiziellen Produktbildern zeigt, existieren nicht. Tatsächlich hat das TCL P80 Ultra nicht einmal Bildschirmränder, die auf allen vier Seiten gleich dick sind – das "Kinn" am unteren Rand des Displays ist sichtbar dicker als der Rand an den drei anderen Seiten.
Kurz nachgemessen fällt der untere Bildschirmrand mehr als dreimal so dick aus wie beworben. Das könnte zwar ein Fehler bei den Renderbildern sein, dass gerade die Bildschirmränder aber so oft falsch dargestellt werden, lässt vermuten, dass es sich dabei um gezielte Irreführung handeln könnte. TCL schummelt sogar bei der Größe der Punch-Hole, die in der Realität deutlich mehr Platz belegt als auf den Promo-Bildern. Wie dieses Beispiel abermals zeigt, ist es keine gute Idee, dem Marketing von Smartphone-Herstellern blind zu vertrauen. Vor dem Kauf empfiehlt sich dringend, unabhängige Tests zu lesen, um beim Auspacken keine bösen Überraschungen zu erleben.


Quelle(n)
TCL | Eigene







